Die Need For Speed-Reihe von Electronic Arts steht für brachiale Racing-Action. Doch im Laufe der 25-jährigen Geschichte gab es auch einige Ableger, denen ziemlich schnell die Puste ausging.
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Need for Speed: Die 3 schlechtesten & besten Teile

Die Need for Speed-Reihe blickt auf eine lange Tradition zurück. Doch in den vergangenen 23 Jahren gab es nicht nur gute Rennspiele. Unsere Top 3 der schlechtesten und besten Ableger!
Autor: Philipp Briel
6 min readPublished on
Im Jahre 1994 sollte ein bis dato noch unbekannter Name das Genre der Rennspiele revolutionieren. The Need for Speed lautete der Titel des ersten Serienteils, mit dem EA eine der erfolgreichsten und packendsten Racer-Serien an den Start bringen sollte. Immerhin war die Raserei eines der ersten Spiele, welches auf reale Serienfahrzeuge setzte und diese gekonnt mit packenden Polizeiverfolgungen kombinierte.
Doch im Laufe der Jahre hat die Serie einige Veränderungen erfahren und so manches Experiment über sich ergehen lassen müssen, von denen nicht alle geglückt sind. Zeit für uns, auf die drei schlechtesten und besten Serienteile zurückzublicken, bevor wir uns mit Need for Speed: Payback zurück auf den Asphalt wagen.

Die schlechtesten

Need for Speed: The Run (2011)

Zu kurz & zu langweilig - Need for Speed: The Run

Zu kurz & zu langweilig - Need for Speed: The Run

© EA

Need for Speed: The Run erschien 2011 als 18. Ableger der gefeierten Rennspielserie und zumindest auf dem Papier hörte sich alles erst mal gut an. Ihr schlüpft in die Haut von Jack Rourke, hinter dem wegen seiner hohen Schulden fiese Gangster her sind. Alles was euch bleibt, ist die Flucht. Dabei führt euch das Spiel mit einer wirren Story durch die kompletten USA. Die Rennen finden an bekannten, realen Schauplätzen wie dem Death Valley, den Rocky Mountains oder in New York statt. Natürlich habt ihr es abermals nicht nur mit normalen Gegnern, sondern auch mit den Hütern des Gesetzes zu tun.
Doch da gibt es ein Problem: Nach gerade einmal knapp zwei Stunden seid ihr am Ende des Spiels angelangt. Auch spielerische Abwechslung suchte man in Need for Speed: The Run leider vergebens. Wenn dann auch noch die nervige Gummiband-KI euren einzigen Fahrfehler gnadenlos bestrafte, lagen die Nerven blank.

Need for Speed (2015)

Need for Speed: Die Revolution blieb leider aus.

Need for Speed: Die Revolution blieb leider aus.

© EA

Nachdem die einstmals gefeierte Reihe nach einigen herben Rückschlägen so langsam in der Versenkung zu verschwinden drohte, wollte EA mit dem bislang letzten Teil an die Glanzzeiten anknüpfen. Doch das einfach Need for Speed betitelte, 22. Spiel der Reihe sollte zu einem Desaster werden.
Inhaltlich knüpfte der Reboot an die Zeiten der Underground-Ableger an und wollte mit packender Story und coolen Tuning-Features punkten. Was Spieler aber letztlich bekamen, war ein eintöniges Rennspiel, welcher mit schummelnder Gummiband-KI aus der Hölle und merkwürdigem Fahrverhalten bereits auf den ersten Metern einen Totalschaden erleiden musste. Auch die klischeehafte und geradezu peinliche Story und das zu oberflächliche Tuning kamen bei Fans nicht gut an.

Need for Speed Undercover (2008)

Trotz frei befahrbarer Stadt scheiterte Undercover

Trotz frei befahrbarer Stadt scheiterte Undercover

© EA

Need for Speed: Undercover hätte so gut sein können. Nachdem sich EA mit dem Vorgänger Pro Street eher realistischen Rennen zuwandte, sollte Undercover die Stärken der gefeierten Hot-Pursuit-Teile aufgreifen. Eine frei befahrbare Stadt und eine mit Hollywood-Stars gespickte Story versprachen einiges, nur halten konnte der Titel keines seiner Versprechen.
Gründe, warum Undercover den Tiefpunkt der Reihe markiert, gibt es leider viele. Vor allem die katastrophale Technik sorgte dafür, dass der Spielspaß bereits im Keim erstickt wurde. Das nervige Dauerruckeln und hässliche Pop-Ups sorgten für Frust beim Spielen und auch das undefinierbare Fahrverhalten und die lächerliche Story konnten nicht überzeugen. Zudem sorgten die leblose und langweilige Stadt und die mittlerweile zur traurigen Serientradition gewordene Gummiband-KI für Frust. Ein Spiel, das mit Sicherheit nicht nur EA lieber ganz schnell vergessen möchte.

Die besten

Need for Speed: Hot Pursuit 2 (2002)

In Hot Pursuit 2 wurdet ihr selbst zum Cop.

In Hot Pursuit 2 wurdet ihr selbst zum Cop.

© EA

Bei all der Kritik dürfen wir aber auch nicht vergessen, dass uns die Need for Speed-Reihe einige unvergessliche Spiele präsentiert hat. Need for Speed: Hot Pursuit 2 markiert einen der Höhepunkte, an den ich mich gerne zurück erinnere.
Packende Rennen, enorm abwechslungsreiche Umgebungen und ein erstklassiges Fahrverhalten sorgten in Kombination mit den spannenden Polizeiverfolgungen für einen unglaublichen Adrenalinausstoß. Da auch der Umfang für damalige Verhältnisse riesig ausfiel und die Strecken mit jeder Menge Abkürzungen aufwarteten, motivierte Hot Pursuit 2 für viele Stunden hinter dem Steuer. Besonders cool: Im „Be A Cop“-Modus durfte man selbst Jagd auf die Raser machen und sogar Helikopter oder Nagelbänder anfordern. Ein Genuss!

Need for Speed: Most Wanted (2005)

Tuning, Cops und coole Rennen - Was will man mehr?

Tuning, Cops und coole Rennen - Was will man mehr?

© EA

Need for Speed: Most Wanted gehört nicht nur zu den besten Ablegern der beliebten Rennspiel-Serie, sondern auch zu den besten und coolsten Racern aller Zeiten. Dabei reden wir nicht von dem Remake aus dem Jahr 2012, sondern vom fünf Jahre älteren Original
Nachdem EA in Need for Speed: Underground 2 ein Tuning-Festival abfeierte, für welches sich die Gesetzeshüter offenbar überhaupt nicht interessierten, kombinierte Most Wanted die besten Funktionen seines Vorgängers mit den Vorzügen der Serie. Heraus kam ein unvergleichliches Rennspiel, welches euch in packenden Rennen auf die Jagd nach coolen Tuning-Karren schickte und gleichzeitig die Polizei auf den Hals hetzte. Vor allem die „Boss-Rennen“ gegen die Blacklist-Fahrer im motivierenden Karrieremodus waren für ihre Zeit kinoreif inszeniert und lockten nicht nur mit fetten Autos, sondern auch starken Tuning-Teilen.

Need for Speed: Underground 2 (2004)

Underground 2 traft 2004 perfekt den Zeitgeist

Underground 2 traft 2004 perfekt den Zeitgeist

© EA

Fragt man Fans nach dem beliebtesten und besten Ableger, werden garantiert 9 von 10 Need for Speed: Underground 2 nennen. Nachdem EA mit dem Vorgänger perfekt den Hype der Fast and the Furious-Filme einfing, toppte Underground 2 den Erstling mit Leichtigkeit.
Need for Speed: Underground 2 markierte die Speerspitze der Tuning-Racer, welche Anfang der 2000er-Jahre die Welt der Rennspiele dominierten. Dabei grenzte es regelrecht an eine Meisterleistung der Entwickler, wie viele coole Neuerungen sie in nur einem Jahr nach dem ersten Teil in das Spiel gepackt haben. Allem voran die frei befahrbare Stadt Bayview, welche einer Offenbarung gleich kommt. In der Karriere klickte man sich nämlich nicht mehr nur durch lahme Menüs, sondern startete die Rennen direkt vor Ort in der Stadt, die noch dazu mit unzähligen Geheimnissen gespickt war.
In Puncto Tuning konnte zudem keiner der Konkurrenten Underground 2 das Wasser reichen. Da auch die Steuerung hervorragend funktionierte, das Spiel mit enorm abwechslungsreichen Events aufwartete und die Technik zudem über jeden Zweifel erhaben war, sind Fans sich einig: Need for Speed Underground 2 ist eines der besten Rennspiele aller Zeiten und einer der Höhepunkte der Serie.

Need for Speed: Heat - So geht's weiter

Nachdem die Reihe im Jahr 2017 pausiert hat, kehrt Need for Speed noch in diesem Jahr auf die Bildschirm zurück. Need for Speed: Heat wurde endlich enthüllt und wird dann auf der gamescom 2019 in spielbarer Form Weltpremiere feiern.
Need for Speed: Heat besinnt sich auf die Stärken der Reihe zurück und mischt im sonnigen Palm City legale Straßenrennen mit illegalen, nächtlichen Underground-Rennen und umfangreichen Tuning-Optionen. Erscheinen wird das Spiel am 08. November 2019.