Snowboarden

Die Top 9 Snowboard-Tricks für diesen Winter

Ob Anfänger oder Profi – höchste Zeit, dir Ziele für diese Saison zu setzen.
Autor: Thomas Wernhart
5 min readveröffentlicht am
Mit viel Übung zum Toots-Style.

Mit viel Übung zum Toots-Style.

© Scott Serfaus / Red Bull Content Pool

Der Winter nimmt langsam Fahrt auf und die ersten Laps haben Lust auf mehr gemacht und man hat sich wieder daran gewöhnt, ein Board an den Füßen und Schnee darunter zu haben. Um auch diesen Winter deinen „bag of tricks“ ein wenig zu erweitern, haben wir eine Liste zusammengestellt, die vielleicht ein wenig Inspiration und Motivation für dich ist und bei der du sagst: „Das möchte ich am Ende des Winters können!“ Ob du Freestyle-Anfänger oder hartgesottener Pro bist, es ist bestimmt etwas für dich dabei. Anschnallen und loslegen!

Anfänger: Backflip

Backflips schauen gefährlich aus, sind sie aber nicht... meistens zumindest. Hat man erst Mal den Mut gefasst, sich ohne Kompromisse kopfüber nach hinten zu schleudern, ist schon viel gewonnen. Die Überwindung ist das schwierigste an diesem Trick, das könnt ihr uns glauben. Probiert eure ersten Backflips auf steilen Jumps mit viel Kick und weicher Landung – im tiefen Powder kann nicht viel schief gehen. Trotzdem vergesst euren Helm nicht, denn wenn wirklich etwas schief gehen sollte, kann dieser euch das Leben retten.

Anfänger: Butter Tricks im Powder

Abseits der Pisten tut sich eine ganz neue Welt auf und oft musst du gar nicht so weit in den Backcountry vordringen, um ein paar unverspurte Stellen für deine ersten Buttertricks zu finden. Hier gilt wieder "learning by doing“ und zwar so oft und viel wie möglich, denn das Boardgefühl muss sich erst entwickeln. Versuche kleine Wheelies, dann bau einen Backside 180 ein und fahr weiter. Langsam kannst du dich voran arbeiten und die Tricks aneinander reihen bis du dich mit Leichtigkeit durch den Backcountry zwirbelst. Ein kleiner Tipp: Geschwindigkeit ist dein Freund und macht vieles leichter – keine Angst, die Slams tun hier nicht weh!

Anfänger: Backside Noseslide (Pretzel out)

Du solltest deine ersten Backside Boardslides natürlich auf flachen Boxen und einfachen Rails im Park üben und perfektionieren, bevor du es mit Streetrails aufnimmst, aber du wirst sehen, wie schnell du Fortschritte machen wirst. Backside Boardslides sind relativ einfach, weil die Gewichtsverteilung nicht sonderlich komplex ist und man Vorübungen für den Trick schon sehr gut im Stand üben kann. Wichtig ist es, sich nicht zu viel nach hinten zu lehnen, da man so schnell wegrutscht. Hat man die Backside Noselslide heraußen, kann man sich mit dem letzten Teil, dem „Pretzel“ beschäftigen. Dafür musst du „hardway“ vom Rail spinnen, also einen 270 Grad Spin gegen die Richtung in die du aufs Rail gedreht hast.

Fortgeschrittener: 540 to Method

Simon Gschaider gehört zu den jungen Wilden im Snowboardzirkus und auch, wenn er nicht aus einer Gegend kommt, die mit Bergen und Parks gesegnet ist, gibt der Junge mächtig Gas. Sein 540 to Method kann sich sehen lassen und auch ihr solltet den Trick in euer Repertoire aufnehmen. Und arbeitet an eurem Style, denn nur so sieht dieser Trick, der schon einiges an Können und Kontrolle verlangt, gut aus.

Fortgeschritten: Cab 270 to Frontside Boardslide to Regular

Anna Gasser ist nicht nur in den Lüften eine Macht, sondern hat auch auf den Rails mehr Tricks parat als viele ihrer männlichen Kollegen. Den Cab 270 fährt man switch an und landet dann am besten direkt unter der Bindung am Rail. Dann heißt es erstmal die Balance finden und die Rotation stoppen, damit man am Ende regular ausfahren kann. Zu Beginn wird man sich oft weiterdrehen und switch vom Rail kommen, aber auch das sieht gut aus und ist ein guter Anfang.

(Sehr) Fortgeschrittener: Back 1 to Switch 50-50 (to Switch Back 3 out)

Was Seb Toots hier so einfach aussehen lässt, ist eigentlich extrem schwer und erfordert wohl einiges an Übung. Hat man den Dreh aber raus, kann man damit seine Freunde ordentlich beeindrucken. Der Backside 180 auf das Rail ist schwer, weil man sich auf sein Gefühl und nicht auf seine Augen verlassen muss. Der Switch 50/50 sollte nicht das große Problem sein, aber dann den Körper wieder in die Gegenrichtung zu drehen, erfordert schon so einiges an Können. Alles beginnt mit dem Back 1, den du im Schlaf können solltest. Den Switch Back 3 fügst du dann hinzu, wenn du dich sicher fühlst und am Weg zum Pro bist.

Pro: Back 180 on Switch 50/50 über ein langes Streetrail

Dominik Wagner macht's in „Spice“ vor und beweist, dass er in den Straßen zu den Besten gehört. Backside auf ein Rail zu springen hat man nach einigen Versuchen ganz gut heraußen, aber dann Switch mit Highspeed das Rail hinunter zu schießen verlangt schon viel Mut – vor allem, wenn dann noch ein Kink auf einen zukommt. Viel Spaß beim Üben und nicht vergessen: heißt die Schmerzen mit einem Lächeln willkommen!

Pro: Einen massiven Powderjump bauen

Hier geht es gar nicht so darum, welchen Trick du machst, sondern darum die Limits auszutesten und deinen Level nach oben zu pushen. Einen fetten Powderjump (mit oder ohne Gap) in die Landschaft zu zaubern ist schon eine Kunst für sich. Im Tiefschnee dann aber noch seine Tricks zu stehen, vor allem wenn du switch landen musst, ist etwas für Profis und selbst die besten Parkrider dieses Planeten tun sich im Backcountry oft schwer. Triples und Quads im Park, ein Tomahawk nach dem anderen im Powder – geh raus und werde zu einem kompletten Rider, der in allen Lagen performen kann.

Pro: Knuckle- und Pistentricks wie Marcus Kleveland

Ok, wir geben es ja zu, Marcus Kleveland hat da ganz schön was vorgelegt, aber das heißt noch lange nicht, dass man es nicht probieren kann. Such dir eine schöne Stelle auf der Piste, wo du mit niemandem kollidieren kannst, und lass deiner Kreativität freien Lauf. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und wenn du richtig Gas gibst, wirst du deine Freunde und Sponsoren beeindrucken – garantiert!