Die 9 entlegensten Skateparks der Welt

Egal, wohin es dich verschlägt – ab sofort wirst du immer dein Skateboard mit auf Reisen nehmen.
Von Greg Poissonnier

Skateboarding ist allgegenwärtig auf diesem Planeten. Vier Rollen, ein Holzbrett und ein paar Quadratmeter smoother Boden; mehr braucht der Skater nicht, um eine gute Session zu haben. Klar, es gibt Orte, an denen man aller Wahrscheinlichkeit nach richtige Spot-Juwelen findet. Besonders die urbanen Räume bieten zahlreiche Street- und DIY-Spots. Manchmal verstecken sich solche allerdings an Orten, an denen man niemals vermute hätte, dass jemals zuvor ein Tail den Boden berührt hätte. Und genau darin liegt die Magie dieses Bretts.
Egal, wo du dich auf der Welt befindest – in der Mongolei, Grönland, mitten in der namibischen Wüste oder verloren auf einer exotischen Insel – vielleicht fährst du genau dort die beste Session deines Lebens. Es muss sich dabei nicht mal um einen perfekten Spot handeln, die Tatsache, dass man dort im Leben nicht damit gerechnet hätte, macht es so besonders.
Über die letzten Jahre haben wir so einige ungewöhnliche Skateparks gesehen, die wir gerne mit euch teilen wollten. Abschließend noch ein Tipp: Das nächste Mal, wenn ihr unterwegs seid: Vergesst ja nicht euer Board mitzunehmen!

Namibia – Miniramp in der Wüste

Antony Lopez - Switch Frontside Flip © Kevin Metallier

Namibia, nördlich von Südafrika, ist ein ungewöhnliches Reiseziel für Skateboarder, da das Land größtenteils von der Namib- und Kalahariwüste bedeckt ist. Dass es in der Stadt ein paar Streetspots gibt, ist schon interessant genug, aber die Miniramp mitten in der Wüste ist definitiv eine Überraschung.

Osh, Kirgistan – Die große Spielplatzrutsche

© Kevin Metallier

Auf unserer “Children Of The Sun” Tour nach Kirgistan stieß unsere Crew zufällig auf einen Spielplatz mitten in einer Nachbarschaft in der Stadt Osh. Zwischen den Rutschen und Schaukeln stand plötzlich diese Vertramp. Keine Ahnung, ob die Kinder wussten, wofür das Ding gut war, bevor Aidan Campbell und Konsorten sie in Grund und Boden fuhren. Als Rutsche erfüllte sie für die Kids immerhin auch einen Zweck.

Malediven – Der DIY-Spot im Paradies

Nick Garcia - Frontside Rock n Roll Slide © Sam McGuire

Die Malediven stehen für traumhafte blaue Buchten mit weißem Sandstrand, Schnorcheln in glasklarem Wasser und perfekten Wellen zum Surfen. In der Hauptstadt Malé, die zu den am dichtesten besiedelten Städten der Welt zählt, sieht der Alltag anders aus als auf den Postkarten gezeigt wird. Trotz mangelnder Baufläche konnten die Locals einen DIY-Spot direkt am Strand bauen – den Raalhugandu Bowl.

Spitzbergen – Nördlicher wird es nicht mehr

Karsten Kleppan - Frontside Flip © Brian Gaberman

Okay, seien wir mal ehrlich. Die Chancen, dass man zufällig mal ein Wochenende in Spitzbergen verbringt, stehen gering, aber man soll bekanntlich „niemals nie sagen“. Solltet ihr dem norwegischen Archipel zwischen der Antarktis und der Grönlandsee einen Besuch abstatten, dann vergesst nicht euer Brett mitzunehmen!

Yangon – Frischer Beton für Südostasien

Patrick Rogalski - Blindside flip to fakie © Kevin Metallier

Dieser Park wurde im Dezember 2015 in der ehemaligen Hauptstadt Myanmars von dem Community Collective fertiggestellt. Die Organisation unterstützt finanzschwache Stadtteile, in dem sie dort Skateparks baut. Den Locals gefällt es und auch ihr werdet dort sicherlich Spaß haben.

Apoyo Lagune - Natur, Yoga und Skateboarding

Chris Haslam - Frontside tailgrab © Jeremy Adams

Dieser Park befindet sich in der Apoyo Lodge im Westen Nicaraguas und ist fast ausschließlich mit einem Geländewagen erreichbar. Nicht gerade typisch für einen Skatepark, aber wenn Chico Brenes dich dorthin mitnimmt, hast du besser auch dein Board zur Hand.

Pura Pura Skatepark – Airtime inklusive

Pura Pura Skatepark © Jonathan Mehring

Der Pura Pura Skatepark in Laz Paz, Bolivien ist ein weiteres Meisterwerk der Community Collective Crew. Mehr als 110 Skater und Bauarbeiter halfen dabei, den Beton in die richtige Form zu gießen. Und das auf 3.600 Metern Höhe! An die dünne Luft muss man sich erstmal gewöhnen beim Skaten.

Ulaanbaatar – Shredden in der mongolischen Steppe

Ulaan Baatar Skatepark © Jo Hempel

Dieser Skatepark ist leider schon Geschichte, doch als die Carhartt Crew 2004 durch die Mongolei reiste, waren alle gestoked von dem Foto eines Skateparks mitten in der Stadtlandschaft. Wer hätte gedacht, dass es im Herzen der Mongolei eine Skateszene gibt. Das ist das Schöne am Skateboarding: solange der Boden gut genug ist, um darauf zu rollen, findet sich unweit irgendwo ein Skateboarder.

Donegal Backyard – Europas westlichster Skatespot

Keith Walsh Back Smith © Niall O´Byrne

Ein Trip nach Donegal im Nordwesten Irlands gleicht einer Reise in die Vergangenheit. Schafe verursachen hier regelmäßig Staus und der Geruch von Torf liegt überall in der Luft. Irgendwo im Hinterland erbaute der Skater und Künstler Ade Newton diesen tückischen und anspruchsvollen Backyard Bowl. Er lud uns zu einer Session ein, die der Dubliner Keith Walsh mit einem Ollie to Axle Stall am Dach seiner Scheune gebührend beendete.

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