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5 Dinge, die ihr über Gears of War 4 wissen müsst
Neuer Entwickler, neue Gears, zurück zu eSport
Mit Gears of War 4 erwartet euch wieder eine Action-Achterbahnfahrt, wie man sie von der Serie gewohnt ist. Nach knapp über 10 Stunden Ballern haben wir für euch alles Wissenswerte kompakt zusammengefasst, damit ihr gut informiert und vorbereitet in den Kampf ziehen könnt.
1.Die Geschichte
Gears of War war immer dominiert von einer Figur – Markus Fenix. Nach seinen drei Abenteuern hat sich das neue Entwicklerstudio, The Coalition, jedoch für einen Zeitsprung entschieden und setzt die Geschichte 25 Jahre nach den Ereignissen von Gears of War 3 an. Hauptprotagonist ist deshalb JD Fenix, Marcus‘ Sohn, der sich völlig neuen Gefahren stellen muss, wie zum Beispiel tödlichen Stürmen, die eindrucksvoll in Szene gesetzt sind.
Hauptproblem der Welt Sera ist nach dem Sieg gegen die Locus allerdings die damit verbundene Zerstörung aller fossilen Brennstoffe – Spieler des Vorgängers erinnern sich. Unter diesen schwierigen Umständen haben sich die verbleibenden Menschen in abgeriegelten Städten zusammengefunden, die von der Coalition of Ordered Government gemeinsam mit den COG das Reisen in und aus den Städten verbieten. Die „Outsiders“ weigern sich diesen Regeln zu folgen und bilden ihre eigenen Communities. Dort findet sich auch Held Fenix wieder.
2.Die Waffen
Die abwechslungsreichen Waffen waren immer eine Stärke der Serie. Neben bekannten Bleispuckern wie etwa dem Lancer, der auch wieder eine Kettensäge montiert hat, gibt es etwa den „Buzzkill“, der Kettensägenblätter in einer hohen Frequenz verschießt und diese auch an Wänden abprallen, um etwa Gegner hinter einer Deckung zu treffen. Diverse Shotguns (Gnasher), Sniper-Gewehre (Longshot) und eine Explosivgeschoße feuernde Armbrust (Arkon Bogen) erweitern das Set an Angriffsmöglichkeiten. Wie immer könnt ihr zwei Hauptwaffen, ein Set an Granaten und die Handfeuerwaffe gleichzeitig tragen.
Neu ist eine Rammattacke aus dem Lauf heraus, sowie Gegner über eine Deckung heranzuziehen und sie mit dem Messer zu erledigen. Das bleibt zwar eher die Ausnahme, weil ihr meist sehr viele Gegner um euch versammelt habt, eher einsame Widersacher so zu erledigen, macht aber durchaus Sinn.
3.Gameplay
Auch der neueste Teil der Serie fühlt sich sehr vertraut an. Viele Waffen und die bekannte „in Deckung laufen“ Spielweise kennen viele Gamer schon seit Anbeginn der Gears-Reihe. Anfänger sollten in jedem Fall einen der ersten zwei Schwierigkeitsgrade auswählen, weil das Spiel im Laufe der Geschichte unbarmherzig wird und der eigene Charakter nur wenige Treffer verträgt. Im Coop-Modus kann man sich zwar in den meisten Fällen wieder gegenseitig auf die Beine helfen (die KI-Mitspieler helfen hier auch gut mit), aber aufgrund der oftmals zahlenmäßigen Überlegenheit und in späteren Abschnitten fies ausgerüsteten Gegnern (Stichwort Scharfschützengewehr) raten wir Neueinsteigern zur Vorsicht.
Wer die Serie kennt, wird sich schnell zuhause fühlen und speziell im Koop auch auf härteren Schwierigkeitsgraden sein Glück versuchen. Die verschiedenen Gegnertypen lernt man schnell kennen, inklusive ihrer Eigenheiten – etwa in eurer Nähe zu explodieren oder auch sich neue Deckung zu suchen, um kein leichtes Ziel zu sein. Die Wahl der Waffen bleibt in jedem Abschnitt wichtig und auch das Ausschauhalten nach Munition. Die Gegner vertragen noch immer unglaublich viel und so muss oft gut gewirtschaftet werden, um nicht mit bloßen Händen kämpfen zu müssen. Spielerisch überraschen wird euch das Spiel nicht – einzig das Ausprobieren der vielen neuen Waffen lässt frischen Wind aufkommen.
Was definitiv frischen Wind in den Multiplayer bringt ist die Möglichkeit das Spiel auf eurem PC oder eurer Xbox One installieren zu können. „Xbox Play Anywhere“ nennt sich dieses Feature und ermöglicht euch auf beiden Plattformen abwechselnd zu spielen – wenn ihr das wollt. Auch wenn ein Freund z.B. keine Xbox One hat, aber einen ausreichend starken PC, könnt ihr mit ihm gemeinsam die Kampagne spielen oder in den anderen Modi miteinander kämpfen. Cool.
4.Multiplayer
Gears of War 4 kann nur noch zu zweit und nicht mehr zu viert kooperativ durchgespielt werden. Dafür darf man sich zwischen Online und Offline (Splitscreen) entscheiden, was heute auch keine Selbstverständlichkeit mehr ist.
Der Horde-Modus feiert sein Comeback – auch ein Wunsch der Spieler – wo ihr zwischen fünf Klassen wählen müsst, bevor euch Wellen von Gegnern entgegentreten. Daneben gibt es 9 verschiedene Modi, darunter viele bekannte (z.B. Team-Deathmatch, King of the Hill, usw.), aber auch drei neue, auf die in Punkt 5 weiter unten näher eingegangen wird. Zehn Maps wird es zum Start geben, weitere werden via DLC nachgeliefert.
Wie schon bei Halo 5 wird versucht, mit dem Einführen von Trading-Cards und stetig wechselnden Maps, die Community längerfristig bei der Stange zu halten. Der Trend in Richtung Microtransactions macht auch hier nicht halt. Das Sammelkarten-System soll allerdings einzig die Optik beeinflussen und die XP-Rate erhöhen. Sie können dabei sowohl gegrinded, als auch gekauft werden. Einige Beispiele: „Deckungs Boost“, damit man im Multiplayer weniger Schaden in Deckungen nimmt. „Beschützer Punktzahl“: 1500 Punkte im Modus Beschützer erzielen – bringt 3.000 Erfahrungspunkte. Darüber hinaus gibt es verschiedene Flaggen für das eigene Emblem freizuspielen und unzählige Skins, etwa einen gelben „Herzchen-Lancer“. Süß.
5.eSport im Fokus
Der erste Teil der Serie war ein beliebter eSport-Titel. Ab dem Jahr 2007 kämpften Teams wie vVv Vision oder LGD Red in wunderbar kurzweiligen Matches gegeneinander an und begeisterten das Publikum. Gears of War war als Third-Person-Shooter einmalig in der Szene.
Trotzdem kam mit Gears of War 2 der Abstieg. Neben Glitches waren Veränderungen an Waffen wie dem „Gnasher“ und langweiliges Map-Design Spaßkiller für Spieler und Zuschauer. Nach nur einem Jahr flog das Spiel aus der MLG und auch die Fortsetzung konnte daran nichts ändern, obwohl Epic einige Dinge verbesserte. Die eSport-Community war vergrault.
Mit Teil 4 will das Entwickler-Team nun alles besser machen. Speziell zwei Modi sollen dafür sorgen. Zum einen der „Escalation“ Modus, bei dem das Verlierer-Team in jeder Runde geheim ein Powerup auf der Map platzieren darf. Damit soll nicht nur das Balancing, sondern auch das Zuschauen und Casten spannender und abwechslungsreicher werden. Zum anderen gibt es den „Dodgeball“ Modus, der eine Art Völkerball darstellt. Es treten immer zwei Teams mit jeweils fünf Spielern gegeneinander an und versuchen, das gegnerische Team komplett zu beseitigen. Die Maps sind dabei häufig sehr klein und gedrängt, sodass man von einer Deckung in die nächste huscht. Für jeden Kill kehrt ein bereits ausgeschiedenes Teammitglied wieder ins Spiel zurück. Wird man getroffen, landet man auf einer Warteliste, bis wieder ein Platz auf dem Spielfeld frei wird.

