Wintersports
Es ist alles angerichtet! The Flying Bulls haben die berühmte "Gams" eingeflogen, die Piste ist perfekt präpariert und die Ski-Stars sind heiß auf drei Rennen auf der legendären Streif. Das Hahnenkamm-Wochenende ist das Highlight im Ski-Weltcupkalender. Und 2021 wird wieder einmal Geschichte geschrieben: Am Freitag steigt die 500. Abfahrt der Weltcup-Geschichte – einen würdigeren Ort als Kitzbühel kann man sich für dieses Jubiläum kaum aussuchen. Wir sind gespannt, wer sich beim 81. Hahnenkamm-Wochenende in den Geschichtsbüchern verewigen wird.
Montag: Der Super G
Zum Kitzbühel-Finale noch ein Heimsieg! Das dritte und letzte Rennen des 81. Hahnenkamm-Wochenende stand aufgrund der Verschiebung erst am Montag auf dem Programm. Für die ÖSV-Läufer eigentlich ein gutes Omen, denn wenn der Super G in Kitzbühel an einem Montag stattfand, sind Österreichs Speed-Asse noch ungeschlagen. Drei Mal war das bis jetzt der Fall, 1995 gewann Günther Mader, 2003 und 2005 "Herminator" Hermann Maier. Und auch 2021 stand mit Vincent Kriechmayr ein Österreicher auf dem obersten Stockerl bei der Super-G-Siegerehrung.
Immer wieder die Nummer 5! Nach dem Sieg von Beat Feuz am Freitag mit Nummer 5 und Platz 2 durch Johan Clarey am Sonntag mit der Startnummer 5 war es im Super G Vincent Kriechmayr, der die Lucky Number 5 für seinen 5. Super-G-Weltcupsieg perfekt ausnutzte.
Nach zwei durchwachsenen Rennen vom 29-jährigen Oberösterreicher merkte man ihm im Ziel gleich an, als er den 1er auf der Anzeigentafel aufleuchte sah, dass es eine echte Erleichterung war, endlich vom Start bis ins Ziele eine richtig gute Fahrt erwischt zu haben. An dieser Bestzeit im Super G auf der Streif bissen sich die weiteren Topläufer die Zähne aus und somit gelang es dem ÖSV-Team auch 2021, in Kitzbühel einen Heimsieg zu feiern.
Vincent Kriechmayr verwies Marco Odermatt (+0,12) und Matthias Mayer (+0,55) auf die Plätze 2 und 3. Damit gelang auch dem Kärntner ein seltenes Kunststück: Er holte sich in jedem Rennen des 81. Hahnenkamm-Wochenende einen Stockerlplatz!
Die Top 10 des Super G am Montag
- Vincent Kriechmayr 1:12,58
- Marco Odermatt (+0,12)
- Matthias Mayer (+0,55)
- Christof Innerhofer (+0,59)
- Christian Walder (+0,70)
- James Crawford (+1,11)
- Stefan Babinsky (+1,19)
- Matthieu Bailet (+1,34)
- Loic Meillard & Andreas Sander (+1,41)
Sonntag: Hahnenkamm-Abfahrt
And he did it again! Beat Feuz ist der König der Streif 2021! Nach seinem Husarenritt bei der ersten Abfahrt am Freitag war der Schweizer auch bei der Hahnenkamm-Abfahrt das Maß der Dinge. Aber die Feuz-Fans mussten lange zittern: Anders als noch am Freitag, holte der 33-Jährige mit Startnummer 9 ab der Hausbergkante die wichtigsten Hundertstelsekunden auf, denn nach dem Brückenschuss war Johan Clarey noch klar vor dem Schweizer. Doch was Beat Feuz dann auf die eisige Streif gezaubert hat, war an diesem Tag unschlagbar. Er ist damit der erst sechste Streif-Doppelseiger nach Karl Schranz (1972), Pirmin Zurbriggen (1985), Peter Wirnsberger (1986), Franz Heinzer (1992) und Luc Alphand (1995).
Johan Clarey ist gleich bewusst, dass ihm eine tolle Fahrt gelungen ist.
© Samo Vidic/Red Bull Content Pool
Auf Platz zwei klassierte sich der Franzose Johan Clarey (+0,16), dem mit Startnummer 5 beinahe die große Sensation gelang. Auch Matthias Mayer durfte bei der zweiten Abfahrt auf der Streif an diesem Wochenende zum zweiten Mal auf das Stockerl steigen. Nach Platz 2 am Freitag belegte der Kärntner mit +0,38 Sekunden Rückstand Rang 3.
Die Top 10 der Hahnenkamm-Abfahrt am Sonntag
- Beat Feuz 1:55,29
- Johan Clarey (+0,16)
- Matthias Mayer (+0,38)
- Christof Innerhofer (+0,86)
- Romed Baumann (+0,97)
- Andreas Sander (+1,00)
- Dominik Paris (+1,18)
- Othmar Striedinger (+1,20)
- Matthieu Bailet (+1,22)
- Daniel Hemetsberger & Marco Odermatt (+1,32)
Freitag: Abfahrt (Ersatzrennen Wengen)
Lucky Number 5. Nach vier zweiten Plätzen auf der Streif endlich der erste Sieg für Beat Feuz. Letztes Jahr ex-aequo mit Vincent Kriechmayr auf Platz zwei, sicherte sich Beat Feuz mit Startnummer 5 bei der Abfahrt am Freitag in Kitzbühel Platz eins.
Mit seiner nicht ganz fehlerfreien, aber extrem schnellen Fahrt verwies er Vorjahressieger Matthias Mayer (+0,16) und Comebacker Dominik Paris (+0,56) auf die Plätze. Natürlich will jeder hier auf der Streif gewinnen, der in Kitzbühel am Start steht. Doch wenn einer der absoluten Speed-Topstars wie Beat Feuz ganz oben am Stockerl steht und zum ersten Mal eine goldene Gams in die Luft strecken darf, freut sich jeder für den Schweizer mit.
Und mit diesem Triumph beantwortete er natürlich auch die Frage nach der Favoritenrolle für die zweite Hahnenkamm-Abfahrt. Denn er ist der größte Gejagte. Wir sind gespannt, ob Matthias Mayer, Dominik Paris oder Vincent Kriechmayr dem Schweizer auch einen Doppelsieg gönnen ... Wohl kaum, da wollen ihm seine schärfsten Konkurrenten sicherlich einen Strich durch die Kitz-Rechnung machen.
Die Top 10 der Abfahrt am Freitag
- Beat Feuz 1:53.77
- Matthias Mayer (+0,16)
- Dominik Paris (+0,56)
- Johan Clarey (+0,89)
- Andreas Sander (+0,95)
- Carlo Janka (+1,37)
- Matthieu Bailet (+1,50)
- Romed Baumann (+1,51)
- Vincent Kriechmayr (+1,62)
- Nils Allegre (+1,64)