EC Red Bull Salzburg - News

Starker Heimauftritt der Red Bulls gegen Tabellenletzten Jesenice

Torschütze Jeremy Williams vor Jesenices Tor

Im letzten Spiel der Erste Bank Eishockey Liga vor dem Red Bulls Salute in der kommenden Woche tankte der EC Red Bull Salzburg in Bestbesetzung (ohne Erik Reitz) noch mal richtig Selbstvertrauen. Das Tabellenschlusslicht HK Acroni Jesenice kam nur mit drei Linien nach Salzburg und hatte schon im ersten Abschnitt Mühe, dem Tempo der Red Bulls zu folgen. Die trafen erstmals in der neunten Minute, als der Querpass von Kevin Puschnik von einem slowenischen Verteidiger ins Tor gelenkt wurde. Fünf Minuten später traf Danny Bois mit einem strammen Schuss aus Halbdistanz, Thomas Raffl im Powerplay und Ryan Kavanagh mit einem Blueliner sorgten in der 18. Minute mit einem Doppelschlag für die verdiente 4:0-Pausenführung. Die Gäste konnten Salzburgs Schlussmann Josh Tordjman kaum fordern und verschafften sich nur über gelegentliche Entlastungsangriffe etwas Luft.    

Zu Beginn des zweiten Abschnitts verkürzte Jesenice kurz nach dem Ende eines Powerplays und hatte gleich darauf noch einmal den numerischen Vorteil. Dann übernahmen wieder die Salzburger, und Andreas Kristler, der lange auf seinen ersten Treffer bei den Red Bulls warten musste, traf nach schöner Einzelaktion mit seinem dritten Saisontor zum 5:1-Zwischenstand und später auch noch die Querstange. Die Red Bulls drückten weiter wie im ersten Drittel, erarbeiteten sich eine Vielzahl an Chancen und zeigten tolle Spielzüge. Das sechste Tor fiel dennoch erst kurz vor der zweiten Pause, als Brent Aubin im Powerplay einen Verteidiger sehenswert ausspielte, auf Jeremy Williams passte und der nur noch einnetzten musste. Damit war auch der slowenische Torhüter Gasper Kroselj, der nach 20 Minuten für seinen glücklosen Kollegen Michal Fikrt übernommen hatte, schon zweimal geschlagen.

Auch im Schlussdrittel ließen die Salzburger spielerisch nichts anbrennen, wenngleich die Slowenen nun doch noch zweimal trafen. Aber die Red Bulls diktierten weiterhin das Geschehen, zeigten schöne Kombinationen und wurden teilweise schon zu verspielt in den Einzelaktionen. Den Zuschauern gefiel es trotzdem, hätten die Salzburger doch auch in diesem Drittel mehr als ein Tor – Robbie Earl fixierte das siebente Tor – machen können. Am Ende stand dann ein deutlicher 7:3-Sieg gegen die geschwächten Slowenen aus Jesenice, der auch in dieser Höhe mehr als verdient war.

Salzburgs Head Coach Pierre Pagé: „Die Jungs haben heute für Mark LeRose gewonnen. Unser amerikanischer Skating Coach wurde wegen Krebs operiert und hat jetzt eine schwere Zeit vor sich. Robbie Earl wird ihm morgen den von der Mannschaft signierten ‚winning puck’ ins Krankenhaus bringen.“ Mit dem heutigen Spiel war der 63-jährige Kanadier zufrieden: „Wir sind schon auf nächsten Freitag fixiert, wenn es im Red Bulls Salute gegen Pardubice geht. Das hat man heute gesehen, auch wenn wir uns gegen die Tschechen noch weiter verbessern müssen. Aber die Stimmung im Team ist gut, ab jetzt läuft der unmittelbare Countdown auf das Turnier.“  

ERSTE BANK EISHOCKEY LIGA
EC Red Bull Salzburg – HK Acroni Jesenice  7:3 (4:0, 2:1, 1:2)
Tore: Puschnik (9.), Bois (14.), Raffl (18./PP), Kavanagh (18.), Kristler (27.), Williams (40./PP), Earl (53.) resp. Dolinsek (22.), Brus (47., 59.)

Interessierte Zuschauer der heutigen Begegnung waren auch die neuen Spieler Akim Aliu, Tyler Redenbach und Marty Turco – „Ich fühle mich topfit und bin hergekommen, um zu gewinnen!“ – die bei den Red Bulls in der kommenden Woche die österreichischen Nationalspieler (Freundschaftsturnier in Klagenfurt) beim Red Bulls Salute ersetzen werden. Der 36-jährige Torhüter Marty Turco und Tyler Redenbach sind heute in Salzburg angekommen und werden morgen Vormittag gemeinsam mit Akim Aliu erste Bekanntschaft mit dem Salzburger Eis machen, während ein Großteil der Bundesligamannschaft morgen einen freien Tag einlegt. 

In der kommenden Woche legt die Erste Bank Eishockey Liga also wieder eine „verordnete“ Pause ein, das dritte IIHF International Break der Saison bietet wieder Gelegenheit, sich internationalen Vergleichen zu stellen. Das machen wie oben bereits angesprochen auf Clubebene auch die Red Bulls, die von 16.-18. Dezember 2011 in Salzburg und Wien mit dem Red Bulls Salute, dem Finalturnier der European Trophy, ihren internationalen Höhepunkt der laufenden Saison bestreiten. In der Erste Bank Eishockey Liga geht es erst wieder am 20. Dezember 2011 mit dem Heimspiel gegen Tabellenführer Linz weiter.

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