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Red Bulletin: Ein Mann fuer alle Faelle

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Mit 27 am Tiefpunkt seines Lebens. 15 Jahre später der gefeierte Zehnkämpfer unter den Hollywood-Stars: Gerard Butler brilliert als Actionheld ebenso wie als romantischer Frauenliebling, er leiht Animationsfiguren seine Stimme, spielt Shakespeare – und inspiriert nebenbei Klatschjournalisten zu den abenteuerlichsten Gerüchten.

„Das Coolste, Aufregendste, Großartigste, was ich je gemacht habe, war, dieses Charity-Match zu spielen. Im Celtic-Park-Stadion, vor den Celtic-Fans, in diesem grün-weiß gestreiften Dress gegen Manchester ­United, neben Henrik Larsson (dem früheren Celtic-Star, Anm.) und Neil Lennon (dem aktuellen Celtic-Trainer, Anm.) gegen Leute wie Roy Keane, Teddy Sheringham oder Dwight Yorke.“ Gerard Butlers ­Augen glänzen. „Dieses Match im Sommer war der Höhepunkt meiner bisherigen Karriere.“

Gerard Butler ist 42, Schotte, seit seiner Kindheit glühender Celtic-Glasgow-Fan, Hollywoods derzeit bestbezahlter britischer Schauspieler und in jeder Hinsicht blendend im Geschäft. Bei dem mit Stars ­gespickten Abschiedsspiel für Celtic-Verteidiger John Kennedy im August 2011 in Glasgow sorgte Butler als Fußballer 60 Minuten lang für Standing Ovations der Fans. Und bei den soeben zu Ende gegangenen Dreharbeiten für „Playing the Field“ durfte er unter ­anderen Catherine Zeta-Jones, Jessica Biel und Uma Thurman nahekommen.
Tatsächlich besteht ein Zusammenhang zwischen seiner letzten Rolle und seinem großen Auftritt: „In ‚Playing the Field‘ spiele ich einen Fußballprofi, der Trainer einer Schulmannschaft wird und sich mit ­einigen der Spielermütter einlässt“, sagt ­Butler, „also musste ich vor Drehbeginn wohl oder übel in Form kommen. Ich habe viel Fußball gespielt, bin gesurft, gewandert, gelaufen und Rad gefahren. Nebeneffekt: Ich war punktgenau fit für das Spiel.“

„Ich bin ein ziemlich typischer Schotte. Und Schotten haben kein Talent für Ego-Scheiß.“

An seiner Fitness hat sich bis zu unserem Gespräch im Londoner Soho Hotel offensichtlich nichts geändert: Im schwarzen Poloshirt, den Combat-­Hosen und den schweren Militärstiefeln, mit dem zerzaust lockigen Haar und dem gewollt unordentlichen Bart sieht er großartig aus. Der Gesprächspartner Gerard Butler ist erfrischend offen, angenehm zurückhaltend und vor allem sehr, sehr witzig. Weit und breit keine Spuren von Allüren. Nichts deutet ­darauf hin, dass man es mit jemandem zu tun hat, der Gerüchten zufolge mittlerweile achtstellige Schecks für seine Rollen kassiert und der an mehr Kassenschlagern mitgewirkt hat als etwa Oscar-­Gewinner Colin Firth oder Daniel Craig (Letzterer ­bilanzierte, abgesehen von den Aufträgen im Dienste Ihrer Majestät, ohnehin eher durchwachsen).

Butler nimmt’s mit einem Lächeln: „Nun ja, wir Schotten sind vernünftige Leute. Wir haben gute ­Manieren. Und selbst wenn ich einmal Gefahr laufen sollte abzuheben: Da gibt’s daheim genug Freunde und die Familie, die dafür sorgen, dass da nichts passiert.“ Und weiter: „Im Großen und Ganzen bin ich wohl ein ziemlich typischer Schotte. Wir Schotten haben kein Talent für diesen ganzen Ego-Scheiß.“ Er nimmt einen Schluck Wasser, kichert, dass seine Schultern auf und ab hüpfen. „Lass mich ein Beispiel erzählen. Neulich traf ich einen alten Kumpel in ­Glasgow. Er war ziemlich betrunken, also hat er mich gleich umarmt und losgelegt: ‚Weißt du, Gerry‘, hat er gelallt, ‚bei all dem Erfolg und dem Ruhm bist du doch derselbe geblieben, der du immer warst.‘ Ich war ein bisschen verlegen und wollte mich bedanken. Aber noch bevor ich etwas sagen konnte, fuhr er fort: ‚Du bist immer noch dasselbe Arschloch!‘ Und brüllte vor Lachen. Großartig, oder? Das ist der Unterschied zwischen Los Angeles und Glasgow.“

Lesen Sie die ganze Geschichte in der Februar-Ausgabe des Red Bulletin.


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