Motoring
Die coolsten Custom Cars der Welt!
Hot Rods, Lowriders und Milchautos: "The Drive" zeigt Hunderte der schönsten Custom Cars.
Die meisten von uns können sich ein Auto leisten – die wenigsten ihr Traumauto. Aber was heißt schon Traumauto? Es gibt Menschen auf dieser Welt, die aus wunderschönen Originalen sensationelle Gefährte machen Der Berliner Kult-Verlag Gestalten hat den Globus bereist und Hunderte der coolsten Custom Cars und deren Macher aufgestöbert. Ihre Geschichten samt detaillierten Infos zu Original und Umbau finden sich auf den massiven 400 Seiten von „The Drive: Custom Cars & Their Builders“ – ein extradickes Werk mit extra viel Style und extra viel Stoff zum Träumen.
PURE PORSCHE LEIDENSCHAFT
Der STR 002: 1971 geboren und über 300.000 $ wert.
© Car: Magnus Walker, Photo: Andrew Ritter / Gestalten Verlag
Magnus Walker trägt Tattoos bis an die Fingerspitzen, einen Bart bis zur Brust und Dreadlocks, die noch weiter nach unten reichen. Außerdem ist der wuchtige Walker leidenschaftlicher Porsche-Sammler. Als 10-Jähriger sah er erstmals einen 911 Turbo, 1992 hatte er ausreichend Geld beisammen für seinen ersten eigenen. Seitdem kommt jährlich ein Modell hinzu. 1999 war es der weiße 911T aus dem Jahr 1971 mit den roten und blauen Rennstreifen.
RENNMASCHINE 2.0
Sick Seconds 2.0: radikaler Renn-Feinschliff.
© Car: Tom Bailey Racing, Photo: Larry Chen / Gestalten Verlag
Mit seinem Sick Second hat Tom Bailey die Ultimate Class der Drag Week gewonnen. Da liegt nahe, dass er mit seinem 2.0-Update des Chevrolet (Baujahr 1969) nochmal eins drauf legen würde. Unter anderem macht aerodynamisches Fiberglas die Rennmaschine noch schneller – aber Bailey gönnt sich in seinem Top-Car auch straßentauglichen Luxus wie einen Kaffeehalter...
DER MEISTER
Ein kleiner Teil von Gene Winfields Line-Up.
© Car: Gene Winfield, Photo: David Biene / Gestalten Verlag
Gene Winfield ist eine Ikone des Custom Car Designs! Und wie das so ist bei amerikanischen Legenden fangen sie klein an: Gene ist Jahrgang 1927 und hat einst den Hühnerstall seiner Mutter hinter dem Haus zum Autoschrauber-Reich umfunktioniert. Er begann jung, legte eine sensationelle Karriere als Custom Car-Bauer hin und landete über mehrere Stationen – Phoenix, Santa Monica, Hollywood – in der Mojave Wüste. Dort ist er heute noch am bauen und designen – wenn er nicht als Master of the Trade durch die Welt tourt, schult und Kurse gibt.
STRASSE ZUM PARADIES
The Galaxian aus der Paradise Road in Japan.
© Car: Paradise Road, Photo: Luke Ray / Gestalten Verlag
Paradise Road heißt der Laden von Junichi Shimodaira im japanischen Nagoya, wo auch Toyota, Honda und Yamaha beheimatet sind. Allerdings hat Junichi seit Kindheitstagen eine große Vorliebe für mexikanische Lowrider und amerikanische Hot Rods. Einer der Custom Cars, die ihn weltberühmt machten ist The Galaxian. Aus dem 1927er Model T Roadster von Ford entstand ein sensationelles Gefährt mit psychedelischem Auftritt und einer Million $ Marktwert.
DER FULLER FORD
Die kalifornischen Wüsten waren die Wiege der Hot Rods. Der Jet Hot Double Down basiert auf dem Ford Roadster aus dem Jahre 1932. Zu dem gemacht, was er heute ist, hat ihn Bryan Fuller von Fuller Moto in Georgia/Atlanta. Der gebürtige Texaner war auf dem besten Wege Biologe zu werden, folgte dann aber nicht dem Ruf der Natur, sondern seinem Herzen und somit dem Röhren der Motoren. Fuller durchlief einige Ausbildungsstationen und ist heute einer der renommiertesten Customizer, ob für Motorräder oder Autos. Seine Liebe zum Detail findet sich auch in seiner Werkstatt wieder, die selbst für ihr Innendesign schon Preise abgeräumt hat.
KLASSISCH MODERN
Die pure Eleganz: Mercury Coupe mit sleekem Look.
© Car: Rob Ida Concepts, Photo: Michael Alan Ross / Gestalten Verlag
Die Custom-Version des Mercury Coupe aus dem Jahr 1940 könnte kaum klassischer und moderner zugleich sein. Sechs Jahre arbeitete Rod Ida Concepts an dem Auto und unterzog es einer deutlichen Verschlankungskur. Sein Credo bei der Arbeit: „Was hätte Edsel Ford heute aus dem Wagen gemacht?“ Keine Frage, dass sich auch die feinste Technologie und die hochwertigste Ausstattung in der cleanen Eleganz versteckt.
DER LIEFERANT
Ingenieur George Bacon hat dieses Gefährt in den 1920ern für die Detroit Electric Vehicle Company entworfen. Bis in die 80er Jahre fuhr der Divco Milk Truck auf den Straßen der USA. Das Modell, das Jordan Cole für die Firma Phoenix Insurance umgestaltet hat, stammt aus dem Jahr 1955 – und liefert keine Milch mehr aus...
DIE LOWRIDER ROSE
Die Lowrider Rose mit pinker Lounge im Inneren.
© Car: Jesse Valadez, Photo: Jose Gallina / Gestalten Verlag
Gypsy Rose heißt dieser Lowrider von Jesse Valadez. Die Lowrider waren Teil der Latino-Bewegung in Los Angeles und setzten ein Zeichen gegen den konservativen Strom des Establishments. Die Rose begann ihr Leben auf den Straßen 1964 als Chevrolet Impala. Jesse baute das Auto Mitte der 60er so um, dass sich die Karosserie mit einem Switch ab- und aufsenken ließ und Walt und Dunn Prey übernahmen die künstlerische Außengestaltung mit dem handbemaltem Rosen-Dekor. Das Innere ist durchgehend in Plüsch-Rosé gehalten und ist mit Kronleuchter und Minibar für Lounge-Momente gerüstet.
DAS ADRENALIN
Der De Tomaso Pantera aus dem Jahr 1971 ist an sich schon ein sehr schönes Gefährt: Bis 1992 wurden über 7000 von den V8-Traumautos im italienischen Modena gefertigt. Die Ringbrothers Jim und Mike sind in Wisconsin zu Hause und haben mit ihrer Pantera Version, dem ADRNLN, auf Auto-Shows in den USA für Furore gesorgt – soweit, dass die Sportmarke Nike auf das Restaurations- und Custom-Projekt aufmerksam wurde und sich an der Arbeit beteiligte.
THE DRIVE
„The Drive: Custom Cars & Their Builders“ ist im Gestalten Verlag erschienen und ein absolutes Must-Have für Anhänger individuell gestalteter Autokunst. Auf gewaltigen 400 Seiten werden die Autos und die Macher dahinter vorgestellt. Dazu gibt es zig Bilder und natürlich alle wichtigen Angaben zum Original und jeglichen Umbaumaßnahmen. Das Hardcover-Buch ist für 49,90 Euro erhältlich.












