5 perfekte Rennrad-Reviere für den Saisonauftakt

Warm, mediterran, abwechslungsreich: Wo sich die Schenkel besonders gut trainieren lassen
Geht auch bergab: Vom Mendelpass zum Kalterer See.
Geht auch bergab: Vom Mendelpass zum Kalterer See. © Andreas Meyer
Von Sissi Pärsch

Natürlich kann man zum traditionellen Trainings-Camp auf Malle oder nach Andalusien fahren. Vieles spricht dafür. Aber sehr viel spricht auch für andere, nicht gar so ferne Orte. Wir haben 5 Rennrad-Reviere zusammengetragen, die sich perfekt zum Warmfahren eignen.

Italiens Geheimtipp: Marken / Emilia Romagna

Und auf jedem Hügel ein Mittelalterdorf...
Und auf jedem Hügel ein Mittelalterdorf... © Andreas Meyer

Es ist einer der traumhaftesten Rennrad-Ecken Italiens – in das aktuell wenige Leute fahren, weil sie denken, die Erdbeben hätten die Region zerstört. Das ist aber hier in den Marken nicht der Fall – und über Gäste freuen sich die Menschen vor Ort aktuell besonders. Ein empfehlenswerter Ausgangspunkt ist das kleine, wunderschöne Bike-Hotel Ca’Virginia, das zwischen Pesaro am Meer und der Studentenstadt Urbino liegt. Von hier kann man auf zig perfekte Touren starten: in Richtung Strand oder durch das Hinterland – wirklich jeder Hügel hier ist gekrönt von entspannten, mittelalterlichen Dörfern.


Italiens Klassiker: Toskana

Die Toskana – nicht nur ein Rennradtraum.
Die Toskana – nicht nur ein Rennradtraum. © Francesco S’Groi

Toskana! Was will man dazu noch sagen. Perfekte Touren gibt es unter anderem durch das Chianti-Gebiet rund um Radda: traumhafte Ausblicke über die Weinstöcke, steile Rampen und sensationelle Abfahrten – dazwischen zig Stopps zum Schlemmen. Man startet beispielsweise in Siena in Richtung Cestellina in Chianti und radelt nach Greve und sucht sich über Cavriglia den Weg nach Radda. Der Rückweg verläuft auf den berühmten weißen Straßen durch die Alleen aus Zypressen über Lecchi und s. Giovanni wieder nach Siena. Einkehrtipp: Osteria La Sosta di Pio VII (perfektes Ambiente mit älteren italienischen Paaren, die sich lautstark streiten, welches Dessert das Beste war).


Mediterrane Schweiz: Tessin

Schweizer Serpentinen-Idylle.
Schweizer Serpentinen-Idylle. © Ti-Press, Gabriele Putzu

Durch den südlichsten Teil der Schweiz weht mehr als nur ein Hauch Italiens. Das Tessin ist mild, mediterran – und für Rennradler perfekt verwunden und abwechslungsreich. Fast flach dahin geht es um Lago Maggiore und Luganersee, steil bergan auf den legendären Alpenpässe, wie St. Gotthard (2108 m), Nufenen (2478 m), San Bernardino (2065 m) oder Furka (2431 m). Sollte Euch hier jemand geschmeidig überholen, nicht verzweifeln: Das Tessin ist ein beliebtes Trainingsgelände der Profis und einige von ihnen, wie Cadel Evans, sind hier auch zu Hause.


Nah dran: Südtirols Süden

Ist gar nicht kalt: Der Kalterer See.
Ist gar nicht kalt: Der Kalterer See. © Andreas Meyer

Wieder einmal eine Folge in der Reihe: Das Gute liegt so nah. Zumindest ist man schon kurz nach dem Brenner in Südtirols Süden. Hier gibt es zum warmen Klima nicht nur ausgezeichneten Wein, sondern auch eine ausgezeichnete Routenvielfalt. Flach dahin rollt man zum Mittagessen nach Trient oder bis an den Gardasee. Und wenn man die Schenkel warm gefahren hat, geht man beispielsweise den legendären Mendelpass oder man schraubt sich hoch bis in die Dolomiten.


Steiermark

Österreichisch-slowenische Toskana...
Österreichisch-slowenische Toskana... © Laurent Moos

In der Gegend um Leibnitz bewegt man sich an der Grenze zu Slowenien, aber man könnte meinen, man sei in der Toskana. In der Südsteiermark ist es wunderbar warm, die Zypressen ragen in die Höhe und der Weinbau überzieht jeden Hügel. Es gibt unzählige kleine, einsame Straßen, das Flair ist tiefenentspannt und (nicht nur) auf den Weinstraßen reiht sich Buschenschank an Buschenschank. Teuer ist es übrigens auch nicht, vor allem, wenn man über die slowenische Grenze radelt und dort (gern deftig) einkehrt.

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