- Live-Erlebnis: Beim Red Bull X-Alps 2021 bist du mittendrin statt nur dabei – mit dem Live-Tracking kannst du alle Athleten verfolgen. Hier gehts zum Echtzeit-Erlebnis.
- Info-Quelle: Du willst mehr wissen über die Route, die Athleten, die Regeln oder dir die besten Fotos geben – findest du alles auf der Red Bull X-Alps-Website.
29. Juni 2021: Steirer Simon Oberrauner landet auf Platz Drei
Nachdem sich Christian Maurer gestern seinen siebten Titel geholt hat, kämpften Patrick von Känel und Simon Oberrauner bei der zehnten Edition des härtesten Abenteuerrennens der Welt heute um die Plätze Zwei und Drei. Der Steirer Oberrauner musste sich in einem unglaublich spannenden Finale dann doch noch dem Schweizer geschlagen geben.
Patrick von Känel, Chrigel Maurer and Simon Oberrauner feiern am See.
© Christian Lorenz / Red Bull Content Pool
Der Schweizer Patrick von Känel belegte heute nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Österreicher Simon Oberrauner den zweiten Platz bei Red Bull X-Alps 2021. Er stürzte sich von der Schmittenhöhe in die Tiefe und landete kurz nach 13.30 Uhr auf dem schwimmenden Floß über dem glitzernden Wasser von Zell am See.
Er folgt damit dem Schweizer Chrigel Maurer, der gestern Abend zum Floß flog und damit seinen siebten Sieg in Folge beim Hike-and-Fly-Rennen um die Alpen bestätigte.
Ich freue mich riesig! Es ist unfassbar. Das ist mehr, als ich mir je vorstellen konnte. Es gab Momente, in denen ich dachte, oh mein Gott, das war hart, aber ich wollte nie aufgeben.
Heute Morgen, nach dem Abwarten eines Sturms in Norditalien, waren Oberrauner und der Franzose Maxime Pinot vorne und starteten gemeinsam mit von Känel etwas weiter hinten. Doch im Kampf in der Luft triumphierte der Schweizer. Nachdem er beim finalen Turnpoint auf der Schmittenhöhe über Zell am See landete, packte er seinen Schirm und sprintete zum Signboard, während Oberrauner nur 100 Meter hinter ihm war. Blitzschnell flog er anschließend zum Landungsfloß, erst dort blieb die Uhr stehen.
Zehn Minuten später landete Oberrauner. Er konnte seinen Jubel über den Platz auf dem Podium nicht mehr zurückhalten. „Ich freue mich riesig! Es ist unfassbar. Das ist mehr, als ich mir je vorstellen konnte. Es gab Momente, in denen ich dachte, oh mein Gott, das war hart, aber ich wollte nie aufgeben. Ich habe es wirklich genossen. Jetzt bin ich hier und bin einfach nur glücklich darüber“, kann der 30-jährige Steirer sein Glück noch gar nicht richtig in Worte fassen.
Simon Oberrauner feiert sein X-Alps Finish in Zell am See.
© Christian Lorenz / Red Bull Content Pool
Dieses Jahr war die bisher härteste Ausgabe, bei der die Athleten eine 1.238 km lange Strecke durch fünf Länder bewältigen mussten und dabei nicht nur gegeneinander, sondern auch gegen einen noch größeren Gegner kämpfen mussten - Gewitter, starke Winde und sengende Hitze.
Zuvor hatte Maurer von seinem historischen Sieg gesprochen: „Endlich bin ich wieder als Sieger hier gelandet, schon zum siebten Mal“, sagte er. „Es ist etwas ganz Besonderes zu gewinnen, deshalb bin ich sehr glücklich.“
Er fügte hinzu, dass die Konkurrenz in diesem Jahr stärker war als je zuvor: „Es war ein neues Rennen für mich und es war nicht klar, dass ich wieder gewinnen werde. Die anderen Athleten sind sehr stark, es gibt bessere Teams und man konnte sehen, dass es sieben Tage lang ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen und ein echter Kampf war.“
„Es war ein historisches Rennen und es ist ein weiterer historischer Sieg für Chrigel Maurer und wir alle ziehen den Hut vor seiner Leistung. Chapeau! Mit von Känel und Oberrauner auf den Plätzen Zwei und Drei sehen wir eine neue Generation von Athleten, die in diesem Rennen erfolgreich sind, und ich gratuliere nicht nur ihnen, sondern allen Athleten, die teilgenommen haben. Es bleiben noch zweieinhalb Tage für die restlichen 18 Athleten, die versuchen, das Ziel zu erreichen, bevor das Rennen am Freitag um 11.30 Uhr endet“, zeigt sich Ulrich Grill, der Gründer und Organisator des Rennens, beeindruckt von der Leistung der Teams.
Zu den Athleten, mit deren Ankunft als nächstes gerechnet wird, zählt auch Paul Guschlbauer, der sich nach wie vor auf dem sechsten Platz befindet. Vor ihm ist nur der Franzose Benoit Outters, der voraussichtlich als nächster Athlet Zell am See erreichen wird. Du willst bei Guschlbauers Abenteuer hautnah dabei sein? Hier bist du richtig!
28. Juni 2021: Maurer holt sich seinen siebten Sieg
Der sechsfache Champion holte sich, nachdem er gestern fast 400 km geflogen ist, in einer beeindruckenden Schluss Performance seinen siebten Red Bull X-Alps Sieg in Folge. Der Steirer Simon Oberrauner kämpft nach wie vor im Spitzenfeld um einen Podestplatz. Der Salzburger Paul Guschlbauer befindet sich momentan auf dem starken sechsten Platz.
In einer Zeit von 8 Tagen, 6 Stunden, 30 Minuten und 28 Sekunden schaffte es Chrigel Maurer an Tag 9, mit 130 km Vorsprung vor dem nächsten Athleten ins Ziel in Zell am See. Seine vierköpfige Verfolgergruppe befindet sich noch auf dem Weg zu Turnpoint 11 am Kronplatz im Kampf um die restlichen beiden Podiumsplätze. Der beeindruckende Flug brachte den 38-jährigen Schweizer gestern von Fiesch in der Schweiz nach Meran in Südtirol.
Trotz schlechter Wettervorhersage nördlich des Alpenhauptkammes, entschied sich Maurer, auf dieser Seite zu bleiben und sein Glück auf vertrautem Terrain zu versuchen, anstatt wie Pinot, Outters, Oberrauner und von Känel nach Süden in Richtung Italien zu fliegen.
Da keine Thermik vorhanden war, mussten diese Athleten das Rennen zu Fuß fortsetzen, während Maurer seinen Vorsprung Minute um Minute ausbauen konnte. Doch es war ein anstrengender und herausfordernder Flug, mit starken Windböen bis 50 km/h, Turbulenzen und sinkender Luft; mehr als einmal kollabierte sein Schirm.
Am frühen Nachmittag landete er auf dem Gipfel des Kronplatz, Turnpoint 11, von dort holte er zum finalen Schlag aus und erreichte das Landungsfloß im Zeller See um 18 Uhr.
Die Legende ist zurückgekehrt! Wieder drückt Chrigel Maurer den Red Bull X-Alps 2021 seinen Stempel auf.
„Die Legende ist zurückgekehrt! Wieder drückt Chrigel Maurer den Red Bull X-Alps 2021 seinen Stempel auf. Für einen Moment dachten wir, dass die Franzosen seine Siegesserie geknackt haben könnten, aber er schlug mit einem seiner berühmten Züge zurück. Absolut beeindruckend, das verdient einen Riesenapplaus. Wir verneigen uns vor dem siebenfachen Champion, Chrigel Maurer! Jetzt sind alle Augen auf den Kampf um den zweiten und dritten Platz gerichtet, um die mehrere Athleten kämpfen“, zeigt sich Rennorganisator Ulrich Grill begeistert vom Showdown des Schweizers.
Dazu gehören die französischen Athleten Maxime Pinot (FRA1) und Benoît Outters (FRA2) sowie Simon Oberrauner (AUT2) und Patrick von Känel (SUI2), die nur 20 km voneinander getrennt waren, als sie am Nachmittag Turnpoint 10, Piz Palü, erreichten. Vor allem der Steirer Simon Oberrauner zeigt sich in sehr guter Form, und mischt nach wie vor im Kampf um die Podiumsplätze mit.
Paul Guschlbauer befindet sich momentan auf dem sehr guten sechsten Platz. Es bleibt spannend, wann der Halleiner heimischen Boden unter den Füßen erreichen wird. In seinem Vlog tauchst du noch tiefer in sein Abenteuer ein.
27. Juni 2021: Die Führenden gehen ihren eigenen Weg
Nach der Umrundung des Mont Blanc wählten die Spitzenreiter unterschiedliche Routen durch die Schweiz und Italien in Richtung Piz Palü und Kronplatz.
Für Maxime Pinot (FRA1) begann der Tag kurz vor 5 Uhr morgens am Fuße des langen Anstiegs zum Simplonpass, der die Schweiz mit Italien verbindet. Er begann schnell, als er die 1.000 Höhenmeter zur Passhöhe hinauflief. „Wenn der Körper mir sagt, dass ich pushen kann, dann pushe ich“, sagte er.
Nachdem er den gestrigen Tag Schirm an Schirm mit Chrigel Maurer (SUI1) verbracht hatte, war er motiviert, heute alles zu geben, besonders jetzt, da der Mont Blanc hinter ihm liegt.
Fünfzehn Kilometer weiter nördlich entschied sich Maurer für eine völlig andere Route, um den nächsten Turnpoint zu erreichen. Er wählte eine nördlichere Linie, die sich teilweise mit der Route Richtung Mont Blanc überschnitt. Das war zwar schneller, aber auch länger.
Am späten Vormittag passierte er Athleten, die in die andere Richtung flogen, darunter Théo de Blic (FRA3), in der Nähe des Furkapasses und hatte bis zu Mittag einen Vorsprung von 50 km. Aber der Weg zurück nach Italien ist kompliziert und anspruchsvoll.
Beide Athleten haben für heute Abend einen Night Pass gezogen, Maurer klar entschlossen, seinen Vorsprung weiter auszubauen; Pinot ebenso bereit, ihn erneut einzuholen.
Währenddessen gab der drittplatzierte Benoît Outters (FRA2) nicht kampflos auf. „Er ist schwer zu bremsen“, sagte sein Supporter Martin Beaujouan. Im Laufe des Rennens hatte er unglaubliche 350 km zu Fuß zurückgelegt und war immer noch schnell unterwegs. „Er ist sehr motiviert“, fügte Beaujouan hinzu. Gegen Mittag schaffte er es, Pinot zu überholen.
Simon Oberrauner (AUT2) und Patrick von Känel (SUI2) sind dem Trio dicht auf den Fersen. Sie blieben nach dem Mont Blanc südlich, um eine direkte Linie über Norditalien zu nehmen. Oberrauner konnte die Lücke hinter Pinot und Outters auf 10km schließen.
Dem französischen Athleten Damien Lacaze (FRA5) wurde eine 12-Stunden-Strafe wegen Verletzung des Luftraums auferlegt, die er nach seiner nächsten Ruhezeit absitzen muss.
Auch Cody Mittanck (USA2) verabschiedete sich heute Morgen mit starken Schmerzen in den Beinen aus dem Rennen. Mit den obligatorischen Ausscheidungen und Rückzügen sind inzwischen nur noch 23 Athleten im Rennen.
26. Juni 2021: Der Kampf um den Mont Blanc ist eröffnet
Pinot und Maurer wechseln im Kampf um das größte Hindernis des Rennens mehrmals die Führung.
Im Département Haute Savoie gab es heute Morgen ein episches Duell zwischen dem sechsfachen Champion Chrigel Maurer (SUI1) und dem Herausforderer Maxime Pinot (FRA1).
Beide kämpften darum, auf der Ostseite des Berges - der sonnigen Seite – an Höhe zu gewinnen, doch jedes Mal, wenn sie etwas aufsteigende warme Luft erwischten, wurden sie von einem Westwind wieder nach unten gedrückt. 15 Minuten lang ging es auf und ab. Dr Franzose Benoît Outters (FRA2), der aufgrund des Schlechtwetters zwei Tage zuvor 78 km zu Fuß gelaufen war, kam dazu.
Pinot erreichte als erster die nötige Höhe. Doch anstatt ihn davonfliegen zu lassen, arbeiteten Maurer und Outters zusammen, um den nötigen Auftrieb zu finden. Schließlich schafften auch sie es nach oben und machten sich mit 40 km/h auf die Verfolgung von Pinot.
Ulrich Grill, der Rennorganisator, sagte: „Das Rennen ist in vollem Gange und so spannend wie noch nie. Die ersten drei Athleten waren noch nie so dicht zusammen mit so vielen Herausforderern direkt dahinter. Es ist unglaublich, wie sich die Top-Athleten gegenseitig pushen. Alle Augen sind jetzt auf den Mont Blanc gerichtet. Es ist der größte Berg und die größte Herausforderung entlang dieser Route, der härtesten in der Geschichte der Red Bull X-Alps.“
„Ich finde es auch sehr inspirierend und ermutigend, französische, schweizerische, italienische und österreichische Athleten über die Grenzen hinweg zusammen zu sehen, nach allem, was wir alle in den letzten 18 Monaten erlebt haben. Red Bull X-Alps ist wegweisend für die Wiedereröffnung der Alpen für Wanderer, Abenteurer und Gleitschirmflieger! Es ist ein wunderbares Gefühl das mitzuerleben.“
Um den Turnpoint Mont Blanc zu bezwingen, müssen ihn die Athleten westlich passieren, und auf diesem Weg die Grenze nach Italien passieren. Das bedeutet, dass sie entweder genug Höhe haben müssen, um einen Pass zu überwinden – den 3.342 m hohen Col de Miage – oder es wird ein brutaler Aufstieg zu Fuß, der der Route mindestens 20 Streckenkilometer und etwa 2.000 Höhenmeter hinzufügen würde. Das wollen alle drei am Tag mit dem bisher vielversprechendsten Wetter unbedingt vermeiden.
Nach zwei Eliminierungen und zwei verletzungsbedingten Ausfällen sind nur noch 25 Athleten im Rennen. Thomas Friedrich (AUT3), mit 20 Jahren der jüngste Teilnehmer, schied gestern Abend nach einer harten Landung und daraus resultierenden Fußverletzung aus. Ein herber Schlag für den Athleten, der beim Prolog den dritten Platz belegte und als Erster den Turnpoint Gaisberg erreichte.
Das Feld hat sich nun aufgeteilt. Fast 300 km trennen die führenden Athleten von den beiden amerikanischen Athleten Gavin McClurg (USA1) und Cody Mittanck (USA2), die hinten liegen. Da morgen früh die nächste Ausscheidung ansteht, haben beide Athleten einen Night Pass gezogen, um die Nacht durchzuwandern, und im Rennen zu bleiben. Es wird für beide eine lange Nacht werden - und mit nur wenigen Kilometern, die sie trennen, könnte es bis zum Schluss spannend bleiben.
25. Juni 2021: Der Mont Blanc kommt in Sichtweite
Die führenden Athleten stürmen das Rhône Tal entlang, auf dem Weg nach Frankreich.
Der längste Gletscher Europas war heute, an Tag 6, Schauplatz des härtesten Abenteuerrennens der Welt. Gestern Abend erreichte der Führende Chrigel Maurer (SUI1), gefolgt von Patrick von Känel (SUI2), kurz nach 20 Uhr Turnpoint 7. Kurz bevor der Renntag um 22:30 Uhr endete, erreichte auch noch der Franzose Benoît Outters (FRA2) das Schweizer Alpendorf.
Der mächtige Aletschgletscher, der sich von den berühmten Gipfeln des Berner Oberlandes herabwindet, ist auch bei Alpinisten und Touristen sehr beliebt.
Alle drei Athleten wanderten heute Morgen wieder los und stiegen zur Schulter des Bettmerhorns, auf 2.858m, auf - in der Hoffnung auf einen guten und schnellen Flug entlang des Rhône Tals. Der Grat ist nach Süden ausgerichtet - bei gutem Wetter können die Athleten auf ideale thermische Bedingungen hoffen, um Höhe zu gewinnen und oben zu bleiben. Aber das lässt sich nicht garantieren, denn das Wetter hat sich in diesem Rennen als alles andere als zuverlässig erwiesen.
Bei diesem Rennen gibt es keine feste Route. Jede Stunde stehen die Athleten vor einer Vielzahl von schwierigen Entscheidungen. Dem Weg folgen oder eine direkte Linie den Berg hinauf schlagen? In die Luft starten und riskieren, wie ein Stein zu sinken, oder auf die Sonne warten?
Vor diesem Dilemma stand der 26-jährige Patrick von Känel am späten Vormittag. Nachdem er eine eigene Linie den Berg hinauf gewählt hatte, beschloss er, sich auszuruhen, während Maurer und Outters ihre Schirme anschnallten und 25 km nach Visp flogen.
Während von Känel wartete, landeten Maurer und Outters und wechselten in den Wandermodus. Von Känel startete schließlich gegen Mittag, in der Hoffnung, eine weitere anstrengende Wanderung zu vermeiden. (Er verbrachte bis jetzt fast 50 Stunden zu Fuß und legte dabei 245 km zurück, seine Zurückhaltung ist also nachvollziehbar). Aber war es die richtige Entscheidung?
Wir entschieden uns, zu rasten, und hoffen in der Luft aufzuholen - wenn es 7 Stunden lang thermisch ist, könnte er 200 km fliegen!
Jemand, der bewiesen hat, dass lange Flüge auch bei schlechtem Wetter möglich sind, ist Thomas Friedrich (AUT3), der gestern fast 200 km zwischen Lermoos und Säntis entlang des Arlbergs fliegend zurücklegte, was ihn in der Rangliste nach vorne katapultiert hat. Am Nachmittag lag er noch auf Platz 14.
Weniger Glück hatte Nicola Donini (ITA3). Trotz aller Bemühungen, den verbotenen Luftraum zu meiden, geriet er in die Flugverbotszone um Innsbruck und erhielt eine 48-Stunden-Sperre, die er ab Sonntag absitzen muss, nachdem er für heute Nacht seinen Night Pass gezogen hat. Das bedeutet, dass er zwei Tage aussetzen muss, was ihn mit ziemlicher Sicherheit auf den letzten Platz abrutschen lässt. Aufgeben ist jedoch keine Option!
Das ist echter Sportsgeist! Wenn er aufgegeben hätte, wäre das Team auf dem letzten Platz in der nächsten Ausscheidungsrunde in großer Gefahr gewesen.
Heute Morgen um 6 Uhr wurde Nick Neynens (NZL) als zweiter Athlet aus dem Rennen genommen. Die nächste Entscheidung wird 48 Stunden später stattfinden.
24. Juni 2021: Gewitter halten Athleten am Boden
Der Kampf um den ersten Platz geht zu Fuß weiter, während die Teams mit schlechtem Wetter kämpfen.
Am Ende kamen sie doch früher als erwartet. Gewitter zogen heute Morgen über die Strecke und die Athleten mussten die Hoffnung auf einen Flug aufgeben und Schutz vor dem strömenden Regen suchen.
Die Spitzengruppe befand sich im idyllischen Linthal in der Schweiz auf dem Weg zum Klausenpass (1.948m), als das Rennen um 5 Uhr morgens startete. Chrigel Maurer (SUI1), Patrick von Känel (SUI2), Aaron Durogati (ITA1), Maxime Pinot (FRA1) und Benoît Outters (FRA2) machten sich auf den langen Marsch das Tal hinauf in der Hoffnung, dass oben ein guter Flug möglich ist. Sie sollten aber enttäuscht werden.
Maurer war als Erster in der Luft, nachdem er bei schwierigen Bedingungen mit Böen von über 50 km/h gestartet war. Sein Flug endete zwar früh, aber zumindest hatte er Vorsprung. Der Nächste war sein Landsmann Patrick von Känel, der bei ebenfalls bei starken Böen startete. Durogati und Pinot hatten nicht so viel Glück und suchten Schutz bei ihren Support-Teams, als der Regen niederging.
Was folgte, war ein klassischer Hike-and-Fly-Kampf, bei dem die Athleten zu Fuß in die Höhe marschierten und dann die Zeitfenster zwischen den Wetterkapriolen nutzten, um die nächste Etappe in der Luft zurückzulegen. Dann ging es zu Fuß weiter.
Der Großteil des Feldes folgte der gleichen Route, bis auf Paul Guschlbauer (AUT1), der eine andere Linie weiter östlich und südlich wählte, die über den Panixerpass ins Rheintal führte. Anfangs schien der Plan aufzugehen, aber am Nachmittag war unklar, ob sich das Glücksspiel vor dem nächsten Turnpoint auszahlen wird.
Red Bull X-Alps war noch nie so spannend. Es gibt sechs oder sieben Athleten, die sich alle innerhalb von 30 km befinden. Aber es ist noch früh, wir haben noch nicht ganz die Hälfte des Rennens hinter uns und noch eine Woche Zeit, bevor das Rennen am 2. Juli endet.
Morgen früh scheidet der Athlet auf dem letzten Platz automatisch aus. Derzeit sieht es danach aus, dass dies der sehr erfahrene Nick Neynens (NZL) sein wird, der sein viertes Red Bull X-Alps bestreitet. Er leidet an einer Knöchelverletzung und ist deswegen langsamer unterwegs.
Er ist jedoch fest entschlossen, nicht kampflos aufzugeben und hat seinen Night Pass gezogen, der ihm erlaubt, die Nacht durchzuwandern. Er muss über 30 km zurücklegen, um seinen nächsten Konkurrenten einzuholen - eine wahre Mammutaufgabe.
23. Juni 2021: Große Berge locken die Schweizer
An Tag 4 erreichen Schweizer Teams als erste heimischen Boden auf dem Weg zum Turnpoint Säntis.
Vielleicht war es der Gedanke an ein selbstgemachtes Raclette, oder die Verlockung bekannter Orte und Menschen. Was auch immer der Grund war, die Schweizer Athleten Patrick von Känel (SUI2) und Chrigel Maurer (SUI1) waren die ersten, die heute heimischen Boden betraten und sich von den österreichischen Bergen verabschiedeten.
Die beiden starteten den Tag gemeinsam in der Nähe des Arlbergpasses und machten sich um 5 Uhr morgens auf den Weg zur 2.686 m hohen Krachelspitze. Es war ein herausfordernder Aufstieg durch Nebel und Schnee hinauf zum Gipfel.
Ich freue mich auf jeden Fall auf die Schweiz. Ich bin dort aufgewachsen, habe dort das Fliegen gelernt - es ist, als würde ich nach Hause kommen.
Während er ein steiles Schneefeld hinaufwanderte, erklärte Maurer: „Jetzt wird es schwer – es ist sehr steil. Den ganzen Tag das gleiche Spiel. Gute Wettervorhersage, schlechtes Wetter!“
Die beiden haben aber noch mit etwas anderem zu kämpfen, wenn sie in ihr Heimatland kommen. Maurers Unterstützer Thomas Theurillat sagte: „Wir kommen zwar jetzt in die Schweiz, aber die Schweiz ist das Land der vielen Vorschriften, es gibt viele Zonen in denen Starts und Landungen verboten sind."
Weiter hinten liegt Maxime Pinot (FRA1) nun auf dem fünften Platz, nach einem schweren Fehler auf dem Weg zum Turnpoint 3 in Kitzbühel. Nach einigen guten Flügen ist er nun in der Verfolgergruppe mit Benoît Outters (FRA2), Aaron Durogati (ITA1) und dem Rookie Damien Lacaze (FRA5), nur 30 km hinter dem schweizer Spitzenduo.
Ein weiterer Athlet, der ein heldenhaftes Comeback feiern könnte, ist die Red Bull X-Alps-Legende Toma Coconea (ROU), der seit Beginn des Rennens im Jahr 2003 an jeder Ausgabe teilgenommen hat. Nach Tag 2 am Ende des Feldes platziert, war er heute in Reichweite der Top 10.
Die beiden Athletinnen Yael Margelisch (SUI4) und Laurie Genovese (FRA4) zeigten beide hervorragende Leistungen und lagen am Nachmittag auf den Plätzen 17 und 19, kurz vor Turnpoint 5, Lermoos, in der Tiroler Zugspitz Arena.
Ulrich Grill, Rennorganisator, sagte: „In den vergangenen Jahren hätten wir wahrscheinlich gesehen, dass Maurer seinen Vorsprung ausbaut, es war einfach nicht zu erwarten dass ihn jemand einholt. Aber jetzt hat es von Känel geschafft und auch die anderen Verfolger liegen nicht weit dahinter - jeder kann triumphieren."
Es wird ein spannender Kampf um den Sieg werden.
Zwei Athleten sind zwischenzeitlich aus dem Rennen ausgeschieden - Andrei Mashak (RUS) und der Japaner Ken Oguma (JPN2), der sich gestern bei einem Landeunfall das Bein brach.
Keiner der Athleten hat einen Night Pass gezogen.
22. Juni 2021: Der „Adler“ hebt wieder ab!
Der sechsfache Champion Chrigel Maurer fliegt an die Spitze des Feldes – aber kann er dort bleiben?
Nach einem genialen Schachzug am Vorabend lag der amtierende Champion Chrigel Maurer (SUI1) gleich zu Beginn des dritten Tages von Red Bull X-Alps 2021 dort, wo er sich am wohlsten fühlt – an der Spitze des Feldes. In der letzten Stunde der Flugzeit konnte er einen 20-km-Vorsprung auf seine Verfolger herausfliegen. Doch es sollte alles andere als einfach werden...
Nach einem 1.000-hm-Aufstieg zum Gipfel des Grasköpfels, einem kleinen Berg an der deutschösterreichischen Grenze, wartete er heute Morgen über eine Stunde auf bessere Startbedingungen. Er kommentierte die Lage so:
Es ist gut zu warten, bis die Thermik da ist und man fliegen kann, aber wenn es keine Thermik gibt, ist es nicht gut zu warten.
Er startete, landete, startete wieder und kämpfte darum, in der Luft zu bleiben, bevor er sich erneut zur Landung gezwungen sah und den nächsten Berg zu Fuß aufstieg. Hinter ihm lagen elf Athleten weniger als 40 km (ca. eine Stunde Flugzeit) entfernt, doch sie alle waren mit ähnlichen Bedingungen konfrontiert und mussten sich durch Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit kämpfen.
An der Spitze lag der Fokus auf Turnpoint 5, Lermoos, in der Tiroler Zugspitz Arena. Um 13:20 Uhr traf Maurer als Erster ein, Patrick von Känel (SUI2) kam 20 Minuten später an. Die Bedingungen waren turbulent und rau für die ankommenden Athleten, da sie von starkem Talwind begrüßt wurden. Benoît Outters (FRA3) erreichte den Turnpoint an dritter Stelle zu Fuß.
Weiter hinten hatte der Großteil des Mittelfeldes Turnpoint 4, Chiemgau Achental, hinter sich gelassen, darunter der 20-jährige Rookie Thomas Friedrich (AUT3), Théo de Blic (FRA3), der 61-jährige Kaoru Ogisawa (JPN1) sowie Laurie Genovese (FRA4).
Ulrich Grill, Rennorganisator, sagte: „Das Rennen ist weiterhin spannend und schnell. Die Athleten steuern aber auf eine leichte Wetterfront zu, die Regen und mögliche Gewitter mit sich bringen könnte und sie ausbremsen wird.“
Am Ende des Feldes sah es für den Russen Andrei Mashak nicht gut aus, er lag 20 km hinter Nick Neynens (NZL). Nachdem er bereits gestern seinen Night Pass gezogen hat, hat er nun keine weiteren Trümpfe mehr in der Hand. Alles hängt davon ab, was er heute noch tun kann, um im Rennen zu bleiben.
Keiner der Athleten hat einen Night Pass gezogen.
21. Juni 2021: Höhen und Tiefen prägen Tag zwei
Heute gab es gleich mehrere Führungswechsel an der Spitze, während sich die Athleten durch die Hitzewelle in Richtung Deutschland kämpfen.
Am zweiten Tag der Red Bull X-Alps 2021 präsentierten sich eine Vielzahl an Athleten in Topform! Bei Tagesanbruch war es der Franzose Benoît Outters (FRA2), der sich dank seiner enormen Ausdauer an die Spitze setzte. Kurz nach 5 Uhr morgens brach er auf, marschierte 18 km nach Zell am See und stieg von dort über 1.000 hm auf den Gipfel der Schmittenhöhe - um 09:30 Uhr war er startklar.
Paul Guschlbauer (AUT1) hatte andere Pläne. In der Morgendämmerung wanderte er nur knapp hinter Outters in die Berge östlich von Zell am See, startete – und setzte sich mit dieser mutigen Entscheidung an die Spitze des Feldes.
Während sich Outters, Markus Anders (GER2) und Chrigel Maurer (SUI1) auf den Start von der Schmittenhöhe vorbereiteten, richteten sich im Live Tracking plötzlich alle Augen auf den Österreicher, der sich erst vor drei Monaten bei einem Skiunfall das Bein gebrochen hatte.
Nach einem beeindruckenden Flug landete er zur Mittagszeit an Turnpoint 3, dem Start der berühmten Hahnenkammabfahrt in Kitzbühel. Markus Anders landete kurz darauf als Zweiter.
15 Minuten später traf die Verfolgergruppe ein und den Zuschauern, die sich entlang des Bergrückens verteilt hatten, bot sich ein wahres Spektakel.
Als Erster begann Simon Oberrauner (AUT2) seinen Anflug und landete auf einem winzigen Grasfleck, nicht größer als ein Schwimmbecken. Chrigel Maurer war der Nächste, der sich in die Tiefe stürzte und das Signboard fast im Flug unterzeichnete. Dann folgten in kurzen Abständen Aaron Durogati (ITA1), Tobias Grossrubatscher (ITA2), Patrick von Känel (SUI2), Damien Lacaze (FRA5).
Ein enttäuschender Tag war es hingegen für Maxime Pinot (FRA1), der am Ende von Tag 1 in Führung lag, aber einen entscheidenden Fehler machte. Er schaffte es nicht, auf Turnpoint 3 zu landen und musste nach oben wandern, was ihn weitere wertvolle Zeit kostete. Er befindet sich nun in einer ungünstigen Situation.
Der Rest des Feldes hatte Wagrain-Kleinarl am frühen Nachmittag hinter sich gelassen und verteilte sich im Pinzgau, normalerweise eine „Rennstrecke“ für Paragleiter. Aufgrund des starken Dunstes, der die Thermikentwicklung dämpfte, wurden jedoch die Flugkünste der Athleten auf eine harte Probe gestellt, und viele waren gezwungen die Strecke zu Fuß zurückzulegen.
Andrei Mashak (aktuell auf dem letzten Platz) hat heute seinen Night Pass gezogen, der es ihm erlaubt, die nächtliche Ruhephase zu umgehen und sich weiter fortzubewegen. Er hofft, dadurch Boden auf Nick Neynens (NZL1) und Gavin McClurg (USA1) gutzumachen und so das drohende Aus an Tag 4 zu vermeiden.
20. Juni 2021: Das Abenteuer hat begonnen!
Nach dem spannenden Prolog fiel heute um exakt 11:30 Uhr im Zentrum von Salzburg der Startschuss zum Hauptbewerb des härtesten Abenteuerrennens der Welt, den Red Bull X-Alps. Bei der 10. Ausgabe des einzigartigen Hike-und-Fly-Rennens starteten insgesamt 29 Athleten aus 15 verschiedenen Ländern, wobei auch drei Österreicher mit von der Partie sind.
Einer der Österreicher ist der Salzburger Paul Guschlbauer, der bereits zum sechsten Mal bei Red Bull X-Alps dabei ist.
Wir möchten nichts riskieren, sondern einfach mal dabei sein. Und wenn es funktioniert, kann ich in den nächsten Tagen dann immer noch ein bisschen mehr Gas geben.
Die Aufregung war groß, als sich die Athleten bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg durch die historischen Straßen Salzburgs machten. Vom Mozartplatz aus stürmten sie durch die Altstadt, überquerten die Salzach und nahmen den ersten von vielen herausfordernden Anstiegen in Angriff - den 1.288 Meter hohen Gipfel des Gaisbergs.
Als jüngster Athlet im Feld legte es der Grazer Thomas Friedrich bei seiner Red Bull X-Alps-Premiere taktisch an.
Ich freue mich, dass es losgeht! Meine Taktik ist das Rennen gemütlich anzugehen, reinzukommen und dann zu schauen, wie es läuft.
Und diese Taktik schien wie bereits bei seinem dritten Platz im Prolog vergangenen Donnerstag erneut aufzugehen! In etwas über einer Stunde erreichte der 20-jährige österreichische Rookie Thomas Friedrich (AUT3) als Erster den Gipfel. Zweiter wurde Michal Gierlach (POL), Maxime Pinot (FRA1) kam als Dritter oben an.
Das nächste Ziel nach diesem erstem Turnpoint ist Wagrain-Kleinarl, 65 km südlich. Von dort aus geht es Richtung Westen nach Kitzbühel, wo sie am Gipfel des berühmten Hahnenkamms ein Signboard unterschreiben müssen. Die ersten Athleten werden bis zum Ende des Tages erwartet.
Nach allem, was in den letzten 18 Monaten weltweit passiert ist, freuen wir uns, dieses Rennen veranstalten zu können und zu zeigen, dass Spitzensportveranstaltungen unter sicheren Bedingungen stattfinden können.
Neben dem 61-jährigen Japaner Kaoru Ogisawa, der zum sechsten Mal dabei ist, wagen 2021 auch zwei Damen (aus der Schweiz und aus Frankreich) das Abenteuer.
Alle Augen waren im Vorfeld jedoch auf den sechsfachen Champion und Prolog-Sieger Chrigel Maurer gerichtet, der auf den siebten Sieg in Folge hofft - und auf den Franzosen Maxime Pinot, der diese Dominanz brechen will.
Bis jetzt wurde kein Night Pass gezogen, somit können alle Athleten dieses strategische Mittel zu einem späteren Zeitpunkt verwenden.
17. Juni 2021: Chrigel Maurer lässt im Prolog nichts anbrennen!
Das härteste Abenteuerrennen der Welt "is on". Mit dem Prolog vom Bergdorf Wagrain-Kleinarl zum Gipfel des Mooskopfs hat das Red Bull X-Alps begonnen. Insgesamt sind in diesem Jahr 29 Sportler am Start.
Nach einem engen Kopf-an-Kopf-Rennen gewann der Schweizer Chrigel Maurer nach 1 Stunde 49 Minuten den Prolog und kam in Kleinarl ins Ziel. Pinot kam genau eine Minute später an und Friedrich landete mit einer Zeit von 1h 57m 40s auf dem dritten Platz.
Am Anfang war es schwer, Maxime und Aaron waren sehr stark, also musste ich auch pushen. Ich wusste, dass der Erste in der Luft der Sieger des Prologs sein würde.
Der 20-Jährige Grazer Thomas Friedrich holt sich bei seinem ersten Red Bull X-Alps Auftritt und als jüngster Athlet im Teilnehmerfeld den 3. Platz im Prolog und sichert sich so einen von drei wertvollen Night Passes, mit dem er die Nacht durchwandern kann!
Am ersten Turnpoint haben wir die Thermik etwas besser erwischt als die anderen, das hat viel gebracht.
Paul Guschlbauer steht 2021 auch nach seinem Knöchelbruch im März zum sechsten Mal am Start von Red Bull X-Alps, vier Mal erreichte der gebürtige Steirer bisher als Dritter das Ziel in Monaco.
Jetzt können sich die Athleten zwei Tage erholen, bevor am Sonntag um 11.30 Uhr das Hauptrennen in Salzburg beginnt.
17. Juni 2021: Der Prolog ist live!
Die Athleten kämpfen schon heuten im Prolog um einen zusätzlichen Nightpass. Wie das Rennen läuft erfährst du HIER IM LIVE TRACKING.
10. Juni 2021: Noch 10 Tage bis zum Abflug!
Eigentlich sind es nur noch 7! Am 17. Juni wird es in Wagrain-Kleinarl einen eintägigen Prolog geben, bevor das Rennen am Sonntag den 20. Juni am Salzburger Mozartplatz startet. Die Top 3 des Prologs werden mit einem zusätzlichen Night Pass belohnt, der es ihnen erlaubt während einer verpflichtenden Ruhepause beim Rennen die Nacht durch zu kämpfen. Ein Vorteil, aber natürlich auch zusätzliche Strapazen!
Vom Salzburger Mozartplatz aus werden 30 Athleten aus 15 Nationen die 1.238km lange Strecke über die Alpen und zurück nur zu Fuß und mit dem Paragleiter bestreiten - und Dank Live Tracking kannst du überall dabei sein.
Hier kannst du dir in 4 MInuten und 30 Sekunden die Highlights aus 2019 reinziehen und dich für das zehnte Jubiläum einstimmen. Click play NOW!
5 Min
Red Bull X-Alps 2019: Die absoluten Highlights
Die besten Szenen vom Red Bull X-Alps 2019 komprimiert auf 4 Minuten 30 Sekunden!
27. Mai 2021: Paul Guschlbauer ist dabei!
Nach Pauls Knöchelbruch im März hat sich viel getan und der Red Bull X-Alps Veteran hat sich mit vollster Motivation in die Physio und akribischen Eifer in die Vorbereitungen auf das diesjährige Rennen fokussiert. 11 Wochen Heilungs- und Vorbereitungszeit ist extrem wenig, doch wer Paul kennt weiß, unbändigbarer Wille versetz Berge und das will der Steirer auch heuer wieder machen.
15. April 2021: 10 Jahre Red Bull X-Alps!
52 Min
10 Jahre Red Bull X-Alps
Das extremste Langstreckenrennen der Welt wurde 2003 ins Leben gerufen. Im Jahr 2013 läuft es besser als je zuvor.
3. April 2021: Diese Athleten stellen sich dem Rennen zum Mt. Blanc (und zurück)
16. März 2021: Es gibt eine NEUE Route! Race to Mt. Blanc - and back
Die Route von Red Bull X-Alps 2021 steht fest! Zum ersten Mal wird das Ziel nicht in Monaco sein. Die Strecke verläuft in diesem Jahr quer über die Alpen – und wieder zurück. Das Ziel: Zell am See! Somit startet das Rennen in Österreich und endet auch hier in der wunderschönen Alpenrepublik.
Mit 1.238km ist es die bisher längste Route und 100km länger als die Strecke 2019. Die Route verläuft 2021 entlang von zwölf Turnpoints quer durch Österreich, Deutschland, die Schweiz, Frankreich, Italien und wieder zurück nach Österreich.
„Das ist definitiv eine besondere Neuerung bei Red Bull X-Alps! Dass wir nicht nach Monaco müssen ist natürlich eine riesige Veränderung. Ich freue mich, dass es wieder zurück geht, das macht auch logistisch einiges einfacher. Und es können mich auch meine Freunde anfeuern kommen.”
Den Kampf um den Titel werden die Athleten auf den letzten Kilometern hin zu Turnpoint 12 auf der Schmittenhöhe austragen, welche oberhalb vom Ziel in Zell am See, Österreich, liegt. Es gibt vielleicht kein Monaco im diesjährigen Rennen, aber das Landungsfloß ist nach wie vor dabei und es wird im Gegensatz zu vorherigen Editionen erst hier die Zeit gestoppt. Um ihr Rennen zu beenden, müssen die Athleten das Floß im See erreichen, möglichst mit einer punktgenauen Landung.
10. März 2021: Das härteste Abenteuerrennen der Welt geht in die zehnte Runde
Der Countdown zum Start von Red Bull X-Alps läuft und das schon jetzt im März! Am 17. Juni findet der Prolog in Wagrain-Kleinarl statt und am 20. Juni geht das härteste Abenteuerrennen der Welt nicht nur in seine zehnte Runde, sondern hat auch noch eine riesige Überraschung im Gepäck!
Auch bei der zehnten Auflage von Red Bull X-Alps überqueren wieder 32 Athleten (30 Männer und zwei Frauen) aus 17 Nationen fliegend und laufend die Alpen und damit du ganz nah dran sein kannst, wird es neben diesem Liveticker auch wieder ein Live-Tracking geben. So kannst du den Abenteurern hautnah auf den virtuellen Fersen bleiben. Apropos "Abenteurer": 13 Rookies und 19 Veteranen, darunter der sechsfache Gewinner des Rennens, Chrigel Maurer (SUI), stellen sich der Herausforderung. Natürlich gibt es auch wieder eine österreichische Delegation: X Alps Veteran Paul Guschlbauer, Simon Oberrauner, für den es 2021 der dritte Antritt bei Red Bull X-Alps ist, und der Rookie Thomas Friedrich wollen heuer unbedingt das Ziel erreichen - und im besten Fall ganz vorne mit dabei sein!
27. Juni: Das Finale! Das war das Red Bull X-Alps 2019 - 10 (von 32) Athleten erreichen das Ziel!
Willst du wissen, was 2019 passiert ist, kannst du hier nach unten scrollen und dieses spannenden Rennen noch einmal erleben. Am 20. Juni 2021 startet die zehnte Ausgabe und wir halten dich täglich auf dem Laufenden.
Das härteste Abenteuer-Rennen der Welt wurde am Donnerstag, Punkt 12 Uhr, offiziell beendet – 10 (von 32) Athleten haben es bis ins Ziel geschafft. Bis zum Schluss sorgte das Duell zwischen Paul Guschlbauer (AUT1) und Benoit Outters (FRA1) für Hochspannung. Ganz im Geiste des Rennens schlossen sich die beiden auf den letzten Kilometern zusammen und überschritten nach 10 Tagen 8 Stunden 45 Minuten die Ziellinie gemeinsam.
In diesem Jahr waren die Bedingungen für die 30 Männer und 2 Frauen eine besondere Herausforderung. Entlang der Strecke mussten die Alpen mehrfach überquert werden und besonders das Wetter brachte alle ans Limit. Anfangs sorgte eine Schlechtwetterfront für hochalpine Schneefelder, zum Abschluss kam mit dem Hochdruck auch brütende Hitze.
Es war ein unglaubliches Rennen und wahrscheinlich das härteste und herausforderndste in der Geschichte der Red Bull X-Alps. Die Leistung aller Athleten war einfach phänomenaler und stärker denn je.
Das Rennen gewonnen hat – zum sechsten Mal in Folge – der „Adler vom Adelboden“ Christian ‚Chrigel‘ Maurer (SUI1) das Rennen gewonnen. Der Ausnahmeathlet kam in einer Zeit von 9 Tagen 3 Stunden 6 Minuten an der französischen Küste an.
Hier das finale Ergebnis im Überblick:
- Christian Maurer (SUI1), 9 Tage, 3 Stunden, 6 Minuten
- Maxime Pinot (FRA4), 9 Tage, 21 Stunden, 52 Minuten
- Benoît Outters (FRA1), 10 Tage, 8 Stunden, 45 Minuten
- Paul Guschlbauer (AUT1), 10 Tage, 8 Stunden, 45 Minuten
- Manuel Nübel (GER1), 10 Tage, 11 Stunden, 26 Minuten
- Simon Oberrauner, (AUT2), 10 Tage, 12 Stunden, 5 Minuten
- Gaspard Petiot (FRA2), 10 Tage, 13 Stunden, 12 Minuten
- Patrick von Känel (SUI2), 10 Tage, 13 Stunden, 46 Minuten
- Aaron Durogati (ITA1), 10 Tage, 17 Stunden, 22 Minuten
- Tom de Dorlodot (BEL), 10 Tage, 22 Stunden, 33 Minuten
- Toma Coconea (ROU), 78.1km zum Ziel
- Gavin McClurg (USA1), 206km zum Ziel
- Tobias Grossrubatscher (ITA2), 212.7km zum Ziel
- Markus Anders (GER2), 215.8km zum Ziel
- Nick Neynens (NZL1), 263.3km zum Ziel
- Eduardo Garza (MEX), 265.4km zum Ziel
- Evgenii Griaznov (RUS), 270.3km zum Ziel
- Juraj Koren (SVK), 290.1km zum Ziel
- Adrian Keller (SUI3), 350.5km zum Ziel
- Cody Mittanck (USA3), 399km zum Ziel
- Thomas Juel Christensen (DNK), 423.8km zum Ziel
- Baris Celik (TUR), 449.1km zum Ziel
- Willi Cannell (USA2), 471.4km zum Ziel
- Marko Hrgetic (HRV), 478.3km zum Ziel
- Kaoru Ogisawa (JPN), 500.9km zum Ziel
- Helmut Schrempf (AUT3), 503.4km zum Ziel
- OUT Chikyong Ha (KOR), 530km zum Ziel
- DNF Antoine Girard (FRA3), 554km zum Ziel
- OUT Kinga Masztalerz (NZL2), 580km zum Ziel
- OUT Alex Villa (COL), 743km zum Ziel
- OUT Dominika Kasieczko (POL), 870km zum Ziel
- OUT Rodolphe Akl (LBN), 990km zum Ziel
Zum Abschluss fasst Aaron Durogati (ITA1), der den finalen Turnpoint am Donnerstag um 5 Uhr auf Platz 9 liegend erreichte, die Gedanken aller Athleten zusammen:
Es war ein wunderbares Rennen und tolles Abenteuer – die besten Red Bull X-Alps aller Zeiten hinsichtlich Spaß am Sport und am Fliegen. Aber die letzten Stunden waren einfach brutal!
Hier noch die besten Bilder von Paul Guschlbauer:
26. Juni: Knallharter Kampf um Platz 3
Für alle Athleten haben die letzten Stunden des Rennens begonnen – 13 Turnpoints waren auf dem Weg durchs 6 Länder ins Ziel zu bewältigen. Der französische Rookie Maxime Pinot hat heute Punkt 9.22 Uhr als zweiter Athlet Turnpoint 13 in Peille erreicht und sich damit den zweiten Platz gesichert. Seine Rennzeit: 9 Tage, 21 Stunden und 52 Minuten. Durch den Einsatz seines zweiten Night Passes konnte Pinot der sengenden Hitze entkommen.
Das Rennen war doch noch verrückter als ich erwartet hatte. Ich bin sehr müde, aber froh, dass ich ohne Verletzungen angekommen bin. Ich bin in zwei Jahren sicher wieder dabei.
Für alle übrigen Athleten haben jetzt die letzten 24 Stunden von Red Bull X-Alps 2019 begonnen. Donnerstag Mittag wird das Rennen offiziell beendet. Der Österreicher Paul Guschlbauer (AUT1) und der Franzose Benoit Outters (FRA1) kämpfen derzeit Kopf an Kopf um den dritten Platz. Sie sind nur mehr 70 km von Peille entfernt. Guschlbauer geht auf Nummer sicher und setzt seinen Night Pass ein, falls er es nicht bis 22:30 Uhr nach Peille schaffen sollte. Dahinter kämpfen weitere 16 Athleten ums Durchkommen.
Jetzt wird es richtig spannend. Es wird ein knallharter Kampf um den 3. Platz. Und für 16 Athleten geht es durch die Nacht. Die letzten 24 Stunden werden also nochmal sehr spannend.
25. Juni: Der Schweizer Adler holt sich den 6. Sieg in Serie
Punkt 14.30 Uhr war das Red Bull X-Alps 2019 entschieden – und Chrigel Maurer triumphiert zum 6. Mal in Serie. Nach einem harten Fußmarsch über 50 Kilometer hat der Schweizer als Erster den finalen Turnpoint in Peille erreicht. Die offizielle Wettkampfzeit liegt bei 9 Tagen, 3 Stunden und 11 Sekunden.
Sein härtester Gegner heute war die brütende Hitze. Selbst am Gipfel von Peille hatte es unglaubliche 35,5°C. Deshalb hat der "Adler vom Adlboden" auf dem Weg zum Ziel in La Turbie noch eine kurze Pause eingelegt – mit einem Eis und einem kühlen Bad im Dorfbrunnen.
Ich bin sehr glücklich. Mein Körper hat perfekt funktioniert, mein Team Großartiges geleistet. Nur so war es möglich so schnell zu sein. Ein tolles Gefühl!
Das Geheimnis seines Erfolgs in diesem Jahr: Als einer der wenigen Athleten konnte Maurer den höchsten Turnpoint Titlis fliegend erreichen. Das ersparte ihm einen Aufstieg von 2.000 Höhenmetern und am Ende konnte er dann auch noch rechtzeitig vor der Schlechtwetterfront abheben. „Das waren die magischen Momente, die ihm die 100 km Führung einbrachten", so Renndirektor Christoph Weber.
Der Kampf um Platz zwei und drei geht aber noch weiter. Unmittelbar dahinter versuchen zehn Athleten alles, um Monaco ebenfalls zu erreichen. Maxime Pinot (FRA4) hat einen Vorsprung von 50 km auf seine nächsten Verfolger. Der zweite Platz für den Rookie scheint also garantiert.
Der Kampf um Platz drei bleibt ein spannendes Duell zwischen dem Österreicher Paul Guschlbauer (AUT1) und dem Franzosen Benoit Outters (FRA1). Die beiden liegen nur 15 km auseinander und haben noch 200 km vor sich. Alles ist also noch möglich.
Eine Gruppe von acht Athleten liegt dann weitere 60 km hinter den Podestplätzen. Sie befinden sich alle in den Bergen von Ecrins und liegen rund 20 km auseinander. Auch Simon Oberrauner (AUT2) ist in diesem Feld. Er sagte stellvertretend für alle: „Jeder Tag ist ein Geschenk. Es ist einfach unglaublich was wir hier zusammen erleben. Ich liebe dieses Rennen. Ich kann immer noch kämpfen und werde bis zum Schluss alles geben.“
24. Juni 2019: Der Kampf um das Podium spitzt sich zu
Österreich gegen Frankreich – dieses Duell um Platz 3 begeistert im Moment die Fans von Red Bull X-Alps: Paul Guschlbauer (AUT1) liegt rund 20 Kilometer vor Benoit Outters (FRA1). Für den Österreicher spricht die Erfahrung, er hat beim härtesten Adventure-Rennen schon dreimal den 3. Platz erobert. Der Franzose hat Heimvorteil und den absoluten Ehrgeiz, vor eigenem Publikum einen Podestplatz zu erreichen. Der Showdown kann beginnen!
Mindestens ebenso dramatisch gestaltet sich der Kampf um das Mittelfeld. Die Teilnehmer auf den Plätzen 4 bis 12 liegen innerhalb von nur 20 Kilometern.
Es liegen also noch spannende Stunden vor uns.
An der Spitze scheinen die Platzierungen vergeben zu sein: Chrigel Maurer (SUI1) ist mit einem Vorsprung von fast 100 Kilometern seinem sechsten Sieg fast uneinholbar, vor allem weil die Wettervorhersagen für die nächsten Tage gut bleibt.
Auf Platz 2 (f)liegt der französische Rookie Maxime Pinot (FRA4), der mit einem Vorsprung von 70 Kilometern nach jetzigem Stand der Dinge ebenfalls einen ebenso fixen wie ungefährdeten Platz auf dem Podium hat.
Am hinteren Ende des Wettkampffeldes sind es die letzte Athletin Kinga Masztalerz (POL) und der Koreaner Chikyong Ha, die um den Verbleib im Rennen kämpfen. Derzeit trennen sie nur wenige hundert Meter. Wer immer morgen früh weiter hinten liegt, wird aus dem Rennen genommen.
23. Juni 2019: Monaco rückt immer näher ins Visier der Athleten
In den letzten drei Tagen haben die Athleten hunderte Kilometer zu Fuß zurückgelegt und dabei Übermenschliches vollbracht. Sie marschierten durch Regen und Schneesturm, mussten durch Schlamm und über Geröll und Schnee. Heute kam endlich die Erlösung: am achten Wettkampftag weckte die Sonne die verbliebenen 29 Athleten.
Die Aussicht auf Flugwetter in den kommenden Tagen, hob die Stimmung bei allen deutlich. Denn jeder Kilometer in der Luft erspart weitere Märsche auf den schon müden und mit Blasen schmerzenden Füßen. Sonnige und stabile Wetteraussichten sind auch für die nächsten Tage vorausgesagt, bestätigt der offizielle Renn-Wetterdienst Ubimet. Damit rückt das Ziel Monaco immer näher.
Für den Fünffach-Gewinner Christian Maurer (SUI1) könnte es bereits am Montag soweit sein. Für Sonntag hat Maurer Turnpoint 12, Cheval Blanc ins Visier genommen. Damit wäre er nur mehr rund 90 km von Peille entfernt, dem letzten Turnpoint von Red Bull X-Alps 2019.
Hinter ihm kämpft der französische Athlet Maxime Pinot (FRA4) bei seiner ersten Red Bull X-Alps-Teilnahme um den zweiten Platz. Er hat in den letzten Tagen über 5.000 Höhenmeter zurückgelegt und konnte etwas an Boden auf Maurer gut machen, war aber immer noch über 70 km hinter ihm auf seinem Weg Richtung St. Hilaire, Turnpoint 10. Nur knappe 15 km dahinter, ist ihm allerdings Paul Guschlbauer (AUT1) dicht auf den Fersen. Der Österreicher hat in drei der letzten vier Red Bull X-Alps jeweils einen Podestplatz erreicht.
Das Rennen nimmt mit den guten Flugbedingungen jetzt wieder Fahrt auf. Lange Flüge sind möglich. Bis dato mussten die Athleten sehr hart kämpfen. Das schlechte Wetter hat ihnen wirklich viel abverlangt, vor allem Titlis. Maurer war der Einzige, der den Turnpoint per Gleitschirm erreichte. Alle anderen mussten zu Fuß nach oben.
Die schwierigen Bedingungen der letzten Tage, habe die Athleten zusammenrücken lassen. Kameradschaft und Abenteuer sind aber auch bezeichnend für Red Bull X-Alps. So war es gestern Gaspard Petiot (FRA2) der seine Konkurrenten Tom de Dorlodot (BEL) und Markus Anders (GER2) über den Tschingel Gletscher geführt hat. Die Wettbewerbsregeln besagen, dass die Athleten von einem qualifizierten Bergführer über einen Gletscher begleitet werden müssen. Petiot, ist Bergführer und hat die beiden kurzer Hand mitgenommen. Gemeinsam haben sie dann in der Mutthorn Hütte übernachtet.
Kein Athlet hat heute einen Night Pass angemeldet. Alle werden versuchen ihre Kräfte zu sparen, um die Distanz nach Monaco möglichst fliegend zu verkürzen.
22. Juni 2019: Ein Kampf bei schwierigen Bedingungen
Es ist der siebte Wettkampftag bei Red Bull X-Alps 2019. Und es sind nicht nur die Führenden, die alles geben müssen, um weiter zu kommen.
Zwei Athleten hat die 48-Stunden-Regel bereits eliminiert. Am morgigen Tag ist es wieder soweit, womit sich ein spannender Zweikampf zwischen den beiden Letztplatzierten Chikyong Ha (KOR) und Alex Villa (COL) abzeichnet.
Die Routen und die Voraussetzungen der beiden gestalten sich unterschiedlich: Während Villas Distanz bis zum Turnpoint deutlich kürzer ausfällt, hat Ha den Night Pass in der Hinterhand, den er aber nur einsetzen darf, wenn der das Go vom Doktor bekommt. Es wird spannend!
Während die einzig im Rennen verbliebene Athletin Kinga Masztalerz (NZL2) an ihren Flug über den Alpenhauptkamm zurückdenkt (“Wir sind auf 3.300 Meter geflogen. Einfach nur großartig!”), ist an Fliegen momentan eher nicht zu denken. 5.000 Höhenmeter müssen die Athleten momentan jeden Tag zurücklegen, das entspricht in etwa dem Aufstieg auf den Mount Everest und das jeden zweiten Tag.
Am Sonntag sollte sich die Wettersituation laut Prognose aber verbessern, wodurch der derzeit Führende Chrigel Maurer (SUI1) alle Chancen hat, bereits am Montag an der Cote d’Azur anzukommen.
Entschieden ist aber auch ganz vorne noch nichts. Alles dreht sich um eine Frage: Schafft es Maxime Pinot (FRA2) den Schweizer noch einzuholen? Der Heimvorteil spricht für den Franzosen, doch braucht es dennoch das nötige Quäntchen Glück. Das scheint momentan auf der Seite des Schweizers zu liegen.
21. Juni 2019: Das große Leiden hat begonnen
Sommersonnenwende. Ist es der längste Tag oder die kürzeste Nacht? Für die Athleten ist es auf jeden Fall das lange Leiden beim härtesten Rennen der Welt. Auf der einen Seite zwingt sie das Wetter derzeit zu anstrengenden, teils brutalen Fußmärschen, auf der anderen Seite wird die Taktik immer wichtiger.
Die große Herausforderung war es, Titlis und damit Turnpoint 7 noch vor dem Wochenende zu erreichen. Denn nur am Samstag und Sonntag sind die strengen Luftraumbeschränkungen rund um den Flughafen Meiringen nicht aufrecht. Diese Restriktionen haben längere Flüge von den Athleten bisher verhindert.
Drei Athleten haben dafür ihren Night Pass gelöst und dürfen damit auch in der eigentlichen Ruhezeit von 22.30 Uhr bis 5 Uhr früh weiter marschieren: Thomas Christensen (DNK), Willi Cannell (USA2) und Tobias Grossrubatscher (ITA2).
Der derzeit Drittplatzierte Paul Guschlbauer (AUT1) war heute der erste, der am 3.000 Meter hohen Titlis angekommen ist. Der Österreicher unterzeichnete auf dem Signboard, wechselte rasch seine Kleidung und hob innerhalb weniger Minuten entlang der steilen Hänge Richtung Turnpoint Eiger ab.
An der Spitze liegt weiterhin Chrigel Maurer (SUI1) mit einem Vorsprung von 50 km auf Maxime Pinot (FRA4). Wenn der Fünffach-Champion erst einmal Turnpoint 10 (St Hilaire) erreicht hat, kann es für den Schweizer zu einem Heimspiel werden. Denn das Wetter sieht verheißungsvoll aus.
Wenn Chrigel St Hilarie passiert hat, erwarten ihn sehr gute Flugbedingungen. Dann wird er wieder Geschwindigkeit aufnehmen.
Allerdings: Maxime Pinot (FRA2) dicht auf den Fersen. Es wird erwartetet, dass der Franzose seinen Heimvorteil in den Französischen Alpen gut nutzen kann. Das Rennen ist also noch nicht vorbei....
20. Juni 2019: Das Wetter holt die Athleten auf den Boden zurück
Schwerer Nebel zieht über die Schweizer Alpen. Schaut spektakulär aus, aber die Athleten sind gezwungen das Rennen zu Fuß fortzusetzen – und das könnte dem Red Bull X-Alps 2019 eine neue Wendung geben, denn der junge Franzose Maxime Pinot (FRA4) gilt am Boden stärker als der Führende Chriegel Maurer (SUI1).
Hinter Pinot kämpfen Paul Guschlbauer (AUT1) und Aaron Durogati (ITA1) um Platz 3. Dicht gefolgt von dem Trio mit Patrick von Känel (SUI2), mit 24 Jahren, der jüngste Athlet im Rennen und den beiden anderen Franzosen Benoit Outters (FRA1) und Gaspard Petiot (FRA2). Eine weitere starke Gruppe passierte Davos, Turnpoint 6 am frühen Nachmittag. Mit dabei die beiden Deutschen Manuel Nübel (GER1), Markus Anders (GER2), Simon Oberrauner (AUT2).
Das Wetter hat das Rennen jetzt verlangsamt. Die Franzosen machen einen starken Eindruck und es wird spannend werden, was passiert, wenn sie in ihre Heimat Frankreich kommen. Chrigel Maurer ist jedenfalls noch nicht entkommen.
Grund zum Feiern hat am Donnerstag Tom de Dorlodot (BEL) – nämlich seinen 34. Geburtstag. Der Belgier nimmt bereits zum siebten Mal an dem Abenteuerrennen teil und für ihn ist es vor allem die Freundschaft, die dieses Rennen so einzigartig macht: „Die Menschen, das Team, die Athleten – das ist alles zusammen sehr intensiv. Es ist so, wie wenn du mit einem Freund einen Berg besteigst. Das sind Momente fürs Leben. Natürlich ist es schmerzhaft, aber du nimmst eine Vielzahl toller Erinnerungen mit.“
Mir geht es darum, das Fliegen und das Laufen zu genießen. Die Red Bull X-Alps sind ein geniales Abenteuer – ich liebe es.
19. Juni 2019: Grüezi Schwiiz – Duelle auf allen Ebenen
2 Min
Red Bull X-Alps 2019 - Tag 4
Österreich, Deutschland und Italien sind erledigt, die Athleten sind in der Schweiz angekommen. Und die Eidgenossen dürfen über eine Schweizer Führung jubeln: Standesgemäß liegt Chrigel Maurer (SUI1) in Führung. Noch. Denn das Wetter könnte es dem Fünffach-Champion jetzt schwer(er) machen.
Für morgen sieht es nach nicht nach gutem Flugwetter aus. Damit verlagert sich alles auf die Beine. Für Chrigel Maurer war es bereits 2017 sehr hart, lange Tagesetappen zu laufen. Profitieren würde hingegen sein härtester Konkurrent: Maxime Pinot (FRA4). Der jüngere Franzose ist ein erfahrener und schneller Ultra-Läufer.
Alle Sportler tragen beim Rennen eine Suunto 9 Baro. Die ihnen hilft, nicht von der Route abzukommen und ihre Kräfte einzuteilen.
Es ist aber nicht das einzige spannende Duell. Im Gegenteil, der Kampf um die Plätze zieht sich durchs ganze Feld: Um Platz 3 "fighten" derzeit der italienische Flug-Maestro Aaron Durogati (ITA1) mit dem Österreicher Paul Guschlbauer (AUT1) und Gaspard Petiot (FRA2). Dahinter folgt von eine Gruppe aus 10 Athleten, die alle ziemlich gleich auf liegen und gemeinsam in der Luft unterwegs sind.
Und am Ende des Wettkampffeldes kämpfen die Teilnehmer gegen das frühzeitige Aus, das den jeweils Letztplatzierten trifft – der nächste Athlet wird in 48 Stunden eliminiert. Im Moment sieht es für die Polin Dominika Kasieczko nicht gut aus. Sie hat bereits gestern ihren Night Pass gezogen und hat damit keine Trümpfe mehr in der Hand. Heute Nacht wird der Russe Evgenii Griaznov (RUS) auf den Beinen sein.
18. Juni 2019: Chrigel Maurer holt sich die erste Trophy
Fünfmal hat Chrigel Maurer (SUI1) die Red Bull X-Alps bereits gewonnen und auch in diesem Jahr scheint er fast unbezwingbar. Der Schweizer hat Turnpoint 4 (Kronplatz) in den italienischen Alpen als erster erreicht und sich damit den ersten Preis der Challenge gesichert – die Salewa Trophy.
Sein härtester Gegner, Maxime Pinot (FRA4), hat den Kampf um die Spitze aber noch lange nicht aufgegeben: „Ich bin heute nicht so gut geflogen. Am Nachmittag wird es sicher besser."
Der Franzose hofft jetzt auf das Inntal als "Game Changer" – denn die Piloten stehen nun vor der Aufgabe, die strikte Flugverbotszone rund um den Innsbrucker Flughafen zu vermeiden. Hier müssen sie unterhalb der Maximalhöhe fliegen und das ist eine ziemliche Herausforderung.
Das Inntal ist ein entscheidender Punkt im Rennen.
Wie geht's Lokalmatador Paul Guschlbauer (AUT1)? Der liegt gemeinsam mit Simon Oberrauner (AUT2), Patrick von Känel (SUI2), Benoit Outters (FRA1), Antoine Girard (FRA3) und Tom de Dorlodot (BEL) im soliden Mittelfeld.
Am Ende des Rennens kämpfen Dominika Kasieczko (POL) und Rodolphe Akl (LBN) um den Verbleib im Bewerb. Mittwochfrüh wird der letztplatzierte Athlet aus dem Rennen genommen.
17. Juni 2019: Die X-Alpinisten gehen in die Luft – endlich
Nach einem wetterbedingten Fußmarsch von rund 50 Kilometern sind vor der gewaltigen Kulisse des Hochkönigs endlich der Gleitschirme zum Einsatz gekommen – eine große Erleichterung für alle 32 Athleten. Am frühen Nachmittag war Turnpoint 3 erreicht, jetzt geht die Reise weiter ins südlich gelegene Kronplatz in Italien. Ein Weg von rund 120 Kilometern.
Der aktuelle Zwischenstand: An der Spitze liegt "Mr. X-Alps himself", der Schweizer Fünffach-Champion Chrigel Maurer (SUI1). Seine härtesteten Gegner: die französischen Athleten Benoit Outters (FRA1) and Maxime Pinot (FRA4) sowie der Österreicher Paul Guschlbauer (AUT1).
Um die 1.138 Kilometer von Salzburg nach Monaco noch härter zu gestalten, als sie ohnehin schon sind, kämpfen die Teilnehmer ab sofort auch gegen das regulative Ausscheiden. Denn dem jeweils Letztplatzierten droht die Eliminierung aus dem Rennen. Um diesem Schicksal zu entgehen, hat ein Athlet hat für heute den Night Pass gezogen: Der erstmalige Teilnehmer als dem Libanon Rodolphe Akl.
Die besten Bilder von Paul Guschlbauer – Tag 2:
16. Juni 2019: Startschuss in Salzburg – 32 Athleten sind am Weg nach Monaco
Punkt 11.30 Uhr ist der Startschuss gefallen. 32 Athleten stellen sich ab sofort dem härtesten Abenteuer der Welt – dem Kampf von Salzburger nach Monaco, zu Fuß oder mit Gleitschirm. Es warten 1.138 Kilometer mit vielen Höhen (die höchsten Gipfel und Pässe der Alpen) und manchen Tiefen (die schönsten Täler). Die Strecke führt durch 5 Länder: Österreich, Deutschland, Italien, Schweiz und Frankreich.
Erste Herausforderung war der Gipfel des Gaisberg, den der Franzose Maxime Pinot (FRA4) mit einer Zeit von 1 Stunde 5 Minuten und 50 Sekunden am schnellsten bezwingen konnte.
Nur 24 Sekunden später hat Lokalmatador Paul Guschlbauer (AUT1) Tunrpoint 1 erreicht, an dritter Stelle hat Simon Oberrauner (AUT2) den Gaisberg erreicht.
Es erfordert unglaubliche körperliche Fitness, aber auch mentale Stärke. Es ist eine großartige Herausforderung für den Körper und den Geist. Das wird mit Sicherheit ein spannendes Rennen.
Die besten Bilder von Paul Guschlbauer:
Wie geht's jetzt weiter?
Die Athleten sind am Weg zu Tunrpoint 2 in Wagrein-Kleinarl, dann geht es weiter Richtung Nordwesten, nach Aschau-Chiemsee in Deutschland. Helmut Schrempf (AUT3), Kaoru Ogisawa (JPN) und Benoit Outters (FRA1) haben den Night Pass gezogen und dürfen nun die ganze Nacht das Rennen fortsetzen.
- Live-Erlebnis: Beim Red Bull X-Alps 2019 bist du mittendrin statt nur dabei – mit dem Live-Tracking kannst du alle Athleten verfolgen. Hier gehts zum Echtzeit-Erlebnis.
- Info-Quelle: Du willst mehr wissen über die Route, die Athleten, die Regeln oder dir die besten Fotos geben – findest du alles auf der Red Bull X-Alps-Website.
13. Juni 2019: Gleich 3 Sieger beim ersten Gipfelsturm – dem Prolog
Das härteste Abenteuerrennen der Welt "is on". Mit dem Prolog vom Bergdorf Wagrain-Kleinarl zum Gipfel des Grießenkarecks hat das Red Bull X-Alps begonnen.
Das Ergebnis beim "Vorspiel zum Hauptrennen" hätte nicht knapper sein können: Gleich 3 Athleten sind nach 55 Minuten und 31 Sekunden mit der exakt gleichen Zeit ins Ziel gekommen – Chrigel Maurer (SUI1), Benoit Outters (FRA1) und Maxime Pinot (FRA4). Insgesamt sind in diesem Jahr 32 Sportler am Start.
Die beiden Franzosen haben dem 5fach-Sieger aus der Schweiz den Kampf angesagt: "Wir versuchen so viel Druck zu machen wie möglich. Denn ein Großteil der Route findet ja dieses Jahr in Frankreich statt – darauf freuen wir uns sehr.“
Ein französischer Titelgewinn nach all den Jahren der Schweizer Dominanz wäre schon wichtig.
Und Paul Guschlbauer? Der Lokalmatador mit der Kennung AUT1 verpasste das Podium knapp und wurde mit einer Zeit von 56 Minuten 43 Sekunden ausgezeichneter Vierter.
Was du sonst noch wissen musst:
- Renn-Start: Weiter geht es am Sonntag um 11.00 Uhr – da gibt es auch einen ersten Facebook-Live-Einstieg vom Rennreporter Tarquin Cooper.
- Live-Erlebnis: Beim Red Bull X-Alps 2019 bist du mittendrin statt nur dabei – mit dem Live-Tracking kannst du alle Athleten in Echtzeit verfolgen.
- Info-Quelle: Du willst mehr wissen über die Route, die Athleten, die Regeln oder dir die besten Fotos geben – findest du alles auf der Red Bull X-Alps-Website.
1. Juni 2019: Alles, was du als Red Bull X-Alps Fan wissen musst!
Was ist Red Bull X-Alps? Wann findet es statt und warum solltest du es unbedingt LIVE verfolgen? Nur ein Klick zur vollen Information!
22. Mai 2019: Red Bull X-Alps 2019 – zwei Frauen stellen sich der Herausforderung
Heuer wird es zum ersten Mal auch für zwei Damen ernst! Kinga Masztalerz und Dominika Kasieczko machen sich am 16. Juni auf den Weg von Salzburg nach Monaco - folge diesen beiden Abenteurerinnen via Livetracking!
16. Mai 2019 - Die Österreicher beim Red Bull X-Alps 2019!
Neben Paul Guschlbauer stellen sich 2019 auch Simon Oberrauner und Heli Schrempf der Herausforderung. Wir haben die drei Jungs zum Interview gebeten und mit ihnen über ihre Ziele und die größten Herausforderungen geplaudert.
10. Mai 2019 - Paul Guschlbauer ist bereit!
Paul Guschlbauer ist in diesem Jahr zum fünften Mal dabei und steht schon jetzt mit riesen Vorfreude in den Startlöchern. Im Interview verrät es, was er von der neuen Streckenführung hält und wovor er bei diesem Abenteuerrennen am meisten Respekt hat. Am 16. Juni geht es los!
1. Mai 2019 - 10 Dinge die du über das RBX wissen musst
Red Bull X-Alps geht 2019 in die 9. Runde und wir verraten dir, warum das legendären Abenteuer-Rennen in diesem Jahr, das anspruchsvollste und härteste der Geschichte wird.
Teil dieser Story








