Das Matterhorn ruft: Alles, was du wissen musst

Red Bull TV begleitet die Rettungsmannschaft der Air Zermatt. Wir haben Details zur Doku „The Horn“.
Die wunderschöne Landschaft des Matterhorn © Original Media
Von Steve Root / Astrid Heinz

Die Ärzte, Sanitäter und Alpinisten der Air Zermatt: Sie sind 365 Tage im Jahr da, um Leben zu retten. In ihrem 2.000 Quadratkilometer großen Einsatzgebiet, rund um das Schweizer Matterhorn, riskieren sie ihr Leben, um anderen zu helfen.

Grund genug für Red Bull TV, diesem Team mit „The Horn“ eine eigene Doku-Serie zu widmen. Sechs Episoden lang gewähren diese Helden des Alltags Einblicke in ihre Arbeit und hinter die Kulissen. Wir präsentieren dir heute die spannendsten Zahlen und Fakten rund um das Matterhorn und die Air Zermatt.

Das Matterhorn

Die Lichter der Stadt Zermatt © Andrew Geraci

Höhe: 4.478 Meter

Form: Das Matterhorn ist der Berg der Berge – Mythos und Emblem für Alpinisten und Fotografen, das Wahrzeichen und Symbol der Schweiz. Es gibt keinen bekannteren Berg auf der Welt, dessen natürliche Form einer Pyramide so nahe kommt wie das Matterhorn.

Entstehung: Infolge tektonischer Verschiebungen näherte sich Afrika vor 100 Millionen Jahren Europa an. 50 Millionen Jahre später beginnen sich große Gesteinsgruppen zu verformen und zu falten. Aus den nach oben drängenden Gesteinsmassen entstand das Matterhorn.

Das Wetter spielt eine große Rolle bei Einsätzen © Andrew Geraci

Wetter: Durch die isolierte Lage und die enorme Höhe, herrschen am Matterhorn ganz eigene Wetterbedingungen. Das stellt die Retter oft vor enorme Herausforderungen. Dichter Nebel, böiger Wind und vereiste Helikopter-Rotoren zählen zu den größten Gefahren für die Retter.

Name: Der deutsche Name „Matterhorn“ ist aus dem Jahr 1682 erstmals überliefert. Der Name leitet sich vermutlich von der "Matte" ab, also der grasbewachsenen Talweitung unterhalb der Gornerschlucht, die heute fast komplett vom Dorf Zermatt ("zur Matt") bedeckt ist. In der Lokalbevölkerung wird der Berg auch "ds Hore" (= das Horn, Zermatter Dialekt) oder "ds Horu" (Oberwalliser Dialekt) genannt.

Erstbesteigung: 14. Juli 1865. Das Matterhorn war der letzte berühmte 4.000er, der bis dahin noch nicht erobert war. Die Erstbesteigung ist einem siebenköpfigen Team rund um den Briten Edward Whymper gelungen.

Ein Patient wird aus der eisigen Umgebung geholt © Original Media

Zahl der Bergsteiger heute: Rund 2.000 pro Jahr

Zeit bis zum Gipfel: Früher brauchte man rund zwei Tage, heute sind es bei guten Bedingungen acht bis zehn Stunden.

Gefährliche Spalten: Das Matterhorn und seine Gletscher sind mit zahlreichen, tiefen Spalten durchzogen. Oft sind diese mit Schnee bedeckt und eine unsichtbare Gefahr für Bergsteiger und Skifahrer.

Aberglaube: Früher dachte man, dass böse Geister am Berg ihr Unwesen treiben. Heute hat man einen wissenschaftlichen Zugang zu Lawinen und Felsstürzen. Das macht es aber nicht weniger gefährlich.

Tierische Fakten: Geschätzt 1.000 Murmeltiere leben in der Region rund um Zermatt. 1950 soll „Matt“, die Hauskatze vom Belvedere Hotel, den Gipfel erobert haben. Sie schlich sich mit einer Gruppe Bergsteiger aus dem Haus und erwartete diese bereits bei ihrer Ankunft am Gipfel.

Air Zermatt

Air Zermatt machen tausende Heli-Einsätze pro Jahr © Original Media

Rettungsflüge pro Jahr: 1.600 bis 1.700

Einsatzgebiet: 2.000 Quadratkilometer

Anzahl an Helikoptern: 9

Die Hubschrauber werden regelmäßig überprüft © Andrew Geraci

Piloten: 6 Vollzeit-Mitarbeiter und 5 Freelancer, 5 Fluglehrer

Rettungssanitäter: 7

Flightassistants: 16

Ingenieure/Techniker: 15

Die Rettungskräfte versorgen den Patienten

Administration/Call Center/Büro: 15

Ärzte: 32 im Schichtdienst

Rettungen per Seilwinde pro Jahr: Mehr als 500

Die Arbeitsutensilien der Air Zermatt © Andrew Geraci

Durchschnittliche Dauer pro Einsatz: Eine Stunde vom Anruf bis zum Saubermachen im Hangar

Die bis jetzt meisten Einsätze an einem Tag: 24

Nachtrettungen pro Jahr: 100 bis 140 (durchschnittlich jede dritte Nacht)

Die Air Zermatt fliegt Tag und Nacht © Andrew Geraci

Neugierig? Dann klick dich in den Trailer von „The Horn“:

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