Achtung, Durchsage: “Last Call for Mr. Paul”

Spät dran? Mach´ es wie Freerunner Jason Paul und verpasse keinen Flieger mehr.
Von Henner Thies

Salti vom Trolley, Flips über Rolltreppen oder ein gewagter Sprung aus der Gangway. Um einen bereits verpasst geglaubten Flug noch zu erwischen, lässt Jason Paul nichts unversucht. „Wenn ich am Flughafen ausgerufen werde, stelle ich mir vor, ich wäre in einem Videospiel gefangen“, erklärt Jason. „Meine persönliche Version von Mission Impossible.“ Inspiriert von Jackie Chan erreicht das deutsche Freerunning-Ass so fast immer das nächste Level... fast immer – Film ab!

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Und die Film-Crew?

„Die Filmemacher haben einen Wahnsinns-Job gemacht! Dieser Dreh war ein Balance-Akt zwischen dem, was wir uns vorgenommen haben und den Regeln, denen ein Flughafen mit seinen Sicherheitsauflagen unterliegt. Für unseren Video-Dreh mit seiner witzigen Story sind sie aber definitiv über einige Schatten gesprungen!“

Mit diesem Trick hatte Jason am meisten zu kämpfen:

„Die größte Challenge war es, seitlich in der Luft liegend an dem fahrenden Bus entlang zu rennen. Das war vom Timing her brutal schwer. Da haben wir einige Takes gebraucht, bis das Ding im Kasten war. Bis die Szene abgedreht war, wussten wir nicht, ob es überhaupt klappt. Am Ende haben wir auch diese Fantasie trotz Zeitdruck und schwindendem Sonnenlicht umgesetzt.“

Deshalb sind Flughäfen für Jason die reinsten Freerunning-Paradiese:

„Das Spannendste ist, dass Freerunning an Flughäfen im Grunde verboten ist. Eigentlich schade, weil man die spezielle Architektur, die ein Airport, vor allem der Flughafen München, mit sich bringt, als Freerunner hervorragend nutzen kann (lacht). Bisher habe ich an jedem Flughafen, an dem ich war, mindestens einen coolen Spot gesehen. Natürlich haben wir auch schon versucht, an Flughäfen rumzuspringen, aber da heißt es sofort: Schluss, sonst fliegt ihr raus!“

Das sagt Jason über den Dreh am Flughafen München:

„Wirklich großartig, dass sich die Lufthansa und der Flughafen München darauf eingelassen haben mit uns ein spaßiges Video zu produzieren. Trotz einiger 18-Stunden-Tage habe ich den Dreh total genossen. Das war für mich ein ganz besonderes Erlebnis. Wann kommt man als Freerunner schon mal in den Genuss, einen Flughafen wie den in München zu seinen Gunsten zu nutzen?“

Das sagt Jason zu seiner Hauptinspiration Jackie Chan:

„Eine große Herausforderung war, der Action einen roten Faden zu verleihen und die einzelnen Tricks logisch miteinander zu verbinden. Einer, der mich in Sachen Action und Verfolgungsjagden besonders inspiriert hat, ist Jackie Chan. Zur Vorbereitung auf den Dreh habe ich mir jeden seiner Filme angesehen – jeden!“

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