Tom Pages (c) Christian Pondella/Red Bull Content Pool

Double Backflips, Frontflips, Body Varials – so klingt die Gegenwart im Freestyle Motocross. Aber wie sieht die Zukunft aus? Dafür muss man die Vergangenheit kennen. Klingt philosophisch, ist aber etwas Wahres dran. Redakteur Tobias Take wagt einen Blick zurück nach vorn und stellt fest, dass Mut beim FMX nicht ganz unwichtig ist.

Freestyle Motocross ist weltweit in aller Munde. Skateboarder, BMXer, die ganze Actionsportszene zollen den FMXern Respekt. Events wie die X Games und die Red Bull X-Fighters sorgen für eine immense Aufmerksamkeit. Aber woher kommt FMX und wohin geht die Reise?

Die Wurzeln des Freestyle Motocross, kurz FMX, liegen in den USA. FMX hat sich aus dem klassischen Motocross (MX) entwickelt und wird auf leicht modifizierten MX-Maschinen betrieben. Mitte der 90er-Jahre hatten einige amerikanische Pro-Racer genug vom strengen Racing, sie wollten Spaß und sie wollten wissen, was außer Rundendrehen noch mit einem MX-Bike möglich ist.

Also hieß es: runter vom Track und ab in die Wüste Kaliforniens. FMX-Helden wie Mike Metzger, Brian Deegan und Carey Hart gingen Freeriden, hatten Spaß und entwickelten eine vollkommen neue Sportart: Freestyle Motocross. Die ersten Tricks wurden größtenteils vom BMX adaptiert, aber schon bald trieben Fahrer wie Travis Pastrana (damals 12 Jahre alt) und Mike Metzger die Evolution des FMX voran. Freestyle Motocross wurde zu einer Bewegung und war nicht mehr aufzuhalten. 1999 wurde FMX als eigenständige Disziplin bei den X Games eingeführt und dadurch medial populär. Im Jahr 2000 setzte Carey Hart den ersten Backflip auf Dirt, damals unfassbar. Sechs Jahre später zeigte Travis Pastrana der Welt bei den X Games den Double Backflip, einen doppelten Rückwärtssalto. Tony Hawk und sämtlichen Actionsportgrößen fiel vor Ort die Kinnlade runter. Diese Jungs haben Mut!

Und heute? Mittlerweile ist es fast unmöglich, einen FMX-Contest ohne einen einzigen Backflip zu gewinnen. Dass es dennoch geht, zeigte der französische FMXer Tom Pagès bei den Red Bull X-Fighters in Glen Helen. Tom zog ohne einen einzigen Flip ins Finale ein. Warum kein Flip? Pagès hatte in der Vergangenheit superharte Flip-Variationen gezeigt, sich dann aber gegen den Flip entschieden, weil er sich dabei nicht mehr wohlfühlt. Sein Run in Glen Helen war voller Energie und eben ein bisschen anders! Sicher kann man die Evolution nicht aufhalten und Tom wird es zukünftig schwer haben, dieses Ergebnis zu wiederholen, aber eins hat er mit seiner Performance in Glen Helen bewiesen: Mut! Die Vergangenheit und die Zukunft des FMX!

 



Die FMX World im Internet

Redakteur Tobias Take


 


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