Walter Röhrl: Querlenker, Weltmeister, Teufelskerl

Wir zeigen die besten Bilder aus dem Leben des einzigen deutschen Rallye-Weltmeisters.
Walter Röhrl 1982 in seinem Opel Ascona 400
Von Julius Hollander

Der lange Bayergewann 1980 als erster Deutscher die Rallye-Weltmeisterschaft und gehörte im selben Jahr zum Fahrerteam, das für Lancia auf den Rennstrecken die Marken-Weltmeisterschaft eroberte. 1982 gewann Röhrl die Rallye-Weltmeisterschaft erneut und wurde in den folgenden Jahren zum Gesicht der Quattro-Ära im Motorsport. Mit Porsche verband Röhrl seit den frühesten Jahren die Leidenschaft für Sportwagen und sportliches Fahren. Sein erstes Auto war ein 356 C, da war der spätere Champion gerade 20 Jahren alt. Porsche begleitete Röhrl dann durch sein Leben. Seit 1993 arbeiten Porsche und Röhrl exklusiv zusammen. Zunächst auf den Rennstrecken, später bei der Entwicklung der Sportwagen bis hin zum 918 Spyder.

Zu Ehren seines 70. Geburtstages im März 2017 erscheint nun der gewaltige Bildband Walter Röhrl – Querlenker - ein Werk, das Walter Röhrl in nie dagewesener Art und Weise darstellt. Mehr als 300 eindrückliche Fotografien werfen einen Blick zurück auf Röhrls aktive Karriere im Rallye- und Rennsport sowie auf seine Zeit als Repräsentantund Versuchsfahrer von Porsche.

Wir zeigen einige der besten Fotos aus dem Buch:

Pikes Peak: 156 Kurven auf 19,96 Kilometer

Pikes Peak:156 Kurven auf 19,96 Kilometer

Pikes Peak – das ist der Traum eines jeden Rallye-Fahrers und alleine die Fakten lesen sich beeindruckend: 156 Kurven auf gerade einmal 19,96 Kilometer. Keine Leitplanken, keine Sicherheitszonen, sondern 1.440 Höhenmeter Aufstieg bis hinauf auf dünne 4.300 Meter Höhe. Walter Röhrl bezwang diese mit einem 600 PS starken Sport Quattro E2.

Sieg in Monte Carlo trotz Eis und Schnee

Sieg in Monte Carlo trotz Eis und Schnee

Wer bei Monte Carlo stets an Meeresrauschen und Sommersonne denkt, war noch nie bei einer Rallye Monte Carlo. Denn der stets frühe Termin im Rennkalender sorgt regelmäßig für fahrtechnische Prüfungen der eisglatten Art. So auch bei Walter Röhrls drittem Sieg in Monte Carlo 1984, den er mit einem Audi Quattro A2 einfuhr.

Schirmherr des Eifel Rallye Festivals

Schirmherr des Eifel Rallye Festivals

Walter Röhrl war seit dem ersten Eifel Rallye Festival 2011 Schirmherr und Galionsfigur. 2016 startete er dort mit einem Porsche 911 SC und verkündete schweren Herzens seinen Rücktritt als Schirmherr: „In meinem Alter sollte man den Jüngeren Platz machen. Schaut´s, dass ihr einen Neuen kriegt.“

Tränen in San Remo

Tränen in San Remo

San Remo – Sehnsuchtsort für viele Rallye-Traditionalisten. Denn der schnelle Kurs auf den Asphalt- und Schotterschleifen oberhalb des toskanischen Postkartenidylls verlangt Mensch und Material alles ab. So auch dem Duo Röhrl/Geistdörfer bei der Rallye im Oktober 1981, als die zwei Deutschen nach einem nervenzehrenden und spannenden Rennen alles auf eine Karte setzten, um am Ende mit gebrochener Halbwelle liegen zu bleiben und alle Chancen auf den Sieg von Tränen verwischt wurden.

Der lange Quattro legt sich in die Kurve

Der lange Quattro legt sich in die Kurve

Ob Walters Spitzname „Der Lange“ tatsächlich vom recht langen Audio Quattro herrührt, ist nicht mit Sicherheit überliefert. Doch es wäre kaum verwunderlich, wenn dieses Auto nicht in einem Atemzug mit Walter Röhrls unnachahmlichen Fahrstil assoziert werden würde – und vice versa.

Storch im Cockpit? Dann doch lieber mit Helm.

Storch im Cockpit? Dann doch lieber mit Helm.

Walter Röhrls Helme waren niemals ein großes Thema. Vor allem nicht für ihn selbst. Sie musste vor allem eines: funktionieren. So auch das schneeweiße Exemplar auf diesem Bild, das er spätestens dann wieder aufziehen wollte, nachdem ihm bei der Safari Rallye 1979 ein Storch durch die Windschutzscheibe gekracht war.

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