Die 7 berüchtigsten Wellen auf diesem Planeten

Du denkst du bist furchtlos? Dann schau dir mal diese rollenden Giganten an!
Von Josh Sampiero / Astrid Heinz

Große Wellen sind ein großes Abenteuer. Das ist einer der Gründe, warum es das Red Bull Storm Chase gibt. Bevor die neue Saison startet, haben wir uns auf unserem Planeten umgesehen, nach den größten Wellen, die dich im Nullkommanix verschlucken (und hoffentlich danach wieder ausspucken).

Ours – Sydneys Fürchterliche

Location: Sydney, Australien
Angstfaktor: 8
Möglich? Fast nicht

Bekannt wurde der Spot vor allem durch die Bra Boys, die berüchtigte Surfgang aus Sidney. Ours war der Schauplatz des letzten Cape Fear Contests – für „normale“ Surfer ist es aber ein Ding der Unmöglichkeit diese Wellen zu reiten. Denn hier rollen kräftige Pazifik-Lines in eine Bucht, treffen dann auf eine superseichte Felskante und bauen sich mit atemberaubender Geschwindigkeit zu einer 10-Fuß-Slab auf, die ihre fette Lippe gierig nach vorne wirft.

Nelscott Reef – zu Besuch beim Großen Weißen

Diese Welle ist 1,6 km von der Küste entfernt © Richard Hallman/Red Bull Content Pool

Location: Oregon, USA
Angstfaktor: 7
Möglich? Wenn du es durch den Shorebreak schaffst …

Diese Welle schaut auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so furchteinflößend aus – immerhin paddelt hier gerade ein Kajaker. Was sich hier aber unter der Oberfläche tummelt, lässt uns die Haare zu Berge stehen. Nicht nur dass die Wellen hier rund 1,6 Kilometer weit von der Küste entfernt sind und das Wasser nur 10 Grad hat: Hier sind auch weiße Haie unterwegs …

Teahupo’o – die berühmteste Welle der Welt

Carlos Nogales in einer XXL-Welle auf Tahiti © Tim McKenna/Red Bull Content Pool

Location: Tahiti
Angstfaktor: 9
Möglich? Unwahrscheinlich

Teahupo’o bedeutet frei übersetzt so viel wie „Wand der Schädel“. Alles klar?

Am Strand von Teahupo´o trennt sich die Spreu vom Weizen. Denn die Wellen gelten zwar als die perfektesten, aber auch die gefährlichsten der Welt. Warum? Der Ozean ist hier unglaublich tief, das für die Wellbildung verantwortliche Korallenriff ist aber sehr seicht. Dadurch entstehen die kraftvollen, hohl brechenden Wellen. Einer der hier schon gesurft ist, ist der Big Wave-Jäger Jason Polakow.

Pedra Branca – Off-Shore-Monster in Down Under

Da kommt was auch dich zu … © The Construction Site

Location: Tasmanische See
Angstfaktor: 8
Möglich? Kommt drauf an, wie weit du gehen willst

26 nautische Seemeilen von der Küste entfernt, trifft man auf die Welle namens Pedra Branca. Noch nicht viele Surfer haben sich an dieses Monster herangewagt – der Australier Alastair McLeod war der erste, der diese Welle mit einem Segel bezwungen hat.

Was sagt er zur Pedra Branca? „Jeder der es probiert hat und gescheitert ist, musste gebrochene Beine, Bewusstlosigkeit oder gerissene Muskel in Kauf nehmen. In Wahrheit riskiert man sein Leben.“

Nazaré – Europas größte Surf-Bühne

Double Trouble © Daniel Deak Bardos/Red Bull Content Pool
Zaungäste des Spektakels © Hugo Silva/Red Bull Content Pool

Location: Nazaré, Portugal
Angstfaktor: 9
Möglich? Vielleicht, wenn du mutig genug bist

2011 hat der hawaiianische Höllenreiter Garrett McNamara hier sein großes Glück gefunden: In Form einer 24 Meter hohen Welle, aus der er den bis heute offiziell gültigen Weltrekord im Big-Wave-Surfen gezaubert hat. Seitdem ist der Spot die Surfattraktion schlechthin. Und von den Klippen aus kann man die Show aus sicherer Entfernung bewundern.

Jaws – das Original

Location: Maui, Hawaii
Angstfaktor: 6
Möglich? Eventuell …

Diese Megawelle vor der Nordküste von Maui, wurde in den 1990er Jahren offiziell von Windsurfern entdeckt. Es waren aber Männer wie Laird Hamilton, Dave Kalama und Darrick Doerner, die im Norden der hawaiianischen Insel Maui erstmals das von den Einheimischen Pe’ahi genannte Monster surften. Das war vor rund 25 Jahren – inzwischen hat sich das Tow-in-Surfen stetig weiterentwickelt. Dennoch bleibt dieser Spot bei guten Bedingungen so etwas wie die Blaupause für Big-Wave-Surfer: An solchen Tagen lässt es sich kaum einer der ganz Großen des Sports nehmen, hier die 20-Meter-Riesen zu bezwingen.

Die Wellen können Höhen von über 20 m an der Frontseite und Geschwindigkeiten von bis zu 48 km/h erreichen. Der Name Jaws (englisch für Kiefer, Rachen) passt also irgendwie.

Shipstern’s Bluff – der Mutant

Jetzt bloß keinen Fehler machen © Adam Gibson/Red Bull Content Pool

Location: Tasmanien, Australien
Angstfaktor: 10
Möglich? Wir raten dir es gar nicht erst zu probieren

Ein so gut wie nicht machbarer Drop und eine Tube, deren Stufen so berechenbar sind wie die Lottozahlen – noch Fragen? Vor der Südküste Tasmaniens findet sich mit Shipstern Bluff eine Welle, die zusätzlich zu den genannten Ausnahme-Schwierigkeiten noch eine Platte aus Granit zu bieten hat, die den Surfer zärtlich aber entschieden in die Arme nimmt. Dazu eisiges Wasser und große Weiße. Unterm Strich einer der gefährlichsten Orte, an denen ein Tow-in-Surfer seinem Hobby nachgehen kann.

Wellen und Wind: Das macht noch mehr Spaß

Dany Bruchs Schlechtwetterprogramm © Sebastian Marko/Red Bull Content Pool

Um mächtige Wellen und Naturgewalten geht es auch beim Red Bull Storm Chase, das auch 2017 wieder eine Fortsetzung findet. Und zwar sobald der erste Sturm mit Windstärke 10 auf die nördliche Hemisphäre trifft!

Hier bleibst du auf dem Laufenden: Redbullstormchase.com und auf Facebook!

read more about
Zur nächsten Story