Banff Film Tour 2017: Das volle Programm

Von Paraglidern und Poop, Schlagzeugern auf der Highline und der Schlammschlacht am Berg.
Full Swing: Konzert auf der Highline. © Metronomic
Von Sissi Pärsch

Vier verrückte Mamas auf dem Atlantik, kreischende Jungs am mexikanischen Himmel und ein 60 Tage-Trip der so aussieht: Eat. Walk. Poop. Ja, genau: Banff is back. Die Banff Mountain Film Tour zieht wieder durch die Landen. Ab 16. Februar läuft das Programm in 80 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wir haben es vorab angeschaut und so sieht es aus:

Ace and the Desert Dog

Blogger (links) und Fotograf (rechts). © Forest Woodward

Ace ist weltreisender Fotograf und Ace hat Geburtstag. Ace wird 60 und deshalb will Ace 60 Tage lang durch seine Heimat, Utahs unfassbar schöne Canyons, wandern. Immer wieder werden ihn Freunde abschnittsweise begleiten, doch nur einer macht den kompletten Trip mit ihm mit: sein Hund Ghengis Khan, der unter dem Pseudonym Desert Dawg über die Erlebnisse mit Herrchen auch bloggt. Und wie sieht er die 60 Tage? „Eat. Walk. Poop.“


Doing it Scared

Wiederbewältigung nach 18 Jahren am Totem Pole. © Matthew Newton

Was tut man, wenn man beim Klettern an einer der spektakulärsten Felsnadeln der Welt von einem Stein getroffen wird, eine siebenstündige Rettungsaktion mitmacht und seitdem halbseitig gelähmt ist? Wenn man Paul Pritchard heißt, dann hat man das Ziel, den schicksalhaften Totem Pole vor der Küste Tasmaniens noch einmal zu erklimmen. 18 Jahre nach dem Unfall kehrt er mit seinem besten Freund zurück und leistet Gewaltiges.

Dream Ride

Jeder Trail ein Traum – auch im Wachzustand. © Bruno Long

Bei so viel Flow braucht es nicht viel Worte. Perfekte Trails in einer Wahnsinnszenerie von Utah bis nach Kalifornien. Ein Traum! Oder doch nicht?

Fledglings

Zwei gestandene Kletter-Profis werden wieder zu absoluten Anfängern – und vor allem werden zwei erwachsene Männer wieder zu absoluten Kindern. Cedar Wright und Matt Segal entdecken das Gleitschirmfliegen für sich und gehen dabei ab wie Schmidts Katze. Sie sind besessen, sie sind albern, sie sind überambitioniert. Gut, dass sie den richtigen Fluglehrer finden, der auf sie aufpasst. Denn die Herren wollen vom Pico de Orizaba, dem höchsten Gipfel Mexikos fliegen. Natürlich läuft alles anders als gedacht. Aber den Spaß lassen sie sich nicht rauben: Es wird viel gefeiert in Mexiko und generell mehr gekreischt als bei einem Justin Bieber Konzert.

Four Mums in a Boat

Vier Mütter, 0 Ahnung, 67 Tage, 3000 Seemeilen. © Ben Duffy

Vier Mütter, Durchschnittalter 47, haben null Erfahrung mit Meer und Segelschiff, aber eine Idee: Lasst uns die Talisker Atlantic Challenge bestreiten: 3000 Seemeilen durch den Atlantik. Es handelt sich um komplett durchschnittliche Engländerinnen, die sich diesem Vorhaben vollkommen verschreiben. Und sie tun es. Sie rudern, sie kämpfen gegen die wilde See, schlafen kaum, übergeben sich, leben auf engstem Raum und kommen nach 67 Tagen am Ziel an. Pure Inspiration.

Iran – A Skier’s Journey

Die Alpen? Nein: Iran! © Jordan Manley

Wenn Du an Schnee denkst, dann hast Du die Alpen, Alaska oder die Rockies vor Augen? Was ist mit Iran? Wenn Local Sina seine Heimat zeigt, will man sofort hin. Du willst den Powder fahren, die Kultur erleben, die unfassbar netten Menschen kennenlernen. „In den Bergen ist die Freiheit“, sagen zwei iranische Skifahrerinnen, „hier ist es den Leuten egal, was du tust.“ Wie gesagt: Man will sofort ein Ticket buchen. Warum eigentlich nicht?

Metronomic

Ein wenig abhängen und Musik machen. © Metronomic

Wie völlig durchgeknallt ist das denn? Die Flying Frenchies sind ein Haufen Musiker mit Hang zur Höhe – entweder als Highliner oder als Basejumper. Und da ist es (anscheinend) die natürlichste Sache der Welt, sich mit Schlagzeug, Saxofon, Gitarre und Co. zwischen Felsen zu hängen und zu musizieren. Und dann auch noch die Leinen zu ziehen, um frei zu schwingen. Total verrückt, total cool, total groovy.

Poumaka

Die Klettertour eine einzige Schlammschlacht. © Keith Ladzinski

Sehr, sehr feuchte Angelegenheit im französisch-polynesischen Dschungel: Profikletterin Angie Payne hat sich von Mike Libecki – National Geographic Abenteurer und unumstößlichen Optimisten – zur Besteigung des Poumaka überreden lassen. Der Trip wird zur größten Schlammschlacht in der Historie der Kletterfilme! Regen von oben, Matsch von allen Seiten, ein Fels, der von Vegetation überwuchert ist – bei aller Qual und „pure misery“ wird viel gelacht und ein atemberaubender Berg bestiegen – inklusive Schafsmasken on top...  

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