7 finale Fragen an Lisa Zimmermann

Switch Double Cork und Dauerwellen. X-Games-Triumph und Bänderriss. Das war Lisa Zimmermanns Saison.
Lisas Ding: Slopestyle im Retrostyle.
Lisas Ding: Slopestyle im Retrostyle. © Klaus Polzer / Red Bull Content Pool
Von Sissi Pärsch

Lisa Zimmermanns Saison war fast so verdreht wie ihre Sprünge. Auf ihren gestandenen Switch Double Cork 1080 in Aspen sollte bei der Freestyle-WM Gold im Slopestyle folgen. Stattdessen kam der Riss – und ein vorgezogener Strandurlaub in Costa Rica. Hier Lisas Saison-Resümee:

Big Air, Big Triumph: Lisa mit Gold in Aspen.
Big Air, Big Triumph: Lisa mit Gold in Aspen. © Christian Pondella / Red Bull Content Pool

Wie feiert man so einen X-Games-Sieg?
Ähm, ich passe die Frage.

Aspen war Dein Glückspflaster – ist es auch eine coole Stadt?
Aspen ist eigentlich meiner Wahlheimat Innsbruck nicht unähnlich, aber natürlich doch auch komplett anders. Es sind beides kleine „Städte“, die Leute sind überwiegend nette und fröhlich – und vor allem auch extrem Sport begeistert.

Du hast als erste Dame weltweit den Switch Double Cork 1080 gestanden. Da pumpt es doch sicher literweise Adrenalin durch den Körper. Wann kann das Gehirn so was verarbeiten?
Den Trick an sich eigentlich recht schnell, weil ich den davor schon ein paar Mal gemacht habe. Aber so richtig bewusst nehme ich Siege in der Regel immer erst einige Tage und manchmal auch Wochen später wahr.

Alles im Griff bei den X-Games.
Alles im Griff bei den X-Games. © Christian Pondella / Red Bull Content Pool

Und dann kurze Zeit drauf in Mammoth Dein Sturz samt Bänderriss. Wie groß war da der Frust? Steckst Du so was schnell weg?
Frust war kaum einer da. Während des Sturzes habe ich mir schon kurz gedacht: „Das kann doch nicht sein, dass das jetzt gerade passiert.“ Aber kurz später war mir recht klar, warum das passiert ist. und das es jetzt mal meine Zeit ist die Knie Reha zu machen. Bist jetzt bin ich ja von so was verschont geblieben..

Was heißt, Du wusstest, warum es passiert ist?
Ich habe mir geschworen, wenn ich bei den X-Games gewinne, dann fliege ich ein, zwei Wochen ans Meer. Irgendwohin, wo es warm ist. Das wollte ich dann eigentlich auch machen. Aber man lässt sich ja schnell überzeugen und so ging’s eben nach Mammoth natürlich auch mit dem Gedanken im Hinterkopf, die Qualifikation für Olympia so schnell wie möglich sicher in der Tasche zu haben. Man sollte einfach mehr auf sein Herz hören. So wurde es nix mit der WM in der Sierra Nevada. Aber jetzt bin ich endlich am Strand und das sogar länger als 2 Wochen...

Lisa und ihr alter iPod.
Lisa und ihr alter iPod. © Klaus Polzer / Red Bull Content Pool

Ganz ehrlich: Dein Saison-Highlight war doch eigentlich „Generations of Freeskiing“! Hast Du die Ausrüstung behalten – und denkst Du über eine Dauerwelle nach?
Ich liebe die Dauerwelle an mir! Aber da die Stylistin schon eine halbe Stunde dafür gebraucht hat, wird das wohl eher nichts für mich. Den Anzug habe ich tatsächlich noch. Aber O’Neill hat jetzt eine coole Retro-Kollektion und sobald ich wieder auf Skiern stehe, werde ich die tragen.

Abgesehen von der Reha: Wie sehen Deine Sommerpläne aus?
Mein Sommerplan besteht leider hauptsächlich aus Reha – allerdings so weit es geht natürlich irgendwo am Meer.

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