Daft Punk beim Coachella 2006
© C Flanigan / Contributor / Getty Images
Music

Das sind die abgefahrensten Bühnenshows aller Zeiten

Ob riesige Zitronen oder außerirdische Raumschiffe – jedermann liebt eine atemberaubende Bühnenshow. Wir stellen dir die intensivsten Performances der Geschichte vor.
Autor: Chris Parkin
3 min readPublished on
Bühnenshows sind gerade in der oberen Klasse des Live-Konzert-Spektrums eine spektakuläre visuelle Angelegenheit. Die Shows von Rihanna, Beyonce, Katy Perry und den großen DJs unserer Zeit zeigen, dass es mittlerweile mehr braucht als etwas Feuerwerk und Konfetti.
Aber wie sind wir zu diesem Punkt gekommen? Wir stellen dir die verrücktesten Live-Shows der Musikgeschichte vor.

Das P-Funk-Mothership

Lange bevor Skrillex in einem gigantischen Raumschiff auf der Bühne landete, sorgte das P-Funk Mothership für jede Menge extraterrestrischen Flair. Dr. Funkenstein a.k.a. George Clinton zeigte sich während der Parliament-Funkadelic-Shows in den 70er-Jahren als Pilot dieses Monstrums verantwortlich. Die Mission? Die gespaltene Welt mit kosmischem Funk wieder zu vereinen.
Dr. Funkensteins P-Funk Mothership

Dr. Funkensteins P-Funk Mothership

© John Smisson

Die Wall von Pink Floyd

Pink Floyd nahmen den Titel ihres 1979 erschienen Albums wörtlich und setzten das Thema im darauffolgenden Jahr auch live eindrucksvoll um. Auf die riesige Wand aus Kartonboxen wurden während der Show Animationen projiziert, während diese am Ende mit viel Bombast eingerissen wurde.
Die "Wall" von Pink Floyd

Die "Wall" von Pink Floyd

© John Smisson

Die überdimensionierte Zitrone von U2

Nicht wenige betiteln die Welttournee von U2 in den Jahren 1997 und 1998 im Nachhinein als „Lemon Tour“, wobei sie eigentlich als „PopMart-Tour“ angekündigt war. Willie Williams und Mark Fisher designten das Bühnenbild unter anderem mit einem 30 Meter hohen Bogen und einem 50 Meter hohen LED-Bildschirm, um auf die steigende Konsumgier aufmerksam zu machen. Im Fokus stand aber die gigantische, rotierende Zitrone an der Seite der Bühne, aus der Bono und Co. für jede Zugabe erneut auf die Bühne sprangen. Manchmal steckte die Band darin auch fest.
Die Big Lemon von U2

Die Big Lemon von U2

© John Smisson

Tommy Lee Jones‘ „Drum-Rollercoaster“

Normalerweise sind die Schlagzeuger am hinteren Ende der Bühne platziert. Tommy Lee, dem Drummer von Mötley Crüe, dürfte das nicht genug gewesen sein. Bereits in den frühen 80ern experimentierte er für seine Solos mit Feuerwerk und verschiedensten, sich drehenden Plattformen. Den Höhepunkt fand sein Innovationsgeist aber in den späten 90er-Jahren, als er mit seiner „Drum-Rollercoaster“ aufwartete. Seitdem ist er während der Konzerte auf den Decken der Stadien unterwegs; manchmal sogar mit einem Freiwilligen aus dem Publikum im Schlepptau.
Tommy Lees Achterbahn

Tommy Lees Achterbahn

© John Smisson

Die Pyramide von Daft Punk

Die Coachella-Performance von Daft Punk im Jahr 2006 legte die Wurzeln für die massiven Bühnenspektakel der EDM-Festivals, die wir heute kennen. Dennoch war die Resonanz für das dritte Album des Duos, „Human After All“, nicht gerade berauschend. Erst im Jahr 2013 eroberte das Duo die Welt erneut. Die riesige, von Bionic League gebauten Pyramide geht aber als zeitlose Live-Kunst in die Geschichte ein. Die Lichter und die Visuals waren intensiv – und die Musik war pure Magie.
Daft Punks massive Pyramide

Daft Punks massive Pyramide

© John Smisson

Der Bilderrahmen von Lady Gaga

Nachdem sie die Tour mit Kanye West im Jahr 2009 absagte, musste sich Lady Gaga eine eigene Bühnenshow für ihr damals aktuelles Album „The Fame Monster“ überlegen. Herausgekommen ist ein riesiger Bilderrahmen, in dem sie nicht nur ihre Paranoia, sondern auch die menschliche Entwicklung nachempfand. Ihre Musik sollte als Kunst verstanden werden. Die Fans und die Kritiker zeigten sich von dem avantgardistischen Ansatz schwer begeistert.
Lady Gagas lebender Bilderrahmen

Lady Gagas lebender Bilderrahmen

© John Smisson

Die Layered3-Show von Flying Lotus

Auf den ersten Blick raubte einem der gigantische Tesserakt, den Flying Lotus 2014 bei seinen Live-Shows dabei hatte, nicht wirklich den Atem. Sobald aber der erste Beat einsetzte, schoss das Synapsen-Feuerwerk der Layered3-Bühne aus vollen Kanonen. Innerhalb des Würfels bewegte sich eine kaum erkennbare, roboterhafte Silhouette, die nicht nur etwas Hypnotisierendes hatte, sondern auch etwas Angst machte. Die kinetischen 3D-Animationen verschafften den Songs des damaligen Albums „You’re Dead!“ damit eine neue, horrorhafte Ebene, die lange nicht vergessen bleibt.
Die 3D-Magie von Flying Lotus

Die 3D-Magie von Flying Lotus

© John Smisson