EC Red Bull Salzburg - News

Red Bulls unterlagen zu Jahresbeginn trotz „Dauerfeuer“ in Jesenice

Matthias Trattnig in Jesenice

Mit einem wieder deutlich aufgefüllten Kader begann der EC Red Bull Salzburg das neue Jahr in der Erste Bank Eishockey Liga in Jesenice. Doug Lynch und Jeremy Williams waren von ihrem Spengler Cup-Ausflug zurückgekehrt, und Andreas Kristler, der sich beim Red Bulls Salute am Knie verletzt hatte, gab sein Comeback. Somit heute nicht dabei waren nur mehr die beiden Rekonvaleszenten Daniel Welser und Manuel Latusa sowie Robbie Earl, der erst gestern mit dem HC Davos Dinamo Riga im Finale mit 3:2 besiegte und damit seiner persönliche Erfolgsliste nach dem Triumph beim Red Bulls Salute nun auch noch den Gewinn des Spengler Cups hinzufügen darf. 

In Jesenice war es Salzburgs Kapitän Matthias Trattnig, der mit einem sehenswerten Kracher von der blauen Linie für die erste Neujahrsführung sorgte. Aber nur kurze Zeit später glich der Gastgeber nach einem Gestocher vor dem Gehäuse von Torhüter Josh Tordjman aus, und danach entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem dennoch die Red Bulls deutlich mehr Möglichkeiten im ersten Abschnitt hatten. Markus Schlacher hatte u.a. die neuerliche Führung auf dem Schläger, traf frei vor dem starken slowenischen Schlussmann Gasper Kroselj aber nicht. Das machten die Slowenen besser, die holten sich im zweiten Abschnitt nach einem Powerplay-Treffer erstmals die Führung und gaben diese in der Folge nicht mehr ab, obwohl sie nun noch mehr unter Druck kamen. Die Salzburger stürmten, was das Zeug hielt, fanden aber immer wieder in Kroselj ihren Meister und trafen dabei auch in Überzahlsituationen nicht.

Das blieb auch im dritten Abschnitt so. Die Red Bulls griffen an, Jesenice zog sich in die Defensive zurück und machte hinten dicht. Dabei ergaben sich einige Kontermöglichkeiten, in denen auch Josh Tordjman weiterhin gefordert war. Am Ende wurde es noch einmal hitzig, und da Jeremy Williams kurz vor Schluss noch eine 2-Minuten-Strafe kassierte, konnten die Red Bulls auch den möglichen Vorteil mit einem zusätzlichen Feldspieler anstelle des Goalies kaum in Anspruch nehmen. Und so gewann Jesenice schließlich mit 2:1 in einem Spiel, in dem die Red Bulls ein vielfaches an Torschüssen verzeichneten. Was neuerlich zeigt, dass ein starker Goalie – wie in dem Fall der von Jesenice – Spiele entscheiden kann und dass auch ein Tabellenschlusslicht immer gefährlich bleibt. Kleiner Trost: da Zagreb heute spielfrei hatte, bleiben die Red Bulls in der Tabelle auf dem zweiten Platz.

ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA
HK Acroni Jesenice – EC Red Bull Salzburg  2:1 (1:1, 1:0, 0:0)
Tore: Dolinsek (6., 27./PP) resp. Trattnig (3./PP)

Ohne Pause geht es in der kommenden Woche weiter, die Red Bulls bestreiten in der Erste Bank Eishockey Liga wieder drei Spiele. Dienstag ist Ljubljana zu Gast in der Salzburger Eisarena, Freitag geht es nach Znojmo, und Sonntag erwarten die Salzburger wieder daheim die Gäste aus Klagenfurt.

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