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Amir El Tahan ist IT Consultant und Student der Wirtschaftsinformatik. Seine Freizeit verbrachte er die vergangenen 11 Jahre als Spieler in der Austrian Football League, doch heute kennt man „Shredmir“ mehr als Caster der A1 eSports League und als Twitch Streamer, wo er 3.000 Follower zählt.
Als großer Valorant Liebhaber wird Shredmir auch am Red Bull Campus Clutch Austria Qualifier teilnehmen. Dabei handelt es sich um das bisher größte globale Valorant Turnier seiner Art, denn es ist exklusiv für Studenten ausgerichtet. In über 50 Ländern qualifizieren sich Uni-Teams und kämpfen um den Einzug ins Weltfinale.
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Red Bull Campus Clutch returns
Learn all about the newest edition of the global student VALORANT tournament – Red Bull Campus Clutch.
Wir haben mit Shredmir über seine Liebe zu Valorant, CS:GO und seine junge Castingkarriere gesprochen.
Du bist auf Twitch wieder aktiver als früher, bereust du es, eine Pause eingelegt zu haben?
Ich wollte nicht unbedingt einer Karriere als Streamer nachgehen, dennoch bereue ich es. Ich war 2017 einer der ersten, die sich wirklich ernsthaft mit Fortnite beschäftigten. Aber ich hatte nicht nur grauenvolles Internet, sondern auch wenig Motivation, da alle meine Freunde sich vom Game abgewendet haben.
Heute stehst du wieder vor der Kamera, sogar als professioneller Caster. Spürst du Lampenfieber?
Ich bin ehrlich gesagt sehr schüchtern. Seit 11 Jahren spiele ich nun American Football in der Bundesliga, vor den Kameras des ORF und bis heute werde ich nervös vor jedem Match, als wäre es der letzte Tag meines Lebens. Ein Gefühl, wie man es von Uni-Prüfungen gewöhnt ist.
Und was tust du gegen diese Nervosität?
Es ist wie der sprichwörtliche Schalter. Egal ob auf dem Feld, ingame oder vor der Kamera. Wenn der Countdown abläuft, lege ich einfach los und bin sofort in meinem Element. Dennoch bleibt diese Nervosität, schließlich will man in einer Live Übertragung keine Fehler machen.
Wie kam die Passion für den Esport zustande?
Shooter wie Apex Legends mochte ich immer schon am liebsten, auch League of Legends. Ein Star Craft hab ich aber bis heute nie angerührt. Besonders zwischen 2014 und 2017 war ich begeisterter Anhänger von CS:GO und besuchte mein erstes Major in Kattowitz. Dort lernst du Gleichgesinnte aus aller Welt kennen, alle laufen mit Jerseys herum – ein unvergesslicher und prägender Moment.
Ist man als CS-Spieler nicht zunächst skeptisch gegenüber Valorant?
Der Launch von Valorant war schon beeindruckend, eine neue Art von Game. Counter-Strike mit Champs und Abilities. Ich hab die Beta so hart gegrindet, dass es sofort mein neues Main Game wurde, auch wenn viele meinten, dass es bald sterben würde.
Valorant ist im Kommen und Riot verfolgt einen sehr guten Weg, die Community natürlich wachsen zu lassen. Obwohl es im ersten Jahr keine Turniere gab, sind schon unzählige Esport Organisationen wie G2 oder BIG, eingestiegen.
Wie hast du von Red Bull Campus Clutch erfahren?
Ich hab die Werbung bei Instagram gesehen und mir gefiel sofort der Uni-Aspekt. Ein Turnier nur für Studenten? Bei solchen Spezialevents mache ich sehr gerne mit, weil es sowohl um Unterhaltung als auch den Wettbewerb geht.
Beim Sport habe ich gelernt, wie sehr ich das Gefühl hasse, zu verlieren, ich möchte gewinnen und will das beste Valorant Studententeam Österreichs aufstellen. Ab dem ersten Game wird geschwitzt, aber ich war schon immer der Klassenclown, ich mag es, Leute zum Lachen zu bringen und darum ist mir der Spaß bei Red Bull Campus Clutch auch besonders wichtig.
Welche Ansage hast du an die restlichen Studenten, die an Red Bull Campus Clutch teilnehmen?
Ich will, dass sie ihr bestes geben, damit Österreich würdige Vertreter beim globalen Finale hat.
Welche 5 Tipps würdest du Valorant Amateuren geben?
- Übung macht den Meister
- Wenn man sich verbessern will, führt nichts am regelmäßigen Spielen vorbei. Du musst das Game spammen, zwei, drei Runden in Deathmatch aufwärmen und in Ranked queuen, auch wenn du 10 hintereinander verlierst.
- Replay
- Schau dir deine Wiederholungen an und analysiere Fehler. Hätte ich da pushen sollen? War es klug, dort zu peaken? Hätte ich auf mein Team warten können? Sei kritisch mit dir selbst.
- Do it like the pros
- Aim erhält man nicht vom Zuschauen, aber man kann das Crosshair Placement von Streamern übernehmen. Außerdem lernt man sowohl den Einsatz von Utility und hört, wie die Profis Calls geben.
- Aim trainieren
- Nutzt Aim Trainer wie Aimlabs und übt dort das virtuelle Tontaubenschießen. Es wird euch dabei helfen, eure perfekten Mauseinstellungen zu finden.
- Talk to the hand
- Gerade in der Soloqueue finden sich nicht immer die redseligsten Mitspieler. Versucht dennoch so viele Infos von eurer Seite preiszugeben, sprecht mit eurem Team, auch wenn kein Feedback kommt. Steht darüber und versucht einfach das Match zu gewinnen.
Ihr möchtet auch beim Austria Qualifier von Red Bull Campus Clutch teilnehmen? Dann könnt ihr euer Team hier kostenlos anmelden!