BMX Race (c) Mark Watson/Red Bull Content Pool

Schluss mit Vorurteilen: Die Olympischen Spiele in London haben BMX Race und BMX Freestyle miteinander versöhnt. Das findet zumindest unser Redakteur Kay Beutling. Er erklärt uns, warum das so ist und will sich demnächst einen Race-Bewerb live anschauen.

London hatte in der Tat gute Rennen zu bieten! Dank Livestream konnte man eigentlich alle Wettkämpfe sehen. Seeding Runs und die Finals waren ein Augenschmaus! Die Fahrer ballerten im wahrsten Sinne des Wortes eine riesige Anfahrtsrampe runter und feuerten sich dann direkt und wie von der Tarantel gestochen über die ersten Doubles bis es dann durch die Steilkurven und Waschbretter bis ins Ziel ging.

Wie bereits im Artikel BMX freestyle vs. BMX Race: Cool gegen Uncool beschrieben, gibt es doch schon mal das eine oder andere Vorurteil von Freestyle BMXer gegenüber den Racer. Spätestens nach dem olympischen Rennen sollten diese Vorurteile aus der Welt geräumt sein. Für meinen Dunstkreis gilt das allemal. So fand ich mich Freitagabend in einer gemütlichen Runde auf dem Sofa eines Freundes wieder, der Fernseher war an einen Laptop angeschlossen und es dauerte nicht lange bis alle mit offenen Mündern sprachlos auf die Glotze starrten. Jemand hatte die Wiederholung des olympischen Halbfinales der Männer auf den Flatscreen gebracht.

Die Meinung über die Racer wurde schlagkräftig aufgehoben. Sofort vielen Begeisterungsausdrücke wie: „Junge, was sind das für harte Säue!“ oder „Alter, ich würde nicht mal über den ersten Hügel kommen.“ Im Finale ging es dann noch mal richtig nach vorne. Während des Rennens konnte man sogar den ein oder anderen angetäuschten Eurotable erkennen. Beim Race ist es strengstens verboten einen Trick über die Hügel zu machen, daher bedeuten die kleinen Eurotables schon ein weites Rauslehnen aus dem Fenster für die Fahrer, aber für die Zuschauer sind sie schön anzusehen.

Ich bin schon gespannt auf das nächste Rennen, entweder gucke ich mir dieses in digitaler Form an oder ich fahre sogar selber hin! Die Ränge in London waren gut gefüllt und die Tribünen waren jetzt nicht gerade Schützenfestgröße, eher Arenagröße! Man soll auch den ein oder anderen Prominenten wie David Beckham auf den Tribünen gesehen haben. Das Interesse an diesem Sport ist also wieder ganz groß und das zu recht! Jetzt liegt es eigentlich nur an den Verbänden dem Sport BMX Race wieder zum Glanz vergangener Tage zu verhelfen.

Übrigens, während der Rennen fuhren ein paar Freestyle-Fahrer wie Ben Hennon und Kye Forte Shows für die Zuschauer! In London wurde auf jeden Fall ein weiterer Schritt in die richtige Richtung gemacht!


Der Autor Kay Beutling


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