Josef Meier Lausitz

Josef Meier, geschäftsführender Gesellschafter der EuroSpeedway Verwaltungs GmbH, im Interview: über das Red Bull Air Race in der Lausitz, den Fan-Ansturm und die Faszination, ein Rennen live zu erleben.

Herr Meier, die „Formel 1“ der Lüfte kommt erstmals auf den EuroSpeedway Lausitz. Was bedeutet das für Sie als Rennstreckenbetreiber und für die Region?
Josef Meier: Mit dem Red Bull Air Race haben wir uns das schönste Geschenk zum 10. Jubiläum der Strecke selbst gemacht. Wir freuen uns sehr, dass es uns schon im zweiten Jahr nach unserem Antritt als neue Betreibergesellschaft gelungen ist, ein absolutes Top-Event an die Strecke und in die Region zu holen. Der EuroSpeedway Lausitz gehört zu den ausgewählten Orten, an denen das Red Bull Air Race 2010 stattfindet und ist damit in einer Liga mit Austragungsorten wie New York, Abu Dhabi oder Perth wieder. Mit dem Red Bull Air Race bietet der EuroSpeedway Lausitz den Motorsportfans ein Event der absoluten Spitzenklasse und erhält gleichzeitig weltweite Aufmerksamkeit – das gilt natürlich auch für die gesamte Region.

Wird auch die regionale Wirtschaft profitieren?
Das wird sie – das beginnt beim Bedarf von regionalen Arbeitskräften und Handwerksfirmen bei den Vorbereitungs- und Aufbauarbeiten und reicht bis hin zu den Übernachtungsbuchungen der kompletten Red Bull Air Race-Crew und der Besucher sowie der Nutzung von Freizeitangeboten. Denn viele der Besucher, die einen weiteren Anreiseweg haben, werden nicht nur für das Rennen an sich in unsere Region kommen, sondern auch noch den einen oder anderen Tag dran hängen, wenn die Angebote stimmen.

Was macht für Sie die Faszination von Red Bull Air Race aus?
Bevor wir das Red Bull Air Race an den EuroSpeedway Lausitz geholt haben, habe ich mir das Event im Vorjahr zwei Mal live angeschaut – in Budapest und in Barcelona. Es ist eine absolut tolle Veranstaltung und ein echtes Erlebnis zu sehen, wie die Piloten mit knapp 400 km/h den eng abgesteckten Kurs durchfliegen. Beim Red Bull Air Race auf dem EuroSpeedway Lausitz kommt dann zusätzlich zu dieser Faszination noch hinzu, dass die Veranstaltung erstmalig auf einer permanenten Rennstrecke stattfindet und die Besucher die Möglichkeit haben die Piloten und ihre Teams die ganze Zeit zu verfolgen, weil wir das einzige Rennen der Serie sind, bei dem Race Airport und Parcours auf einem Areal liegen.

Sie erwarten über 100.000 Besucher. Ist die Anlage einem solchen Ansturm gewachsen?
Selbstverständlich kann der EuroSpeedway Lausitz diese Anzahl sehr gut bewältigen. Die Anlage ist für solche Großveranstaltungen konzipiert, hat das entsprechende Fassungsvermögen und auch die Voraussetzungen hinsichtlich der Parkplätze und der Infrastruktur. Diese Dinge zu gewährleisten ist natürlich eine Grundvoraussetzung, um die Veranstalter eines solchen Events überhaupt davon zu überzeugen, die Veranstaltung bei uns stattfinden zu lassen. Aber der EuroSpeedway Lausitz ist in diesem Bereich wirklich sehr gut aufgestellt. Daher hat er auch den Zuschlag für das Rennen erhalten und sich gegen namhafte Mitbewerber durchgesetzt.

Ihre Rennstrecke feiert im August das zehnjährige Bestehen. Sie führen seit eineinhalb Jahren die Geschäfte. Wie fällt Ihre Bilanz für diese Zeit aus?
Uns ist es gelungen, in dieser kurzen Zeit namhafte zusätzliche Veranstaltungen an den Lausitzring zu holen – wie den Shell Eco-marathon und natürlich das Red Bull Air Race. Gerade mit Letzterem wird es uns in diesem Jahr auch gelingen, die Zuschauerzahl noch einmal deutlich zu erhöhen. Alles in allem schauen wir also zufrieden auf die letzten anderthalb Jahre zurück.

www.redbullairrace.com
www.eurospeedway.de
 


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