Acht Gründe für den Wellenpark Tirol

Surfen im Binnenland? Warum nicht! Tirol bekommt eine künstliche Welle und wir sagen euch warum.

Surfen in den Tiroler Bergen – ein Traum wird wahr
Surfen in den Tiroler Bergen – ein Traum wird wahr© www.wavegarden.com

In Österreich zu leben hat sehr viel positives und wenn man auf Outdoor-Aktivitäten Bock hat, dann wird es nie langweilig - doch als Surfer sitz man in der Alpenrepublik im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Trockenen. Die paar Wochen oder sogar mickrigen Tage im Jahr, die man dann am Meer verbringen darf, wecken die Lebensgeister und laden die Batterien für den Rest des Jahres bzw. bis der erste Schnee kommt, auf. Kehr man nach einem Surftrip in die wellenlosen Gefilde zurück, träumt man vom ersten Moment an vom nächsten lang ersehnten und bitter nötigen Urlaub am Meer – und dieser könnte in Zukunft nach Tirol führen.

SURFTIROL hat sich das Ziel gesetzt, einen Wavegarden, also eine künstliche Welle allererster Güteklasse, in die Alpenrepublik zu bringen und es spricht so einiges dafür.

1.Kein Meer – keine Wellen

Österreich ist mit imposanten Bergen, beeindruckenden Seen und wunderschönen Flüssen gesegnet, doch was für den Traum eines jeden Surfer fehlt, ist definitiv der Zugang zum Meer. In Amerika kann man auch auf den große Seen, wie dem Lake Michigan und dem Huronsee, auf Wellenjagd gehen – letzterer bietet mit seinen 30.000 Inseln und 59.000 km2 Fläche eine Küstenlänge von 6.157 Kilometern. Natürlich gibt es in Österreich auch Flusswellen, die jede Menge Spaß machen und um die sich schon eine motivierte Szene gebildet hat, aber es ist einfach nicht das Dasselbe. Flo Huter setzt sich mit SURFTIROL, für einen Wavegarden, also eine künstliche Welle, die richtiges Surfen, eingebettet in den österreichischen Bergen ermöglich, ein. Unterstützung bekommt er vom österreichischen Surfverband AUSTRIAN SURFING und gemeinsam wollen sie das Projekt auf die Beine stellen. Schon 2016 soll der Bau beginnen – alle Infos und die Möglichkeit dieses einzigartige Vorhaben zu unterstützen findest du auf www.surftirol.com

Zwei perfekte Wellen im Binnenland.
Zwei perfekte Wellen im Binnenland.© www.wavegarden.com

2.Spaß für jung und alt

Obwohl Surfen zu den schwersten und komplexesten Sportarten zählt, die es gibt, begeistern sich weltweit über 35 Millionen Menschen für den Sport der Könige, der schon knapp 4000 Jahre alt ist. Die ausgeprägten Zuwachsraten bestätigen den Boom und das schöne an dieser Sportart und dem Lifestyle ist, dass man sehr früh beginnen und bis ins hohe Lebensalter dabei bleiben kann. Wellenreiten hat so viele verschiedene Ausprägungen – vom relaxten Longboarden zum radikalen Shortboard surfen – für jeden Charakter und jede Vorliebe gibt es Platz und das ist vielleicht der Grund, warum es so viele Menschen in die Wellen zieht.

Mehrere Generationen gemeinsam im Wasser.
Mehrere Generationen gemeinsam im Wasser.© www.wavegarden.com

3.(Nacht-)Surfen bei glühender Hitze und frostigen Temperaturen

Wie schon gesagt, als armer Bewohner eines Binnenlandes beschränkt sich Surfen auf ein paar Wochen, vielleicht sogar Tage, im Jahr - mit einem Wavegarden wäre dieses Problem gelöst. Im Optimalfall, wenn also die Außentemperaturen nicht zu weit unter den Nullpunkt wandern, ermöglicht dieses System weit über 300 Surftage jährlich. High-Tech Neoprenanzüge machen das Thema Außen- und Wassertemperatur sowieso obsolet und eine weiterer Pluspunkt kommt hier noch dazu: auch die dunkle Nacht kann dem Surfvergnügen nichts mehr anhaben. Durch Flutlichtanlagen werden in Zukunft auch Night-Sessions möglich.

4.Left or Right – du entscheidest

„Wave Knowledge“ ist eine wichtige Sache im Surfen und nur wenn man sich intensiv mit dem Medium beschäftigt, sollte man hier so schnell wie möglich Fortschritte machen. Viel Zeit im Wasser und auch genaue, konzentrierte Beobachtungen schulen das Auge und mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür, welche Wellen nach rechts und welche nach links brechen bzw. ob man überhaupt anpaddeln soll. Im Wavegarden fällt diese Unsicherheit weg. Wir empfehlen diesen Skill, der gute von schlechten Surfern unterscheidet, auf keinen Fall außer acht zu lassen – trotzdem: eine perfekte Welle ohne komplizierte Sections, die man lesen (lernen) muss, vor sich zu haben, beschleunigt den Lernprozess unheimlich. Wie beim Skateboarden kann man einen Trick zig-mal in den gleichen Bedingungen üben und perfektionieren. Kirchberg in Tirol wird zum Pointbreak-Mekka!

Surfen lernen im Schnellverfahren.
Surfen lernen im Schnellverfahren.© www.wavegarden.com

5.Surfpros aus Österreich oder “the olympic gold medal goes to…”

Dieser Punkt wird unter der Puristen und selbsternannten Soulsurfern Unbehagen und Empörung hervor rufen, doch die Entwicklung ist nicht aufzuhalten. Schon jetzt gibt es Surfcontests wie die Surf & Style Europameisterschaften im Wellenreiten auf der künstlichen Welle im MAC-Forum am Flughafen München oder an diversen natürlichen Flusswellen. Surf Snowdonia, der kürzlich eröffnete erste öffentlich zugängliche Wavegarden in Wales, richtet nun den ersten Wettkampf in einer künstlichen und nicht-statischen Welle aus – das Red Bull Unleashed findet von 18. bis 19. September statt und von da an ist auch der Weg für Bewohner von Binnenländern geebnet. Dass Surfen in diesen Wavepools einmal olympisch werden würde, war vor ein paar Jahren noch verrückte Utopie, im Jahr 2016 aber schon vorstellbar und mit Sicherheit kein Hirngespinst mehr.

Kommt der nächste Worldchamp aus dem Wavepool?
Kommt der nächste Worldchamp aus dem Wavepool?© www.wavegarden.com

6.Keine messerscharfen Riffe, gefährliche Strömungen und vor allem, keine Haie!

Sich im Meer sicher zu bewegen erfordert viel Erfahrung und neben den technischen Fertigkeiten, die man für das Wellenreiten braucht, muss man auch viel über das Wasser und das Verhalten im Line-Up lernen. Was passiert bei Ebbe und Flut? Wie funktionieren Strömungen? Wer hat Vorrang? Und vieles mehr. Natürlich sollte jeder Surfer wissen, wie diese Dinge funktionieren, doch für Anfänger stellt ein Wavegarden eine sehr behütete und sichere Möglichkeit dar, sich mit dem Sport anzufreunden und seine ersten Versuche zu machen. Und auch für Fortgeschrittene und Pros wird etwas geboten. Nämlich perfekt laufende Wellen, keine lästigen Drop-Ins und vor allem kein Meeresgetier, das einem nach dem Leben trachtet. Vor wenigen Wochen wurde der dreifache Surf-Weltmeister Mick Fanning während der J-Bay Open in Südafrika von einem Hai angefallen – das sollte in einem Tiroler Wavepool nicht passieren. Dort wird man eher von den Apres Skihasen gebissen.

Sicherheit und Spaß gehen vor.
Sicherheit und Spaß gehen vor.© www.wavegarden.com

7.Surfer Dudes, Bikinbabes und Trachten-Chicks

Surfen stellt einen Lifestyle dar, der vor Freiheit, Spaß und natürlich auch Sexiness sprüht. Jungs wie Michel Bourez, mit breiten Schultern und Waschbrettbaauch, und braungebrannte Top-Surferinnen in Bikinis á la Sally Fitzgibbons gehören zum Surfen, wie der durchgeknallte Kalifornier Poopies zu Jamie O’Brien und auch Österreich hat seine Schönheiten zu bieten. Einen „Strand“ inmitten der Tiroler Berge zu haben würde etwas von dem Lifestyle in die Alpen bringen und wer weiß, vielleicht setzen sich die figurbetonten Dirndln und Trachten auch hier durch.

Surfen bedeutet auch Lifestyle.
Surfen bedeutet auch Lifestyle.© Red Bull Content Pool

8.Der Umwelt zuliebe

Surfer stehe in einer tiefen Verbindung mit der Natur und ihr ganzes Leben richtet sich danach. Doch so wichtig es für uns ist, sich dem Schutz unseres Lebensraumes zu widmen, so problematisch sind die Reisen, die wir auf der Suche nach der besten Welle unternehmen, für den Planeten. „Der CO₂-Fußabdruck, auch Carbon Footprint, ist ein Maß für den Gesamtbetrag von Kohlenstoffdioxid-Emissionen der, direkt und indirekt, durch eine Aktivität verursacht wird oder über die Lebensstadien eines Produkts entsteht” – wenn wir also durch die ganze Welt jetten, tun wir zwar uns etwas Gutes, der Planet leidet jedoch. Ein Wavegarden läuft mit durchschnittlich 710 Kilowattstunden pro Stunde und produziert mit dieser Energie 120-240 Wellen pro Stunde. Der Pool wird mit Wasser in Trinkwasserqualität gefüllt sein, was die Lebensdauer der Wetsuits und auch Boards extrem verlängert - Salzwasser macht das Neopren spröde und greuft auch Surfboards an. Außerdem funktioniert die Technik hinter dem Wellengenerator ohne Schmiermittel, ein weiteres Plus.

Alle weiteren Infos gibt es unter www.wavegarden.com.

Autor: Thomas Wernhart