EC Red Bull Salzburg - News

Red Bulls unterlagen neuerlich zuhause gegen die Ungarn

A. Kristler & J. Bischofberger vs SAPA Fehérvár AV19

Zum zweiten Heimspiel, dem insgesamt dritten der Qualifikationsrunde der Erste Bank Eishockey Liga, hatten sich beim EC Red Bull Salzburg Stürmer Mark Cullen und Verteidiger Ryan Glenn (früher als erwartet) wieder fit gemeldet, und so fehlten den Salzburgern gegen SAPA Fehérvár AV19 nur Mike Duco und Fabio Hofer. Die Red Bulls nahmen auch sofort das Heft in die Hand, konnten den Gästegoalie Adam Munro aber lange Zeit nicht fordern. Es fehlte an Ideen, und so hatten die Ungarn zunächst keine Schwierigkeiten in der Defense. Von den wenigen Kontern der Ungarn ging anfangs kaum Gefahr aus, bis Filip Novak in der 15. Minute nach einem Abpraller plötzlich völlig frei vor Salzburgs Torhüter Bernd Brückler stand und sich diese Chance nicht entgehen ließ. In der 18. Minute schlugen die Red Bulls dafür mit einem Doppelschlag zurück. Justin DiBenedetto – der 24-jährige Kanadier traf dabei die Scheibe nach Baseball-Manier in der Luft – und Mark Cullen trafen jeweils im Powerplay und legten vor. Doch nur kurz danach traf Istvan Sofron nach schöner Einzelleistung aus Halbdistanz zum 2:2-Pausenstand. Die Red Bulls wirkten etwas unsicher.

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts hatten die Red Bulls noch nicht ihre Linie gefunden und konnten in der 25. Minute auch nicht den dritten Gegentreffer verhindern, als sich Csaba Kovacs gegen einen Verteidiger durchsetzte und aus Halbdistanz traf. Das anschließende Powerplay wurde fast zum Eigentor, zweimal lief ein ungarischer Stürmer in Unterzahl aufs Tor zu; einmal hielt Bernd Brückler, beim zweiten Mal war die Scheibe nach kurzem Gestocher schon drin, wurde aber nach Videobeweis nicht gegeben. Glück für die Salzburger, die jetzt aber anfingen, mehr Druck auszuüben und Adam Munro mehrmals prüften. Der aber war bestens aufgelegt und entschärfte auch in Unterzahl einige sehr gute Möglichkeiten der Salzburger. Es ging mit dem 2:3 aus Sicht der Hausherren, die jetzt stärker wurden, zum zweiten Mal in die Kabinen.

In den ersten Minuten des Schlussdrittels spielten fast nur die Salzburger aus Gästetor, doch wieder waren es die Ungarn, die nach einem Konterangriff quasi mit dem ersten Angriff in diesem Drittel auf 4:2 ausbauten. Diese Effizienz fehlte den Salzburgern, die nun hektisch wurden. Zwischendurch hielt Bernd Brückler nach einem Sololauf eines gegnerischen Stürmers das 2:4 fest, doch in der 53. Minute schlugen die Ungarn noch einmal zu und stellten die Vorentscheidung her. Die Red Bulls versuchten alles, warfen alles nach vorn, und zweieinhalb Minuten vor Schluss verkürzte Thomas Raffl im Powerplay und ohne Goalie, das Gleiche gelang eine Minute später auch Andreas Kristler bei 6 gegen 5 Feldspielern. Sogar der Ausgleich lag noch in der Luft, doch der sollte nicht mehr fallen, und so blieb es bei der dritten Heimniederlage der Red Bulls in dieser Saison gegen SAPA Fehérvár AV19.

ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA | ZWISCHENRUNDE
EC Red Bull Salzburg – SAPA Fehérvár AV19 4:5 (2:2, 0:1, 2:2)
Tore: DiBenedetto (18./PP), Cullen (18./PP), Raffl (58./PP), Kristler (59.) resp. Novak (15.), Sofron (19.), Kovacs (25.), Benk (44.), Metcalfe (53.)

Stürmer Thomas Raffl war ratlos, gab sich aber kämpferisch: „Ich habe keine Erklärung für diese Niederlage, die Chancenauswertung war einfach brutal schlecht. Ich bin auch mit mir selbst total unzufrieden. Es wird allerhöchste Zeit, das Potential endlich auf dem Eis umzusetzen. Das werden wir am Dienstag auch gegen Innsbruck brauchen.“ Head Coach Pierre Pagé kritisierte einige Spieler, „obwohl sie heute bereit waren, und wir hatten so viele Chancen. Aber auch bei den Gegentoren haben wir unsere Hausaufga-ben nicht gemacht. Dennoch bin ich mir sicher, dass wir die Play-offs schaffen. The leaders have to stand up!“

In zwei Tagen müssen die Red Bulls nun zuhause punkten, wenn die Innsbrucker Haie zu Gast in der Salzburger Eisarena sind. Das ist zugleich das letzte Heimspiel bis zum 13. Februar, da die Erste Bank Eishockey Liga aufgrund des 4. IIHF Breaks nach dem Auswärtsspiel der Red Bulls am Donnerstag in Znojmo eine Pause einlegt.
 

Verteidiger Danny Richmond soll Defense der Red Bulls verstärken
Die Red Bulls haben sich in der vorentscheidenden Phase der Meisterschaft noch einmal verstärkt und freuen sich auf Verteidiger Danny Richmond. Der 28-jährige US-Amerikaner hat in der laufenden Saison beim finnischen Erstligaclub Pelicans (Lahti) 38 Spiele absolviert und dabei 16 Scorerpunkte erzielt. In den Jahren davor stand der NCAA-Champion (2003) bei 480 Spielen (!) in verschiedenen AHL-Vereinen sowie in 49 Spielen bei den NHL-Vereinen Carolina Hurricanes und Chicago Blackhawks seinen Mann. Der EC Red Bull Salzburg und Danny Richmond haben die Zusammenarbeit bis zum Ende der Saison vereinbart. Danny Richmond ist heute Vormittag in Salzburg eingetroffen und wird morgen das Training mit der Mannschaft aufnehmen.

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