Stefan Gimpl ©Joy - Gimpl

Stefan Gimpl ist dreifacher Air&Style-Gewinner. Seit Dezember ist der Leoganger Buchautor und Verleger. Am 11. Februar wird er als Jury-Mitglied bei Red Bull Shr3d über Sieg oder Niederlage der Teilnehmer entscheiden. Wir trafen ihn vorher zum Gespräch.

Worauf achtet ein Snowboarder bei einem Video?
Als Snowboarder achtet man vor allem auf das sprung- und fahrtechnische Können im Video. Außerdem sieht man sich auch selbst ein bisschen in die jeweiligen Situationen hineinversetzt und springt sozusagen im Gedanken mit.

Worauf achtet ein Juror bei einem Video?
Neben dem snowboardtechnischen Können kommen hier auch noch die filmerischen Fähigkeiten zum Tragen. Kameraführung, Verwendung des Lichts, Storyline, Abwechslung, Kreativität usw.

Man kennt dich hauptsächlich vom Air & Style und Weltcup-Bewerben. Hat man dich schon in dem einen oder anderen Video gesehen?
Lang ist es her. Ich war zwei Jahre bei den Produktionen von Absinthe-Films dabei. Bei „Pop“ und „Saturation“ bin ich mitgefahren. Danach auch bei einigen anderen europäischen Produktionen und Werbevideos für meine Sponsoren.
Einige Auschnitte könnt ihr euch hier ansehen.

Du hast im Dezember dein erstes Buch auf den Markt gebracht. Wie kamst du auf die Idee, Autor zu werden?
Die Idee, einen Bildband zu machen, kam mir vor sieben Jahren. Als Hobbyfotograf wollte ich so etwas schon immer veröffentlichen. Im letzten Jahr ist aus den Bildunterschriften mehr geworden und dann eine zusammenhängende Geschichte mit Anfang und Ende. Es ist einfach so passiert.

"Joy - Mit dem Snowboard um die Welt" ist zu 100 Prozent  dein Produkt. Was war die schwierigste Aufgabe als Autor/Fotograf/Verleger?
Es war schon schwierig, den Text in Verbindung mit den Fotos zu stellen und umgekehrt. Da ich kein Konzept oder ähnliches hatte, gab es kreuz und quer Texte und Bilder. Ich habe deshalb versucht, quasi ein geordnetes Chaos zu schaffen .

Hat man als Fotograf automatisch ein Gespür fürs Filmen`?
Die Kameraführung beim Filmen ist doch um einiges anders als beim Fotografieren. Aber ein Gespür für den Bildausschnitt bekommt man wahrscheinlich. Und natürlich ist man auch ein bisschen geübter beim Beurteilen und vorteilhaften Setzen der Lichtverhältnisse.

 


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