Egal ob man dieses Jahr im Freibad, beim Oktoberfest oder auf Partys in hippen Innenstadt-Clubs war: Man hat Cordula Grün tanzen gesehen. Der Song des Wiener Musikers Josh. war ohne Zweifel der österreichische Sommerhit des Jahres, dem man nicht entkommen konnte. Und wie die ersten Skipisten-Eröffnungen schon gezeigt haben: Cordula Grün wird uns auch im Winter begleiten und sich in den Après Ski Playlisten festsetzen.
Beim Red Bull Music Soundclash hat Josh. nicht nur seinen Song, sondern auch seinen dazugehörigen roten Anzug aus dem Musikvideo gemeinsam mit The BossHoss auf die große Bühne gebracht. Wenn man einen Hit danach messen kann, wie viele Leute den Text mitsingen, dann hat der gemeinsame Chor der tausenden Menschen in der Marx Halle bewiesen: “Cordula Grün” ist gekommen, um zu bleiben. Und Josh. ebenso – denn im Interview verrät er uns: Die neuen Songs kommen bald!
Manege frei! 🎪
Das war Josh. beim Red Bull & Ö3 Konzertspektakel in Hard!
6 Min
Josh’s Moment beim Red Bull & Ö3 Konzertspektakel
Josh. bringt mit “Cordula Grün“ die Manege zum Beben.
So einen Hit wie du ihn in diesem Jahr hattest, kann man eigentlich nicht planen. Was glaubst du, warum Cordula Grün so ein Erfolg geworden ist?
Das ist schwer zu sagen. Ich glaube, dass der Refrain, den die Menschen sehr schnell mitsingen können ohne das Gefühl zu haben, ihn in dieser Art schon tausend Mal gehört zu haben, vermutlich der Schlüssel dafür war.
Aber ich muss auch ehrlich sagen: Wenn ich genau wüsste, wie man einen Hit schreibt, dann hätte ich das schon vor 10 Jahren gemacht. Ich mache einfach Musik und freu mich natürlich total über den Erfolg, aber ganz genau analysieren, woher er kommt, kann ich nicht.
Du machst schon lange Musik – hast du immer auf Deutsch gesungen?
Früher hatte ich eine Schulband, da haben wir auch ein paar Songs auf Englisch gesungen. Danach habe ich lange Zeit keine Musik geschrieben, sondern als Gitarrist gearbeitet. Für "Josh." war immer klar, dass die Lieder in Deutsch sein müssen, weil ich mit dieser Sprache spielen und Dinge besser ausdrücken kann als auf Englisch.
Freust du dich das als Musiker besonders, dass deutschsprachige Musik in den letzten Jahren wieder populärer geworden ist?
Total, weil diese Entwicklung natürlich auch gut für mich war. Wenn man deutschsprachige Musik macht, dann hören Menschen genauer auf den Text – bei englischsprachigen Nummern im Radio weiß sicher nicht jeder, um was es da gerade gegangen ist. Und das ist ein Vorteil.
Wie blickst du auf das Jahr 2018 zurück und wie sieht es mit deinem Energie-Haushalt aus?
Vor “Cordula Grün” hatte ich neben der Musik einen Nebenjob, habe aber gleichzeitig die Musik wahnsinnig ernst genommen. Das bedeutet: Sehr viel Arbeit und wenig Schlaf seit zwei Jahren. An diesem Umstand hat sich nicht viel geändert, außer dass es jetzt nur noch Musik für mich gibt. Und das Timing könnte nicht besser sein.
Anfang nächsten Jahres gibt es von dir neue Songs zu hören. Wie hoch sind die Erwartungen?
Ich versuche, jeglichen Erwartungshaltungen aus dem Weg zu gehen und mein Ding durchzuziehen – das ist für mich die gesündeste Lösung. Einerseits denke ich mir oft: “Oh Gott, was mache ich jetzt?” Andererseits muss ich jetzt keinem mehr beweisen, dass ich Songs schreiben kann.
Ich werde mit der nächsten Single vermutlich nicht jeden Cordula Grün-Fan abholen, aber vielleicht erreiche ich damit wieder andere Menschen. Und wahre Fans werden mir das verzeihen, da bin ich mir sicher. Außerdem geht's ja um die Musik und nicht um die Erfüllung von Wünschen.
Es gibt von Cordula Grün inzwischen auch extrem viele Remixes – stört dich das als Künstler, wenn dein Song ständig neu arrangiert wird?
Jein. Wenn es um Covers geht, dann ist es in der Musik glücklicherweise so, dass man einen Song veröffentlichen darf, wenn er nicht bearbeitet wird.
Was Bearbeitungen und Remixes von Cordula Grün betrifft, gibt es keine von mir persönlich freigegebene Version. Natürlich gibt es welche, aber ich möchte das auch nicht negativ kommentieren, weil es eigentlich eine Wertschätzung von den Menschen ist: Sie finden den Song cool und wollen damit arbeiten. Und schlussendlich kommen auch viele Menschen zu meinen Konzerten und kaufen meine Version, die auch in den Charts war – Angst davor habe ich also keine!
Cordula Grün war definitiv ein Sommerhit und ist vermutlich auch der kommende Après Ski Hit – hast du Angst davor, dass deine Musik vor allem in diesen Kontexten so populär ist?
Wenn Leute einen Song von mir hören – wer wäre ich ihnen vorzuschreiben, wo sie ihn hören? Wenn Menschen Spaß beim Feiern haben und dort diesen Song von mir hören wollen, dann sollen sie das bitte machen. Das ist eigentlich ein interessanter Aspekt bei Cordula Grün: Es gibt Menschen, die hören ihn alleine am iPod und denken über Dinge nach und andere singen ihn gemeinsam beim Oktoberfest, bei einer Hausparty oder eben beim Après Ski. Angst davor habe ich überhaupt keine. Eigentlich freue ich mich darüber – weil, ganz ehrlich: Was will man mehr?
Du möchtest Josh. besser kennenlernen? Wir haben den sympathischen Wiener auf unseren Barber's Chair gesetzt und mit ihr über ihre bisherige Karriere gesprochen:
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On the Barber’s Chair: Josh.
Wir machen Musikerinnen und Musiker im Backstage fesch für die Bühne! Heute am Barber's Chair: Josh.
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Offizieller Mobilitätspartner: Suzuki