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Info Benjamin
Schon in seiner Kindheit tat sich Benjamin Karl in seiner noch jungen Snowboard-Karriere hervor und demonstrierte sein beachtliches Talent. Mit zehn Jahren stand für den heutigen Profi fest, dass er seinen künftigen Weg ausschließlich als Alpin-Snowboarder bestreiten wird. Doch dieser Weg wurde 1995 beinahe durch einen Unfall, bei dem er sich drei Brustwirbel brach, beendet. Nach langer Bettruhe und intensivem Aufbautraining konnte das Ausnahmetalent jedoch noch im selben Jahr den Landescup für sich entscheiden.
Als Schüler besuchte er die Skihandelsschule in Schladming und holte sich dort in den Disziplinen Parallelslalom (PSL) und Parallelriesenslalom (PGS) den Feinschliff für seine künftigen Erfolge. Sein Weltcup-Debüt feierte er im Januar 2004 und konnte bis zum Saisonende zwei zweite und einen dritten Platz erzielen. Schon in der darauf folgenden Saison 2004/05 sorgte er für sportliche Sensationen. Neben dem österreichischen Staatsmeistertitel im Parallelslalom, sicherte sich der damals 19-jährige nicht nur den Juniorenweltmeisterschaftstitel im Parallelriesentorlauf, sondern ging zusätzlich als Gesamtsieger im Europacup hervor.
Seit 2008 geht es mit dem Wahl-Lienzer – der Liebe wegen zog der Flachländer in die Berge – besonders rasant bergab, was sich direktproportional auf seine Erfolge auswirkt: Mit erst 22 Jahren entschied er 2008 den Gesamtweltcup für sich. Die wohl noch größere Sensation lieferte der gebürtige Niederösterreicher jedoch während der Weltmeisterschaften 2009 in Gongwon (Südkorea). Sechs Wochen vor der WM brach sich „Herr Karl“ das Sprungbein, der Start war die längste Zeit in Frage gestellt. Eine lange Trainingspause und einen raschen Heilungsprozess später, gaben die Ärzte jedoch grünes Licht und der Snowboardprofi holte sich überraschend und in beeindruckender Manier sein erstes Weltmeistergold im Parallelslalom. Die Olympiasaison 2009/10 beendete er mit einer Silbermedaille und dem erneuten Gesamterfolg im Weltcup.
2011 konnte Karl bei der WM im spanischen La Molina dann nicht nur seinen Titel im Slalom verteidigen - mit einem weitern Sieg im Riesenslalom krönte er sich gar zum Doppel-Weltmeister. Der Niederösterreicher hat im August 2011 seine Freundin Nina Grissmann, die Tochter von Werner Grissmann, geheiratet und ist seit Juni 2012 Vater einer Tochter.
Sollte der James Bond-Fan mal gerade nicht über die Pisten carven, findet man ihn bei anderen extremen sportlichen Aktivitäten. „Auf die Mischung aus Nervenkitzel und Natur kommt’s an“ und so kann er sich besonders für Sportarten wie Klettern, Bergsteigen, Canyoning und Mountainbiken begeistern. In letzterer ist der gebürtige Niederösterreicher auch ziemlich erfolgreich. Sei es KitzalpBike, bei dem er den zweifachen Österreich-Rundfahrtssieger Gerrit Glomser schon mal hinter sich lässt oder auch der legendäre Red Bull Dolomitenmann, auf die Muskelkraft und Ausdauer des professionellen Wintersportlers ist auch im Sommer Verlass!