Die besten Games für Filmans
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Wie im Film: Diese Games sind perfekt für Filmfans

Die besten Spiele für Filmfans. Ihr liebt Filme und Serien? Dann werden euch diese Games begeistern.
Autor: Philipp Briel
6 min readveröffentlicht am
Videospiel und andere Medien gehen gerne Hand und in Hand. Es gibt Verfilmungen von Videospielen, Lizenzspiele zu Filmen oder Spiele, die nicht auf einer bekannten Marke basieren und sich trotzdem hervorragend für Filmfans eignen. Wir zeigen euch die besten Games, die euch begeistern und fesseln werden. Egal ob Neuling im Bereich der Videospiele, Gelegenheitszocker oder Profi.

Erica

Genau genommen ist der PlayStation 4-exklusive Thriller Erica kein echtes Spiel, sondern eher ein interaktiver Film und steht deshalb ganz am Anfang unserer Empfehlungen. Im Prinzip schaut ihr also einen Film, während ihr an bestimmten Stellen Einfluss auf die Handlung nehmen könnt. Ursprünglich wurde Erica als PlayLink-Titel angekündigt, erschien nun aber als eigenständiges Game. Ihr steuert das Spiel also wahlweise über die dazugehörige App für euer Smartphone oder mithilfe des PS4-Controllers. Fünf Jahre haben die Entwickler an diesem spannenden Projekt gearbeitet, das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen.
Erica ist ein packender Thriller, in dem die namensgebende Protagonistin den Mörder ihres Vaters sucht. Mit einer spannenden und vielschichtigen Handlung voller Geheimnisse will das Game allerdings mehrfach durchgespielt werden, denn abhängig von euren Entscheidungen könnt ihr in einem Durchgang bei Weitem nicht alle Fragezeichen klären. Dank einer Spielzeit in Spielfilmlänge perfekt geeignet für einen verregneten Herbstabend.

Black Mirror: Bandersnatch

Ähnlich wie Erica handelt es sich bei der Netflix-Produktion um einen interaktiven Film, in dem eure Entscheidungen die Handlung verändern. Ob das wirklich als Videospiel zählt, liegt im Auge des Betrachters – immerhin benötigt ihr dafür ein Abo des Streamingdienstes und keine Konsole oder PC.
Im rund anderthalbstündigen Black Mirror: Bandersnatch folgt die Erzählung dem Teenager Stefan Butler, der ein interaktives Videospiel entworfen hat. Der gespielte Film entpuppt sich als spannender Mystery-Thriller, in dem eure Entscheidungen über das Schicksal von Butler entscheiden. Mit zehn verschiedenen Enden liefert der Streifen mehr als genug Gründe, auch die anderen Handlungsstränge sehen zu wollen.

The Dark Pictures Anthology: Man of Medan

Horrorfans kommen mit der düsteren Anthologie von Entwickler Supermassive Games voll auf ihre Kosten. Eine Gruppe von Freunden landet auf einer Bootstour kurzerhand auf einem verlassenen Geisterschiff, das einen sagenumwobenen Schatz beherbergen soll. Dass der rostige Kahn nicht wirklich einladend ist und voller Gefahren steckt, versteht sich von selbst. Euer Ziel ist es, das Schiff mit der gesamten Gruppe lebend wieder zu verlassen.
Ob und wie euch das gelingt hängt davon ab, welche Entscheidungen ihr im Rahmen der rund fünfstündigen Handlung trefft. Das kann in Dialogen passieren, in denen eure Stimmung den Verlauf des Gesprächs entscheidend verändert, in Quick-Time-Events, in denen ihr schnell die richtige Taste drücken müsst oder in besonders fiesen Momenten, die bei einer falschen Entscheidung den Tod eines Charakters zur Folge haben können. Trotz klischeehafter Figuren, die direkt aus jedem Teenie-Horrorfilm stammen könnten, fesselt Man of Medan euch die gesamte Zeit über hervorragend ans Gamepad. Ähnlich gelungen ist zudem der indirekte Vorgänger Until Dawn.
Der Kurator erzählt die Geschichte von Man of Medan. Im Horror-Game kämpft eine Gruppe Jugendlicher ums Überleben
Düsterer Trip für Horrorfans: Man of Medan

Detroit: Become Human

Eigentlich könnten hier alle Games von Entwickler Quantic Dream stehen. Die haben nämlich bereits mit Heavy Rain und Beyond: Two Souls ein Händchen für interaktive Filme bewiesen. Wir haben uns allerdings für Detroit: Become Human, das neueste Game der Franzosen, entschieden, das eine der ältesten Sci-Fi-Geschichten überhaupt in neuem Glanz erstrahlen lässt.
In der nahen Zukunft gelang es Wissenschaftlern, menschenähnliche Androiden zu entwickeln. Ursprünglich erschaffen, um den Menschen lästige Alltagsaufgaben abzunehmen, entwickeln die Blechdosen plötzlich jedoch ein eigenes Bewusstsein und lehnen sich mitunter gegen ihre menschlichen Erbauer auf.
Die Handlung folgt der Geschichte dreier Androiden und wirft im Verlauf des Spiels etliche interessante ethische Fragen auf, die das Spiele euch allerdings nicht mit der Brechstange präsentiert. Vor allem zum packenden Finale hin kämpft ihr immer wieder mit euch und der Entscheidung, wie weit ihr die Androiden beim Kampf gegen ihre Unterdrücker gehen lasst. Sind es wirklich nur Maschinen und falls nein: welche Rechte haben sie überhaupt? Die Thematik ist zwar wenig innovativ, allerdings äußerst spannend umgesetzt und mit einem hohen Wiederspielwert gespickt.
Connor im Adventure Detroit: Become Human. Der Polizei-Androide kämpft mit Gleichgesinnten darum, als Mensch wahrgenommen zu werden
Androiden sind auch nur Menschen. Oder nicht?

Telltales The Walking Dead

The Walking Dead steht hier stellvertretend für alle Spiele des Entwicklers Telltale Games, denn trotz verschiedener Szenarien handelt es sich bei allen Reihen des Studios quasi um dasselbe Spiel. Immerhin haben die mittlerweile insolventen Entwickler dem Adventure-Genre mit der Versoftung der Zombie-Serie im Jahr 2012 neues Leben eingehaucht.
Das Episoden-Adventure beruht dabei glücklicherweise nur lose auf dem Universum der Comics und beliebten TV-Serie und wartet mit einer ganz eigenen Geschichte auf, die euch mit hervorragend geschriebenen und vielschichtigen Charakteren begeistern wird. Aus spielerischer Sicht eher seicht, aber vollgepackt mit Entscheidungen die euch an die Nieren gehen. Staffel 1 ist Pflicht, danach entscheidet ihr selbst, ob ihr dranbleiben wollt.
Clementine in The Walking Dead. Das Episoden-Adventure punktet mit einer emotionalen Story und stark geschriebenen Charakteren
Telltales The Walking Dead bietet mehr als nur stumpfe Zombies

Journey

Arthouse-Fans… nein, eigentlich alle Filmfans sollten sich das malerische Adventure Journey einmal genauer anschauen, das es mittlerweile sogar von den PlayStation-Konsolen auf den PC geschafft hat. Gäbe es ein Game, was wir Nicht-Spielern als Einstieg empfehlen würden, wäre es vermutlich Journey.
Journey ist Kunst. Eine malerische Reise, die komplett ohne Worte auskommt. Ein Trip für alle Sinne in einer wunderschönen, farbenfrohen Welt mit einer unglaublich dichten Atmosphäre und das ganz ohne Dialoge, Kämpfe oder ähnliches. Nur ihr, eure Reise zum Berg in der Ferne und eure Erlebnisse auf dem Weg. Einfach wunderschön.

Uncharted 4

Jetzt geht’s ans Eingemachte: In Uncharted 4 steckt deutlich mehr Videospiel, als in den vorangegangenen Games. Dafür belohnt das Action-Adventure Fans von Indiana Jones und Co nicht nur mit einer beeindruckenden Grafik, sondern sogar mit einer packenden Handlung voller liebenswerter Charaktere. Uncharted 4 zählt nicht ohne Grund zu den besten Spielen dieser Generation.
Das Action-Adventure schickt euch auf eine Schatzsuche rund um den Globus und spickt diese mit erstklassigen Feuergefechten. Der vielleicht Größte Star des Spiels sind allerdings die wunderschönen Umgebungen, die euch nach Italien, Panama, Madagaskar oder Schottland führen. In Kombination mit der Blockbuster-Inszenierung ist Uncharted 4 vielleicht der beste Action-Film, den ihr spielen könnt.
Nate und Sully in der Piratenstadt. Uncharted 4 ist ein inszenatorisches und spielerisches Meisterwerk, nicht nur für Fans von Indiana Jones
Der gespielte Action-Blockbuster: Uncharted 4

A Plague Tale: Innocence

Das düstere Mittelalter-Action-Adventure A Plague Tale: Innocence zählt zu den größten Geheimtipps des Jahres 2019. Im Frankreich des Jahres 1348 greift die Pest um sich, doch die Krankheit ist nicht die einzige Gefahr, der sich die beiden Waisen Amicia und ihr kleiner Bruder Hugo stellen müssen.
Im Spiel erwartet euch eine düstere und mitreißende Hetzjagd durch unser Nachbarland und eine intensive Geschichte um Liebe, Angst, Trauer und Hoffnung. Trotz überschaubarem Budget des kleinen Entwicklerteams zaubert das Spiel eine beeindruckende Atmosphäre auf den Bildschirm und punktet vor allem durch seine glaubhafte Story und den wunderschönen Soundtrack.

Quantum Break

Quantum Break aus dem Jahr 2016 war der gelungene Versuch, eine Live-Action-Serie um ein Actionspiel herum zu stricken. Aufgrund misslungener Experimente seid ihr im Game in der Lage, die Zeit zu manipulieren. Dass so ein Bruch im Raum-Zeit-Kontinuum allerdings noch weitere Folgen mit sich bringt, dürfte klar sein. Vorbeifliegende Vögel werden mal eben eingefroren, andere Menschen altern unnatürlich schnell und die Soldaten des zwielichtigen Monach-Konzerns sind plötzlich überall.
Was ohnehin schon nach dem Stoff eines packenden Thrillers klingt, wird durch die Live-Action-Inszenierung einzigartig: Teile der Handlung lagert Quantum Break auf vier aufwändig inszenierte Folgen im Stile einer TV-Serie auf, in der sich echte Hollywoodgrößen die Klinke in die Hand geben – eines der besten Beispiele für den gelungenen Einsatz von Schauspielern in Videospielen. Mit Stars wie Dominic Monaghan (Der Herr der Ringe), Aidan Gillen (Game of Thrones) und Protagonisten Shawn Ashmore (X-Men) fährt Entwickler Remedy Entertainment hier große Geschütze auf und beeindruckt mit einer spannenden, vielschichtigen Handlung. Ähnlich spannend präsentiert sich auch Control, der neue Mystery-Thriller der Finnen, doch Quantum Break punktet bei Filmfans vor allem durch seine herausragende Inszenierung.
Jack Joyce kann die Zeit manipulieren. Quantum Break kombiniert ein gelungenes Action-Adventure mit einer spannenden TV-Serie
Quantum Break mischt Spiel und TV-Serie