Diese Seen sind wahre Naturwunder.
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Exploration

Diese 15 farbenfrohen Seen musst du gesehen haben

Mutter Natur liebt es, ihr buntes Spiel zu treiben – bei diesen Seen hat sie ihre ganze Farbpalette ausgenützt.
Autor: Thomas Wernhart
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Lake Hillier, Australien

Lake Hillier: Ein Rätsel für die Wissenschaft.

Lake Hillier: Ein Rätsel für die Wissenschaft.

© Steve Jurvetson

Der 600 Meter langer pinkfarbener Salzsee auf der Insel Middle Island ist wegen seiner Farbe und Einzigartigkeit zum Weltnaturwunder erklärt worden. Warum der See diese intensive pinke Färbung annimmt ist bis heute nicht geklärt, man nimmt jedoch an, dass die Nährstoffkonzentration aus verschiedenen organischen und anorganischen Stoffen sowie Bakterien und Algen im See die Verursacher sind. Der See kann nur vom Flugzeug aus betrachtet werden, da diese Insel aus Naturschutzgründen nicht betreten werden darf.

Laguna Verde, Bolivien

Viel grün in den Bergen Boliviens.

Viel grün in den Bergen Boliviens.

© Albert Backer

Die „Grüne Lagune“ im Südwesten Boliviens liegt am Fuß des Vulkans Licancabur auf 4.329 Metern Seehöhe - die auffällige Färbung wird von Mineralien wie Magnesium, Calciumcarbonat, Blei und Arsen verursacht und wechselt je nach Windstärke zwischen hellem Türkis und dunklem Grün.

Grand Prismatic Spring, USA

Ein heißes Bad für die Bakterien.

Ein heißes Bad für die Bakterien.

© James St. John/Flickr

Die drittgrößte Thermalquelle der Welt, die Grand Prismatic Spring, befindet sich im Yellowstone-Nationalpark, der mit einer Vielzahl an außergewöhnlichen Naturphänomenen lockt. Das Becken ist 50 Meter tief und mit 71 °C heißem Wasser aus der Quelle gefüllt. Die Farben stammen von Mikroorganismen, die ihre Farbe zwischen grün und rot wechseln. Im Sommer tendiert der Biofilm zu orange und rot, wohingegen im Winter eher dunkelgrün vorherrscht.

Kelimutu, Indonesien

Die drei Kraterseen sind eine Reise wert.

Die drei Kraterseen sind eine Reise wert.

© Neil

Die indonesische Insel Flores beheimatete gleich drei verschiedenfarbigen Kraterseen, die aufgrund von gelösten Mineralien im Abstand von mehreren Jahren ihre Farbe von Schwarz zu Türkis, Rotbraun oder Grün verändern. Der westlichste See heißt Tiwi Ata Mbupu (zu deutsch: See der Alten), die beiden anderen tragen die Namen Tiwu Nua Muri Kooh Tai (deutsch: See der Jungen und Mädchen) und Tiwu Ata Polo (deutsch: Verzauberter See).

Emerald Lakes, Neuseeland

Baden ist hier leider nicht möglich.

Baden ist hier leider nicht möglich.

© Blueromulan

Die „Smaragd Seen“ am Mount Tongariro zählen zum Weltnaturerbe der UNESCO und beeindrucken mit ihrer leuchtend smaragdgrünen Farbe. Diese entsteht durch Mineralien vulkanischen Ursprungs.

Fünf Blume See, China

114 Seen laden in Jiuzhaigou zum Träumen ein.

114 Seen laden in Jiuzhaigou zum Träumen ein.

© Rheins

Der Fünf Blume See liegt im „Tal der neun Dörfer“ und gehört seit 1992 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Das Jiuzhaigou Naturschutzgebiet umfasst insgesamt 114 einzelne Seen und viele andere sehenswerte Naturschauspiele. Durch das kalkhaltige Wasser und dem Vorkommen bestimmter Algen weisen einige der Seen neben ihrer extremen Klarheit eine stark türkisblaue Färbung auf.

Retba-See, Senegal

Cyanobakterien färben den "Lac Rose" rot.

Cyanobakterien färben den "Lac Rose" rot.

© Jeff Attaway/Flickr

Der „Lac Retba“ oder auch „Lac Rose“ ist ein Salzsee im Senegal der 35 km nordöstlich der Hauptstadt Dakar liegt. Die ansässigen Cyanobakterien verursachen, besonders in der trockenen Jahreszeit, eine einzigartigen rosaroten Färbung.

Grüner See, Österreich

Ein Naturwunder mitten in Österreich.

Ein Naturwunder mitten in Österreich.

© Hochsteiermark/Heinz Toperczer

Dieser See in der Steiermark füllt sich jährlich mit Einsetzen der Schneeschmelze mit sehr klarem Wasser und überschwemmt die Wanderwegen und Sitzbänken völlig. Reines Wasser absorbiert rote Lichtanteile und erscheint in dicken Schichten daher blau-grünlich, der helle Kalkstein am Boden und geringe Mengen an Kalkstaub tragen zur Helligkeit unter Wasser bei. Der See wird auch deshalb als „smaragdgrün schimmernd“ wahrgenommen, weil er kaum schlammigen Untergrund aufweist. Die außerordentlich hohe Sichtweite im Wasser beträgt bis zu 50 Meter, leider ist das Tauchen hier verboten worden. Im Herbst trocknet der Grüne See fast völlig aus, die Wanderwegen und Sitzbänken leigen dann wieder im Trockenen.

Yamzhog Yumcom, Tibet

Free Tibet!

Free Tibet!

© Esther Lee

Der Yamzhog Yumcom in 4440 m Höhe, hat eine Fläche von 640 Quadratkilometern und beheimatet rund ein Dutzend Inseln. Der Name des Sees bedeutet „grüner Jadesee der oberen Alm“ und gehört zu den drei heiligen Seen – er soll den Mönchen helfen, die wiedergeborene Seele des Dalai Lamas zu finden.

Laguna Colorada, Bolivien

Das Flamingo-Paradies in Bolivien.

Das Flamingo-Paradies in Bolivien.

© Pattrön/Flickr

Die Laguna Colorada ist ein flacher (durchschnittlich 0,5 m und am tiefsten Punkt 1,5 m tief) See in einer Höhe von 4278 m über dem Meer. Die auffälligen roten Färbung bekommt der See von der vorherrschenden Algenart und vom hohen Mineralstoffgehalt des Wassers. Besonders Flamingos fühlen sich hier wohl.

Peyto Lake, Kanada

Türkises Schmelzwasser verzaubert die Landschaft.

Türkises Schmelzwasser verzaubert die Landschaft.

© Tobias Alt

Der Peyto Lake liegt im atemberaubenden Banff National Park in den kanadischen Rocky Mountains und wird von den lokalen Gletschern gespeist. Seine spezielle türkise Farbe wird durch feine Gesteinspartikel (dem Steinmehl oder Gletschermilch) verursacht, das mit dem Schmelzwasser seinen Weg in den See findet.

Chott El Djerid, Tunesien

Ein Ort, wie auf einem anderen Planeten.

Ein Ort, wie auf einem anderen Planeten.

© Jaume Ollé

Das Chott el Djerid ist ein Sedimentbecken das im größte Salzseengebiet der Sahara liegt und durch Wasserläufe aus den nördlichen Bergen, die herausgespülte Salze mit sich führen, gespeist. Im Sommer trocknet das Chott fast völlig aus und wird zu einer Salztonebene. Die bakteriengefärbten Salzlaken geben dem Gebiet spannende Farbtupfer.

Devil’s Bath Pool, Neuseeland

Wo der Teufel sein Bad nimmt.

Wo der Teufel sein Bad nimmt.

© Takver/Flickr

Diese Thermalquelle liegt im Wai-O-Tapu Thermal Wonderland auf der Nordinsel Neuseelands und beeindruckt mit ihrer bunten Färbung. Hier gibt es eine Menge Thermalquellen, denen man einen Besuch abstatten sollte – die Färbung bekommen die Gewässer von Metallen, Oxiden und Bakterien.

Umi Jigoku, Japan

Japans Bade-Paradies.

Japans Bade-Paradies.

© Norio Nakayama/Flickr

Beppu wird von seinen über 3700 Thermalquellen und 168 öffentlichen Bädern geprägt und ist ein beliebtes Touristenziel - pro Jahr kommen ca. 12 Millionen Besucher, die zwischen unterschiedlichen heißen Quellen wählen können, in die Region. Die „Hells“ (Jigoku) sind zum Baden nicht geeignet, aber wunderschön anzusehen.

Quilotoa Lake, Ekuador

Eine Wanderung hierher zahlt sich aus.

Eine Wanderung hierher zahlt sich aus.

© Alicia0928/Flickr

Der letzte Ausbruch dieses Vulkans ereignete sich im Jahr 1280, seitdem liegt in der Caldera ein bis zu 250 m tiefer Kratersee der seine grüne Färbung durch gelösten Mineralien erhält. Am Boden des Sees befinden sich Fumarolen, über die vulkanisch Gase austreten, an der Ostseite des Vulkans gibt es heiße Quellen. Wanderungen in diesem Gebiet werden in den letzten Jahren immer beliebter.