Der Haftbefehl von Haftbefehl – Die komplette Doku

Wie aus einer Flucht der spannendste Aufstieg der Deutschrap-Geschichte wurde.
Von Daniel Köhler

Die Lebensentscheidungen des jungen Aykut Anhan dürfen getrost als problematisch bezeichnet werden. Schulabgänger mit 14, früher Kontakt mit Drogen und Kriminalität. Die Strafbefehle türmten sich auf, der Vater wurde schmerzlich vermisst und am Ende war allen klar: Wenn jetzt nichts passiert, dann nimmt diese Biographie höchstwahrscheinlich kein gutes Ende. 

Als Kind war ich ja im Jugendarrest. Ich habe mir geschworen, nie wieder da rein zu gehen. Es ist einfach nur ekelhaft.

Haftbefehl

Es ist dieser Punkt in seinem Leben, an dem Aykut Anhan in ein Flugzeug steigt und zu seinen Verwandten nach Istanbul fliegt. Nur so dachte er, zumindest übergangsweise, der deutschen Strafverfolgung entgehen zu können. Drei Jahre verbringt Aykut in Istanbul, sortiert sich, beginnt mit der Musik und trifft schlussendlich die Entscheidung sich zu stellen und ein neues Leben zu beginnen.

Unter Auflagen kann er wieder in Deutschland leben und an seiner musikalischen Laufbahn als Haftbefehl arbeiten.

Der Haftbefehl von Haftbefehl begleitet Aykut Anhan in Istanbul, spricht mit ihm, Weggefährten von früher und heute, über die Geschichte eines Jungen auf der schiefen Bahn, der die Kurve kriegt und es binnen weniger Jahre zu einem der relevantesten Rap-Künstler des Landes geschafft hat.

Seht hier noch einmal den Red Bull Soundclash mit Haftbefehl und Sido:

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