Die 7 besten Rallycross-Autos aller Zeiten

Zum 50. Jubiläum holen wir die spektakulärsten Rennfahrzeuge noch einmal vor den Vorhang.
Die 7 besten Rallycross-Autos aller Zeiten
Die 7 besten Rallycross-Autos aller Zeiten © Ford
Von James Roberts / Astrid Heinz

Es war der 4. Februar 1967, als man auf der speziell präparierten Rennstrecke Lydden Circuit (zwischen Dover und Canterbury in Kent, England) Rallyefahrer erstmals in Vierergruppen bei kurzen Sprintrennen für eine Fernsehproduktion im direkten Vergleich gegeneinander antreten ließ. Das war die Geburtsstunde des Rallycross!

Mittlerweile hat der Sport, der seine Wurzeln im Rallyesport hat, hunderttausende Fans – von Los Angeles bis Lappland. Zum Geburtstag präsentieren wir die hier die sieben spektakulärsten Fahrzeuge aus fünf Jahrzehnten.

1. Porsche 911

In einem 911 R hat Vic Elford das erste Rennen im Jahr 1967 gewonnen – Mann und Maschine sind untrennbar mit dem Rallycross-Debüt verbunden. „Quick Vic“ schaffte es unversehrt über die Ziellinie und der 911 ist nach wie vor ein all-time-Favourite bei den verschiedensten Rennserien.

Vic Elford beim ersten Rallycross-Event
Vic Elford beim ersten Rallycross-Event © Porsche

2. Austin Metro 6R4

Der exzentrische Brite steht auf der Stlye-Skala ganz oben Der MG Metro 6R4 wurde 1984 für die kurzlebige Gruppe B des Rallyesports entworfen, besaß einen 6-Zylinder-Mittelmotor und Vierradantrieb. Er wurde von einem längs eingebauten 3-Liter-V6-DOHC-Motor mit vier Ventilen pro Zylinder angetrieben. Die Maschine unterschied sich von den meisten Wettbewerbern dadurch, dass sie nicht über einen Turbolader verfügte. Die Karosserie bestand aus Kunststoff, die Türen waren jedoch aus Stahlblech gefertigt. Allerdings waren letztere mit Kunststoffverkleidungen versehen, die den Mittelmotor mit Luft versorgten.

Nach dem Ende der Grupp B im Jahr 1986 fand der Metro sein neues Zuhause im Rallycross – 1992 holte sich Will Gollop damit den Europameister-Titel.

Der Metro 6R4s in der Rallycross-Arena
Der Metro 6R4s in der Rallycross-Arena © British Rallycross Championship

3. Ford RS200

Das nächste „Opfer“ der Gruppe B. RS stand und steht heute noch bei Ford für sportliche Autos, 200 bezeichnet die gebaute Stückzahl. Der zweisitzige Hochleistungssportwagen ist eine Kreuzung aus Formel-1- und Rallye-Technik: Selbsttragendes, verbindungssteifes Monocoque-Chassis mit zusätzlichen Verbundwerkstoffen, an das vorn und hinten je ein Stahlrohrahmen befestigt ist. Der Überrollkäfig ist in den A-Säulen integriert. Lediglich Windschutzscheibe und Türen stammen aus dem Serien-Regal: sie gehören zum Sierra.
Berühmt wurde er durch Fahrer wie den Norweger Martin Schanche und den jubilierenden BBC-Moderator Murray Walker.

RS200: Schöne und Biest
RS200: Schöne und Biest © Ford

4. Mini

Größen von James Hunt bis Niki Lauda haben in einem Mini Einzug in den Motorsport gehalten. Und selbstverständlich war der „Kleine“ auch beim Rallycross-Debüt in England dabei. Damals ist Tony Hall in einem Mini auf den dritten Platz gefahren.

Zwei Minis Kopf an Kopf
Zwei Minis Kopf an Kopf © British Rallycross Championship

5. Audi Quattro S1

Bei diesem Namen werden bei vielen Rallye-Fans Erinnerungen wach. Die Rennversion des legendären Straßen-Quattro wurde durch seine Einsätze in der Rallye WM und vor allem durch den Sieg Walter Röhrls beim Pikes Peak Bergrennen 1987 zur Legende.

Rund 30 Jahre später ist noch immer ein Ingolstädter Rennwegen namens Audi S1 Quattro auf den Rallye-Pisten dieser Welt unterwegs: Mattias Ekström hat sich damit 2016 die Krone in der Rallycross-Weltmeisterschaft geholt.

Olle Arnesson in einem Quattro S1
Olle Arnesson in einem Quattro S1 © Audi

6. Citroën Xsara

Auf der Straße drehen sich vermutlich nicht allzu viele Köpfe nach dem Xsara um – in der Rallycross-Welt ist das anders. Der schwedische Fahrer Kenneth Hansen hat die FIA Europameisterschaft sechs Jahre lang dominiert und mit seinem Franzosen zwischen 2000 und 2005 fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Auch WRC-Champion Sébastien Loeb hat im Xsara 28 Rennen gewonnen.

Der Wolf im Schafspelz
Der Wolf im Schafspelz © British Rallycross Championship

7. Saab 9-3

Der Saab 9-3 Viggen Pikes Peak wurde speziell für das Pikes Peak International Hill Climb im Jahr 2000 umgebaut. Dazu wurde der 2,0 16 V Turbo (B204L) aus dem Vorgängermodell Saab 900 von der in Trollhättan ansässigen Firma Trollspeed getunt und erreichte 750 PS, zwei Jahre später sogar 800 PS. Die schwedeische Rallye-Legende Per Eklund konnte 2000 mit dem Wagen einen Klassenrekord von 11:20,580 Minuten in der Klasse „Pikes Peak Open“ aufstellen, der bis 2012 bestand. 2002 erreichte Per Eklund mit dem verbesserten Fahrzeug sogar eine Zeit von 11:13,200 Minuten, diesmal aber in der „Unlimited“-Klasse. Der Wagen beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 2,3 Sekunden.

Zum Schluss noch ein anderes Highlight der 50-jährigen Rallycross-Geschichte: Das Finale aus dem Jahr 1986, kommentiert vom legendären Murray Walker.

read more about
Zur nächsten Story