Zahlen & Fakten: Deshalb ist die MotoGP "wow"

Alles, was du zur Königsklasse wissen musst: Wir machen dich zum MotoGP-Insider!
Von Astrid Heinz

Bevor die MotoGP von 12. bis 14. August in Österreich ihr Comeback feiert, haben wir spannende Zahlen und Fakten rund um das Spektakel am Spielberg zusammengetragen – damit alle mit ausreichend Hintergrundwissen zum Duell in der Königklasse des Motorradsports anreisen können.


Apropos Anreise: Hier findest du die besten Tipps für eine staufreie Fahrt zum Red Bull Ring.

Die Saison 2016 in Zahlen

20 Fahrer matchen sich in 18 Rennen um den Titel © Christian Pondella / Red Bull Content Pool

In diesem Jahr wird zum 68. Mal um den WM-Titel in der höchsten Motorradklasse gekämpft. Insgesamt werden 18 Rennen gefahren – auf vier Kontinenten und in 15 verschiedenen Ländern. Der Startschuss ist am 20. März 2016 in Katar gefallen, am 13. November wird das Finale zum 15. Mal auf dem „Circuit de la Comunitat Valenciana Ricardo Tormo“ ausgetragen. In den Jahren 2006, 2013 und 2015 ist auf dieser Strecke erst im letzten Rennen die Titelentscheidung gefallen.

Seit 1949 haben 26 verschiedene Fahrer einen Titel in der MotoGP gewonnen. In diesem Jahr sind drei Champions der Königsklasse am Start: Jorge Lorenzo (2010, 2012 und 2015), Marc Márquez (2013 und 2014) und Valentino Rossi (2002, 2003, 2004, 2005, 2008 und 2009).

Das Startfeld 2016

20 Fahrer in 12 Teams von 5 Herstellern (Yamaha, Honda, Ducati, Suzuki und Aprilia). Spanien ist mit 9 Fahrern am stärksten vertreten, je 4 Fahrer kommen aus Italien und Großbritannien. Mit mindestens einem Fahrer sind Deutschland, San Marino, Australien, Irland, Kolumbien und Frankreich vertreten.

Der Australier Jack Miller ist mit 21 Jahren der jüngste Fahrer, Valentino Rossi ist mit 37 Jahren der älteste Teilnehmer. Der älteste Sieger in der Geschichte der MotoGP heißt übrigens Fergus Anderson: Der Brite hat im „hohen Alter“ von 44 Jahren und 237 Tagen im Jahr 1953 den Spanien-GP gewonnen. Und der jüngste? War Marc Marquez im Alter von 20 Jahren und 63 Tagen (Austin 2013).

 

Mit 21 Jahren ist Jack Miller der jüngste Fahrer © Christian Pondella / Red Bull Content Pool

Schnell, schneller, Andrea Iannone

Der Top-Speed in der MotoGP hat einen Namen: Andrea Iannone. Der italienische Ducati-Fahrer hat seit 2015 gleich dreimal einen neuen Rekord aufgestellt: Im Mai 2015 wurde er in Mugello mit 350,8 km/h geblitzt, im März 2016 in Katar mit 351, 2 km/h und im Mai 2016 wieder in Mugelle mit sagenhaften 354,9 km/h.

Spielberg: Die schnellste GP-Piste der Welt?

Auch am Red Bull Ring knallte Andrea Iannone bei den Testfahrten im Juli die schnellsten Zeit auf den Asphalt. Durchschnittsgeschwindigkeit: 187,1 km/h. Damit wäre Spielberg die schnellste GP-Piste der Welt. Den offiziellen Rekord derzeit hält (noch) Phillip Island mit einem Schnitt von 182,1 km/h.

0,087 Sekunden Abstand zwischen 3 Siegen

Der Italien-GP 2016 ist in die Geschichte der Motorradweltmeisterschaft eingangen: Nur 0,087 Sekunden trennten die ersten zwei Fahrer auf der Ziellinie – in allen drei Klassen zusammen. Der Rennsonntag begann mit dem Moto3-Rennen, in dem fünf Fahrer nach einer unglaublichen letzten Runde innerhalb von 0,077 Sekunden die Ziellinie überquerten.

Schnell, stark, aber leider nicht ganz billig

260 PS stark, 157 Kilo schwer und 355 km/h schnell ist eine MotoGP-Maschine. Der Preis liegt bei kolportierten 2 Millionen Dollar aufwärts – pro Stück!.

Jedes Bike kostet zwei Millionen Dollar aufwärts © Marc Márquez Instagram

Lauter als ein Presslufthammer, heißer als ein Grill

MotoGP-Maschinen brüllen mit bis zu 128 Dezibel über den Asphalt – ein Presslufthammer ist mit 104 dB vergleichsweise leise. Die Bremsscheiben werden bis zu 750 Grad Celsius heiß, ein Griller erreicht „nur“ etwa 250 Grad. Die Drehzahl liegt bei rund 18.000 pro Minute, während deine Waschmaschine durchschnittlich gerade mal 1.000 erreicht.

Technik und Physik in der MotoGP

40 bis 50 Sensoren prüfen während dem Rennen verschiedene Parameter wie etwa Reifendruck oder die Drehgeschwindigkeiten von Vorder- und Hinterrad. Der maximale Winkel in Schräglage beträgt 68 Grad, pro Rennen kommen auf jeden Fahrer 500 bis 800 Schaltvorgänge, 30 Prozent der Rennzeit zieht der Fahrer dabei am Bremshebel.

Ein schweißtreibender Job

Nach jedem Rennen sind die Fahrer um rund 4 Kilo (oder Liter) leichter, als zuvor.

Nur mehr ein aktiver Spielberg-„Veteran“

Valentino Rossi ist der einzige Fahrer im Startfeld, der bereits einen Grand Prix am Red Bull Ring hinter sich hat. Er wurde 1997 in der Klasse bis 125ccm Zweiter am Spielberg.

Der neunfache Weltmeister ist übrigens auch der einzige Fahrer, der einen WM-Titeln in vier verschiedenen Serien geholt hat: Der Doktor kürte sich 1997 zum Champion in der 125ccm-Klasse, zwei Jahre später entschied er die 250ccm-Klasse für sich. 2001 gewann er die letzte Saison auf 500ccm-Maschinen und direkt im Anschluss die erste Saison in der neuen MotoGP.

Valentino Rossi ist der Spielberg-Veteran © Valentino Rossi Facebook

Das Spektakel rund ums Spektakel

Mit mehr als 200.000 Besuchern wird die MotoGP am Red Bull Ring ein Motorsport-Event der Superlative. Doch wer sind die Menschen, die im Hintergrund dafür sorgen, dass alles reibungslos klappt? Das sind 150 Ärzte und Sanitäter, 350 Polizeibeamte, 70 Feuerwehrleute, 500 Sicherheitskräfte, 364 Streckenposten und 100 Reinigungsfachkräfte. Für das leibliche Wohl sorgen rund 700 Caterer, 550 Fotografen und Journalisten berichten aus Österreich in die ganze Welt hinaus. Außerdem stehen zwei Rettungshubschrauber bereit.

1 Antwort auf (fast) alle Fragen zum GP

Wer sich die Spielberg App holt, kann seinen Anfahrtsweg berechnen und bei der Abreise mit der „Find my Car“-Funktion in Sekundenschnelle sein geparktes Auto bzw. Motorrad wiederfinden. Außerdem gibt es natürlich alle News. Hier geht‘s zum Download.


Stefan Bradl – live bei ServusTV © Christian Pondella / Red Bull Content Pool
  • Aus Freude über die Rückkehr der Motorrad-WM nach Österreich gibt es ab sofort im Handel eine zeitlich limitierte 355 ml MotoGP-Dose Red Bull Energy Drink sowie einen MotoGP-Sechser-Pack. Dazu passend können sich Fans unter www.redbull.at/motogp einen kostenlosen MotoGP-Becher holen.


Für alle Motorrad-Fans gibt es jetzt „On Any Sunday: The next Chapter“ auf Red Bull TV als Free TV-Premiere zu sehen.
 „On Any Sunday“ war 1971 der erste Film über die Welt des Motorradsports, der mit Steve McQueen als Protagonist ein großes Publikum erreichte. Mit "On Any Sunday: The next Chapter" startet die nächste Generation ihr Bike. Denn die Leidenschaft für das Motorradfahren ist zeitlos, sie ist auch nach 40 Jahren ungebrochen.

Hier geht es direkt zum Video on Demand.

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