Zelda: Breath of the Wild ist Nintendos Skyrim

Warum das neue The Legend of Zelda: Breath of the Wild an Skyrim erinnert.
So viel Skyrim steckt in Zelda
So viel Skyrim steckt im neuen Zelda. © Nintendo
Von Michael Miskulin

 

The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist ein gigantisches Action-Adventure, dass in einer Rückbesinnung auf den ersten Teil The Legend of Zelda (NES) zu den Wurzeln der Spielereihe zurückkehrt. Es ist aber noch viel mehr: Breath of the Wild fühlt sich wie das erste moderne Nintendo-Game seit langer Zeit an. Es schneidet nicht nur alte Zöpfe in Form bekannter Zelda-Konventionen ab, sondern bedient sich dabei auch moderner Spieletrends und den Genre-Regeln einer riesigen Open-World-Sandbox.

 

Nicht nur aufgrund der facettenreichen Open-World-Spieldynamik drückt sich der Vergleich zu einem weiteren Sandbox-RPG-Juwel auf: Bethesdas Rollenspielepos Skyrim. Wir zeigen euch in diesem Artikel, weshalb Nintendos The Legend of Zelda: Breath of the Wild keinen Vergleich mit dem RPG-Klassiker Skyrim scheuen braucht.

 

Die Welt von Breath of the Wild ist GIGANTISCH!

So viel Skyrim steckt in Zelda
Die begehbare Welt ist größer als Skyrim! © Nintendo

Die frei begehbare Welt von Breath of the Wild ist ein gigantisches und brillantes Stück Open-World. Es gibt unglaublich viel zu erforschen und zu erkunden, so dass ihr alleine damit stundenlang beschäftigt sein werdet. In jeder Ritze, in jeder Höhle, auf jedem Hügel und auf jedem Gipfel gibt es unzählige Geheimnisse und versteckte Details zu entdecken. Die Weltkarte des neuen Zeldas ist laut Berechnungen einiger Fans sogar noch größer als die Weltkarte von Skyrim. Alle Achtung, Nintendo!

Open-Air-Gameplay in einer frei erkundbaren Welt!

So viel Skyrim steckt in Zelda
Genießt die Aussicht! © Nintendo

Breath of the Wild hält sich nicht lange mit einer nervigen Tutorial-Einstiegssequenz auf, sondern stößt euch nach dem Erwachen Links binnen der ersten zehn Minuten in die Action. Danach steht es euch vollkommen frei, wie ihr in dem ersten Gebiet – dem Vergessenen Plateau – vorgehen wollt. Habt ihr die ersten vier Schreine hinter euch gebracht, erhaltet ihr das Parasegel und ihr könnt euch danach in GANZ Hyrule völlig frei bewegen. Ihr könnt machen was ihr wollt, das Spiel wird euch nur selten irgendwelche unüberwindbare Hürden auferlegen, sondern immer genügend Werkzeuge an die Hand geben. Genau diese absolute Freiheit des von Nintendo als Open-Air-Gameplay betitelten Spielprinzips erinnert nicht nur einmal an Skyrim. Experimentiert mit dem Spiel wie ihr es wollt – ein gigantischer Sandkasten steht euch zur Verfügung.

Rüstet euch mit den unterschiedlichsten Waffen und Rüstungen aus!

So viel Skyrim steckt in Zelda
Link in einer Rüstung ist ein ungewohnter Anblick © Nintendo

Erstmals in einem Zelda-Titel könnt ihr euch in Breath of the Wild so richtig austoben, was die Ausrüstung anbelangt. Wie es sich für ein waschechtes Rollenspiel gehört, könnt ihr Tonnen an zahlreichem Loot abstauben und euren Link damit ausrüsten. Von starker Panzerung, Kletterausrüstung, Barbarenrüstung, Bokoblin-Masken bis hin zu riesigen Zweihändern und Feuerschwertern gibt es hier fast alles, was das Sammlerherz begehrt. Links klassisches grünes Gewand ist aber auch im Spiel versteckt. Ihr müsst lediglich die 120 Shiekah-Schreine im Spiel abschließen. Womit wir zu der untergegangenen Zivilisation der Shiekah kommen...

Eine uralte Zivilisation will erkundet werden!

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Die uralten Shiekah-Schreine warten auf euch © Nintendo

Nicht nur in Skyrim könnt ihr uralte Ruinen und Gewölbe aus der vergangenen Zeiten erkunden – auch Breath of the Wild lädt zum ausgiebigen Erforschen alter Shiekah-Schreine ein, die über die gesamte riesige Karte verteilt sind. Die Shiekah waren einst ein hochentwickeltes Volk, die der Welt von Hyrule ihre technologisch fortgeschrittenen Errungenschaften wie die Shiekah-Schreine, Türme, Wächter und Titanen hinterließen. Ein echtes Fantasy-Spiel wäre wirklich nichts ohne eine untergegangene Hochkultur.


Begegnet exotischen Völkern!

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Goronen sind auch wieder mit dabei © Nintendo

The Legend of Zelda: Breath of the Wild wird euch ein Wiedersehen mit vielen bekannten Völkern Hyrules bescheren. Die steinernen Goronen vom Todesberg sind genauso wieder mit dabei, wie auch das Fischvolk der Zoras. Das Vogelvolk der Orni lebt in den nordwestlichen Höhen und der Stamm der Gerudos, der nur aus Kriegerinnen besteht, lebt in der heißen Wüste Gerudo im Südosten. Jedem dieser Völker müsst ihr auf euren Reisen durch Hyrule helfen, indem ihr geheimnisvolle Titanen von ihrem Fluch befreit.


Sammelt und lootet alles erdenkliche, was ihr nur in die Finger bekommt!

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Lootet, was das Zeug hält © Nintendo

Skyrim ist ein Fest für Horter und Nessies. Ihr greift euch in dem Rollenspiel meist alles unter die Nägel, was nicht niet- und nagelfest ist. Breath of the Wild ist ziemlich untypisch für die Zelda-Reihe nun ebenfalls ein Looter-Paradies geworden. An jeder Ecke befinden sich Hyrule-Pilze, Kräuter, Gräser, Beeren, Äpfel, Chillis und sonstige Materialien, die als Kochzutaten genutzt werden können. Denn das Kochen von allerlei köstlichen Rezepten mit mehr oder minder exotischen Reagenzien nimmt nun einen großen Raum im neuen Zelda ein. Experimentiert einfach ein wenig und lasst es euch munden!


Überlebt in der widrigen Wildnis Hyrules!

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Seid gut gewappnet gegen Kälte © Nintendo

The Legend of Zelda: Breath of the Wild bekam von Nintendo nicht nur eine funktionsfähige Physik-Engine, sondern auch ein ausgereiftes Wettersystem mit Temperaturunterschieden spendiert. Dies lässt Breath of the Wild in Sachen Survival-Aspekten geradlinig an Skyrim vorbei schnellen. Ist es zu kalt in höheren Ebenen, braucht ihr einen wärmenden Wams. Befindet ihr euch dagegen in der sengenden Hitze der Wüste oder innerhalb eines feurigen Vulkans müsst ihr kühlende Tränke zu euch nehmen. Unterschätzt niemals die Wildnis Hyrules!


Richtet euch ein eigenes Haus in Breath of the Wild ein!

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In Hateno könnt ihr ein Haus kaufen © Nintendo

Sich ein persönliches Eigenheim aufzubauen gehört zu den klassischen Quests eines jeden Bethesda-Rollenspiels – sei es Morrowind, Oblivion oder Skyrim. Das dies nun auch in Nintendos Breath of the Wild möglich ist, hat uns positiv überrascht! Im Osten von Hyrule findet ihr das Dorf Hateno. Dort, nahe des Myahm Agana Schreins im Süden des Dorfes, findet ihr ein alleinstehendes Haus, welches ihr dem Vorarbeiter für 30 Holzscheite und 3.000 Rubine abkaufen könnt. Wie auch in Skyrim könnt ihr danach nun Podeste und Regale für eure Ausrüstung hinzukaufen, um eure Schmuckstücke auszustellen und Platz in eurem Inventar zu schaffen.


Helft mit, die Siedlung Tarrey Stadt aufzubauen!

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Ihr werdet viel Holz benötigen © Nintendo

Wenn euch ein eigenes Haus nicht reicht, wie wäre es dann dabei zu helfen, eine ganze Stadt aufzubauen? Fallout 4 lässt grüßen! Dazu müsst ihr das eigene Haus in Hateno schon gekauft haben, damit sich die Arbeiter zum nächsten Projekt aufmachen: Tarrey Stadt, inmitten des Sees Akkala. Der Handwerker Hudson wird euch damit beauftragen, weitere Arbeiter für den Aufbau des Dorfes zu rekrutieren. Die Sache hat aber einen Haken: Die Namen aller Rekruten müssen auf „son“ enden. Ihr werdet also nacheinander einen passenden Goronen, eine Gerudo, einen Orni und einen Zora finden müssen, damit die neue Stadt erblühen kann. Euer Lohn werden Geschäfte mit seltenen Waffen und Gegenständen sein und ein Gasthaus, in dem ihr immer kostenlos unterkommen könnt.
 

Die Tierwelt von Hyrule ist sehr lebendig!

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Ihr könnt Wildpferde zähmen und reiten © Nintendo

Eine riesige und offene Welt ist nicht viel wert, wenn sie nicht lebendig ist. Glücklicherweise krabbelt, kriecht, grast und fliegt es in Hyrule in jeder nur erdenklichen Ecke der Spielwelt. Die illustre Fauna in Breath of the Wild besteht aus Füchsen, Jagdwild, Kühen, Kranichen, Wüstenrobben, Eidechsen, Insekten, Fischen, Hunden und vielen anderen Tierarten. So könnt ihr euch auch ein eigenes Wildpferd zähmen, um es reiten zu können. Aber auch die Hühner Hyrules sind als Waffe nicht zu unterschätzen...

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