Snowboarden
Check In: Pat Moore
Wir haben mit Snowboard-Megastar Pat Moore über die X-Games und das Leben on the road geplaudert.
Pat Moore gehört zweifellos zu den besten Snowboardern der Welt. In nur einer Saison hat er sich das erfüllt, wovon viele Pros ihr Leben lang nur träumen: ein kompletter Film und ein Podiumsplatz bei den X Games. Pat ist ein echtes Snowboard-Allroundgenie und ein extremer Rider. Ich habe ihn getroffen und mit ihm über seine Pläne für die kommende Saison, die X Games und die Bedeutung von Style gesprochen.
Was sind deine Pläne für diese Saison, nach dem unglücklichen Ende von The Program?
Momentan stehe ich noch bei Forum unter Vertrag, also fahre ich noch für die. Anschließend geht’s bei Red Bull weiter, mit eigenem Kameramann und eigener Crew. Ansonsten stehen die X Games Real Street und Real Snow Backcountry an. Beide würde ich natürlich gerne gewinnen. Wir werden Videos online stellen, von beiden Events plus jede Menge Footage.
Was erwartest du vom Real Snow und vom Street Street?
Ich freu mich auf zwei gute Events. Die Reaktionen nach meinem Part bei den X Games [Pat wurde hier Dritter] waren genial, sogar besser als nach dem Forum-Film. Es haben wirklich viele Leute gesehen. Die Zuschauer erleben hier unsere Art zu snowboarden, zu filmen und zu reisen.
Die Deadline für die X Games ist dieses Jahr sehr früh, bist du dadurch stark unter Zeitdruck?
Bis zum 03. Januar muss alles abgedreht sein. Also haben wir circa einen Monat dafür Zeit. Zum Vergleich: Meine Idole von früher haben vor Neujahr nicht mal mit dem Drehen begonnen. Und ich habe bis dahin schon einen kompletten Part abgedreht.
Die Clips vom Real Street und vom Real Snow-Videos waren komplett online zu sehen. Snowboarding auf wirklich hohem Niveau. Meinst du, Online-Videos sind der nächste Trend?
Schwer zu sagen, ob’s das neue Ding wird oder nicht. Ich denke, Videos wie Travis' "The Art Of Flight" oder der Film von Burton sind der neue Maßstab. Sie sind echt gut gemacht und schön anzuschauen. Wahrscheinlich wird es beides geben: Aufwändige High Budget-Produktionen und Online-Clips, in die zwar nicht so viel Kohle gesteckt wird, die aber trotzdem ordentlich knallen.
Bei den Contests sieht man ein immer krasseres technisches Niveau. Es scheint, als wäre Style heute nicht mehr so wichtig. Hauptsache die Rider zeigen neue Tricks. Ist die Entwicklung von Style stehen geblieben?
Für mich bleibt der Fahrstil wichtig. Aber es ist unglaublich schwierig, sich in die Lage der Juroren zu versetzen. Ich saß mal bei den X Games in der Jury und es ist hart. Du siehst, wie jemand einen total kranken Backside 5 hinlegt, weißt aber auch, dass der Trick echt billig ist und man ihn jederzeit hinbekommt. Dann siehst du jemanden einen Backside Double Cork versuchen. Es ist nicht leicht, stylisch zu fahren und gleichzeitig neue Tricks einzubringen. Es liegt auch an den Turnierveranstaltern, ob sie einen Schwerpunkt auf Style setzen wollen. Es gibt ein paar Typen, die es drauf haben, krasse Tricks stylisch hinzubekommen. Zum Beispiel Mikkel Bang, Mark McMorris oder Danny Davis. Aber die werden oft übersehen.
Verpasst auf keinen Fall Pats Part bei den X Games. Wer die letzten Clips gesehen hat, weiß, was ihn erwartet.
-Tyler Davis
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