Red Bull District Ride 2011

Red Bull District Ride: Spektakuläre Jumps durchs Rathaus-Fenster

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Es wird das beste Teilnehmerfeld aller Zeiten: Beim Red Bull District Ride in Nürnberg treten 25 der erfolgreichsten Mountainbiker der Welt gegeneinander an. Nach 2005 und 2006 kommt es nämlich zur dritten Auflage des Freeride-Events: Über einen spektakulären Parcours kämpfen sich die Fahrer wieder kreuz und quer durch die Innenstadt, zeigen irre Jumps und feinste Tricks. 40.000 begeisterte Zuschauer waren beim letzten Mal dabei. Wie viele sind es diesmal?

Es wird schmutzig. Richtig schmutzig. Da kennen die Strecken-Designer keine Gnade. Der Dreck spritzt auf, wenn die Rampen rufen. Wenn die Stars der Moutainbike-Szene über die steilen Hügel jagen, heftig in die Pedale treten. Hoch und runter geht die wilde Fahrt, und als wäre das Ganze nicht schon Adrenalin pur – zeigen die Fahrer auf ihren Bikes quer in der Luft noch die akrobatischsten Stunts. Beim Red Bull District Ride dürfen die Zuschauer in Nürnberg alles das vom Feinsten erleben, was die weltbesten Fahrer auf zwei Rädern alles können und beherrschen. Los geht es mit dem Best Trick-Wettbewerb am Freitag ab 18 Uhr, das große Finale steht am Samstag ab 15 Uhr mit dem Rennen durch die gesamte City an. Und das alles bei freiem Eintritt.

Dass es eine abgefahrene Strecke wird, dafür hat einer der besten seiner Zunft höchstpersönlich gesorgt: US-Boy Aaron Chase war Designer des Parcours. Er kennt die Nürnberger City selbst perfekt, schließlich war er Gewinner des Rennens bei der Premiere in 2005. Und er verspricht für dieses Mal: „Die Strecke wird noch spektakulärer als in den Vorjahren. Das Level der Fahrer ist weitaus höher als vor fünf Jahren, daher haben wir auch die Strecke extremer gestaltet: Von den Technikparts bis hin zu den Sprüngen. Allen voran der Burg Drop fällt höher denn je aus. Und fast überall rauscht der Fahrer nur Zentimeter entfernt an den Zuschauern vorbei.“ Die knapp ein Kilometer lange Strecke ist unterteilt in sechs unterschiedliche Districts. Der Startschuss fällt beim Burg Drop: Von der Kaiserburg springen die Fahrer metertief ins rund zwei Minuten lange Rennen. Im Street District sind technische Fertigkeiten gefragt, im Box District und Ramp District wiederum Sprungkraft und Mut. Genügend Matsch liegt wie gesagt auch schon auf der Strecke: In der Nähe des Alten Rathauses geht es durch den Dirt District. Die finalen Meter nehmen die Fahrer im Best Trick District auf dem Marktplatz in Angriff – wo unter dem frenetischen Jubel der Massen der mit Abstand längste Sprung und ein Jump direkt durch das Rathaus-Fenster wartet.

Und wer wird am Ende die Nase vorne haben? Die Experten erwarten ein enges Finish, und auch Chase glaubt: „Es wird das beste Teilnehmerfeld aller Zeiten und Events rund um den Globus am Start sein. Schwer, da einen Favoriten zu nennen. So oder so: Kurs und Rennen werden in die Geschichte eingehen.“ Mit dabei ist natürlich auch Brandon Semenuk: Der Kanadier steht bereits als Champion der FMB World Tour, die in Nürnberg ihr furioses Finale feiert, fest. Sein großes Ziel lautet: Mit fünf Siegen und einer perfekten Bilanz sich die Krone aufsetzen. Der US-Amerikaner Cameron Zink, Nummer zwei der Rangliste, will ihm diesen Spaß verderben. Freude dürfte auch der absolute Newcomer des Jahres bereiten: Der Kanadier Anthony Messere hat mit seinen gerade mal 15 Jahren die Szene mächtig aufgewirbelt und liegt auf Platz sechs der FMB World Tour. Und auch die Altstars Darren Berrecloth (Kanada), Cameron McCaul oder Kyle Strait (beide USA) lassen es sich nicht nehmen, bei diesem Event der Extraklasse anzutreten.

Zwei Freerider aus Deutschland sind in Nürnberg auch am Start: Amir Kabbani aus Boppard und Simon Kirchmann aus Köln. Kurios: Der 22-Jährige Kabbani begann seine Prodi-Karriere vor fünf Jahren, als er für den Red Bull District Ride 2006 eine Wildcard gewann. Der aktuelle Elftplatzierte der FMB World Tour kann es kaum erwarten, sich dem heimischen Publikum zu präsentieren. Und wer weiß, vielleicht steht er ja am Ende ganz oben auf dem Treppchen. „Ich hoffe auf ein gutes Resultat. Einen Favoriten habe ich nicht wirklich. Ich finde es super, dass die Districts so unterschiedlich sind und von allem was dabei ist. Es wird sicher wieder eine Killer-Atmosphäre.“ Mehr kann man nicht hinzufügen.

Wer es nicht schafft vor Ort zu sein, kann das Rennen komplett live unter www.redbulldistrictride.de mitverfolgen.

 


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