3 Jetmen fliegen in Formation mit 8 Alpha Jets

Video einer Weltpremiere: Das ist Luftakrobatik und Harmonie in Perfektion!
Von Dom Granger / Astrid Heinz

Nein, das ist kein neuer Hollywood-Blockbuster, sondern eine Weltpremiere aus dem echten Leben: Yves Rossy, Vince Reffet und Fred Fugen sind in Formation mit acht Alpha Jets der französischen Luftwaffe geflogen!

Film ab …

© AIRBORNE FILMS

Mit diesen Männern in Formation zu fliegen, war für uns eine fantastische Erfahrung.

Christophe Dubois, Staffelkapitän, Patrouille de France

Diese Leistung ist nicht nur ein beeindruckendes Spektakel, es zeigt auch die Fähigkeiten der Piloten und das Können der Jetmen. Wir haben Vince Reffet und Fred Fugen dazu befragt, was hinter solch einem gewaltigen Stunt steckt.

Einfach nur schön

Bilder wie dieses brauchen kein Photoshop © AIRBORNE FILMS

Was ist die größte Herausforderung, in Formation mit Jets zu fliegen?
VR: Es ist die Koordination. In so einer Konstellation sind wir noch nie zuvor geflogen. Da waren acht Alpha Jets, drei Jetmen, zwei Hubschrauber, die uns abgesetzt haben, noch zwei weitere Alpha Jets als Backup und ein Stuntflieger. Insgesamt waren also 16 Elemente in der Luft.

In welcher Entfernung zu den Jets seid ihr geflogen?
FF: Ein paar Sekunden lang waren es nur fünf Meter Abstand.

Eine Demonstration fliegerischen Könnens

Fünf Meter Abstand sind nicht viel … © AIRBORNE FILMS

Wie bereitet man sich auf so etwas vor?
FF: Wenn du zu fliegen beginnst, dann bist du einmal solo unterwegs. Der nächste Schritt ist die Formation mit zwei Leuten. Dann haben wir mit dem Heli geübt, der uns abgesetzt hat. Wir sind abgesprungen und mit etwa 185 km/h geradeaus geflogen, neben dem Hubschrauber. So haben wir die Präzision und die Formationen geübt. Der Unterschied zum Flug mit den Jets war dann die Geschwindigkeit. Wir sind mit rund 270 km/h geflogen. Für uns war das ziemlich schnell, für die Jets eher langsam.

Am Speed-Limit

Ein ungewöhnliches Bild © AIRBORNE FILMS

Seid ihr bei diesem Experiment an die Geschwindigkeits-Grenze gegangen?
FF: Die absolute Grenze für Jetman liegt etwa bei 278 km/h. Da gibt es dann aber absolut keinen Spielraum mehr. Wir sind mit 270 km/h geflogen und hatten dadurch noch Möglichkeit etwas zu beschleunigen, wenn nötig.

Keine gewöhnliche Formation

Die Jets mit ihren neuen, kleinen Brüdern © AIRBORNE FILMS

Wie hat alles begonnen?
FF: Wir haben den Direktor der Patrouille de France kontaktiert und als ehemaliger Skydiver hat er eine große Leidenschaft für solche Dinge. Er wusste auch schon einiges über das Jetman-Projekt und wollte unbedingt mit uns fliegen. Er hat alles organisiert und sich um alle Autorisierungen gekümmert.

Insgesamt sind wir zwei Tage lang miteinander geflogen. Am ersten Tag zwei Mal mit zwei Jets und am zweiten Tag dann zwei Flüge mit der ganzen Patrouille de France. Während der ersten Tests ist der Direktor sogar selbst eine der Maschinen geflogen.

Was kommt als Nächstes?
VR: Wir haben noch einiges vor, können aber noch nichts verraten. Nur so viel: Ein großes Projekt, das wir im Sommer verwirklich haben, kommt demnächst raus.
FF: Abgesehen davon, würden wir gerne mal ins Weltall.

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