WRC: Neues Toyota-Team holt sich Sieg in Schweden

Jari-Matti Latvala gewinnt die Winterrallye vor Ott Tänak und Sébastien Ogier.
Von Astrid Heinz

Toyota ist zurück in der Rallye-Weltmeisterschaft! Die Japaner feiern 2017 nicht nur ihr Comeback in der WRC – beim zweiten WM-Lauf der Saison in Schweden holten sie sich jetzt sogar den Sieg! Zuletzt gelang das Didier Auriol im Jahr 1999 bei der Rallye China. 

Jari-Matti Latvala heißt der Überraschungssieger, der auch noch die Bestzeit auf der Power-Stage setzte und die WM-Führung übernahm. Im Ziel hatte der Finne nach 18 Wertungsprüfungen einen Vorsprung von 29,1 Sekunden auf Ott Tänak (M-Sport, Ford). Rang drei ging an den amtierenden Weltmeister Sebastien Ogier (M-Sport, Ford, +59,5 Sekunden).

„Es ist erstaunlich. Ein neues Team, ein neues Auto, erst die zweite Rallye und schon gewinnen wir. Mir fehlen die Worte, um das zu beschreiben“, so der frischgebackene Sieger.

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Im Video siehst du, wie der Finne Jari-Matti Latvala Geschichte schreibt:

Der amtierende Weltmeister Sébastien Ogier musste seine Hoffnungen auf den Sieg bereits zu Beginn der Schlussetappe begraben: Schon in der allerersten Kurve  bohrte sich sein Ford Fiesta WRC in eine Schneewand, der Dreher kostete ihn eine halbe Minute. Zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit konnte der Franzose keine Bestzeit bei einer Rallye einfahren, ist aber trotzdem zufrieden: „Wir haben gute Punkte für die Meisterschaft geholt und das zählt am meisten.“

Die tragische Figur der Rallye Schweden heißt – wie auch schon in Monte Carlo – Thierry Neuville. Nach einer starken Vorstellung und insgesamt sechs WP-Bestzeiten lag der Belgier vor den letzten 60,71 Kilometern der Rallye 43,3 Sekunden vor Jari-Matti Latvala. Doch dann kollidierte er ausgerechnet bei der Zuschauerprüfung in Karlstad mit einem Reifenstapel und prallte gegen eine Betonmauer, wobei die Lenkung seines Hyundai brach.

Thierry Neuville hatte wieder kein Glück
Thierry Neuville hatte wieder kein Glück © Jaanus Ree/Red Bull Content Pool

Mads Østberg ist der Überflieger

Die diesjährige Wertung am berühmten „Colin's Crest“ konnte Mads Østberg für sich entscheiden. Mit 44 Metern ist der Norweger dem Rekord von Eyvind Brynildsens aus dem Jahr 2016 (45 Meter) gefährlich nahe gekommen.

Im Video siehst du, wie schön ein Ford Fiesta WRC fliegen kann:

… und ein Schreckmoment für die WRC3-Fahrerin Louise Cook, deren Motorhauben-Deckel ein Eigenleben entwickelt hat:

Die Ergebnisse:

1. Latvala / Anttila – Toyota Yaris WRC (2:36:03.6)
2. Tänak / Järveoja – Ford Fiesta WRC '17 (+0:29.2)
3. Ogier / Ingrassia – Ford Fiesta WRC '17 (+0:59.5)
4. Sordo / Martí – Hyundai i20 Coupe WRC (+2:11.5)
5. Breen / Martin – Citroën C3 WRC (+2:51.2)
6. Evans / Barritt – Ford Fiesta WRC '17 (+5:26.6)
7. Paddon / Kennard – Hyundai i20 Coupe WRC (+5:31.2)
8. Lefebvre / Moreau – Citroën DS3 WRC (+7:14.7)
9. Tidemand / Andersson – Škoda Fabia R5 (+9:11.1)
10. Suninen / Markkula – Ford Fiesta R5 (+10:02.9)

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