Skateboarding

Skateboard-Trickkiste: Diese 9 Tricks helfen dir beim Einstieg

© Jonathan Mehring/Red Bull Content Pool
Du willst im Skateboard-Game groß mitmischen? Dann solltest du diese grundlegenden Tricks im Schlaf beherrschen.
Autor: Red Bull Editorial Teamveröffentlicht am
Es gibt keine bessere Medizin fürs eigene Ego, als einen Skateboard-Trick souverän in den Skate-Park zu setzen. Gerade beim Einstieg ist die Gefahr aber groß, in zu kurzer Zeit zu viel zu wollen. Tust du dir mit den Grundlagen noch schwer, sind ernsthafte Verletzungen wie Verstauchungen, gebrochene Knochen und Gehirnerschütterungen vorprogrammiert. Finde also zuerst die Balance und die Sicherheit am Board - erst dann ist es an der Zeit, in die große Skateboard-Trickkiste zu greifen.

Skills, die du beherrschen solltest, bevor du dich an die Tricks machst

Carven mit Pedro Barros und Murilo Peres
Carven mit Pedro Barros und Murilo Peres
Beginne mit den absoluten Grundlagen: Perfektioniere das Auf- und Absteigen, deine Haltung und deine Balance, während du rollst. Sobald du dich dabei sicher fühlst, solltest du dich ans Carven (das Lehnen in die Kurve) gewöhnen und den Speed halten können. Erst dann bist du bereit dafür, diese neun Tricks für Anfänger anzugehen.
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Red Bull Skateboarding präsentiert: „YOU GOOD?"

1. Der Switch

Das beidseitige Fahren ist jetzt kein Trick im klassischen Sinne, aber es ist eine dieser Techniken, die du können solltest, da sie für viele der fortgeschritteneren Skateboard-Tricks essenziell sind. Switch zu fahren bedeutet nicht mehr, als die Fußstellung zu drehen. Hast du üblicherweise den linken Fuß vorne, während der rechte Fuß pumpt, fährst du Switch, wenn du den rechten Fuß an die Front setzt und das Pendant die Arbeit am hinteren Teil erledigt. Meisterst du diese Fähigkeit, öffnet sich dir die Tür zu einer Menge verschiedenster Tricks, die genau darauf aufbauen.

2. Der Drop-In

Danny Léon mit einem Drop-In
Danny Léon mit einem Drop-In
Wiederum fallen Drop-Ins eher in die Kategorie grundlegender Techniken. Dennoch geht es hier um eine essenzielle Fähigkeit, die du benötigst, um Ramps und Bowls zu skaten. Für einen Drop-In balancierst du den Tail an der Kante einer Ramp oder einer Bowl und lässt dich mit dem anderen Fuß hineinfallen, um das Board rollen zu lassen. Das Ganze kann am Anfang Angst machen, aber genau diese Dinge sind es, die dir das Selbstvertrauen geben, mehr Tricks anzugehen und besser zu werden.

3. Der Manual

Ein Manual, manchmal auch "Manny" genannt, ist das Äquivalent zum Wheelie auf dem Bike. Dafür hebst du die Front deines Boards so, dass du nur mehr auf den beiden hinteren Rädern fährst. Das Ganze muss keine überlangen Ausmaße annehmen, aber ein paar Meter sorgen dafür, dass du deiner Balance einen Boost verschaffst. Fühlst du dich dabei wohl, kannst du dich an Hop-Tricks wie dem Hippie-Jump versuchen, die den Manual erweitern.
Hier siehst du den Pro Simon Stricker bei einem Manual-Weltrekordversuch in der Schweiz:
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Simon Stricker am Bernina Pass mit einem Manual

4. Der Kickturn

Der Kickturn macht das Carven etwas effizienter, besonders dann, wenn du mit viel Geschwindigkeit unterwegs bist. Um den Kickturn umzusetzen, setzt du einen Fuß auf den Tail deines Boards und legst mehr Gewicht hinein. Behalte deinen anderen Fuß an der Front. Während du das Gewicht also nach hinten verlagerst, hebt sich die Nose vorne. Sobald sie in der Luft ist, schwenkst du das Board in die gewünschte Richtung.
Falls du dich später an einem Kickflip versuchen möchtest, ist dieser Trick als Grundlage schwerst zu empfehlen.

5. Der Tic-Tac

Der Tic-Tac besteht aus mehreren, sich abwechselnden Kickturns. Durch die Rotation um mehrere Winkelgrade geling es dir, dich langsam vorwärts zu puschen. Das Carven mit kleineren Tic-Tacs hilft dir zudem dabei, mehr Kraft in den Boden zu bringen, womit du dich mit mehr Speed und Momentum nach vorne bewegst. Für Anfänger eignet sich dieser Trick deswegen, da er deine Balance und Kraft auf dem Board verbessert.

6. Der Ollie

Emanuel Bacchiocchi mit einem perfekten Ollie
Emanuel Bacchiocchi mit einem perfekten Ollie
Sobald du dir eine gute Basis aufgebaut hast, ist es an der Zeit, etwas herausfordernde Tricks anzugehen. Viele Skateboarder sehen im grundlegenden Ollie den wichtigsten Trick für Anfänger, da viele andere Tricks darauf aufbauen. Ein Ollie ist im Wesentlichen nichts anderes, als ein Sprung, während das Skateboard an deinen Füßen bleibt. Den Jump beginnst du, indem du dich in dein Skateboard hockst und den Tail poppst - so gelingt dir der Absprung. In der Luft scheibst du dann deinen vorderen Fuß an die Nose. Natürlich braucht es dafür viel Übung.

7. Der 180 Ollie

Der 180 Ollie baut auf den klassischen Ollie auf. Um einen 180 zu springen, begibst du dich in dessen Ausgangsposition und beugst die Knie durch. Sobald du den Tail poppst, solltest du nicht mehr in der Ausgangsrichtung, sondern in einem Switch landen. Auch dieser Trick lässt sich anschließend erweitern.

8. Der Boardslide

Torey Pudwill mit einem Frontside Boardslide
Torey Pudwill mit einem Frontside Boardslide
Auch für den Boardslide gibt es einige Skills und Tricks, die du vorab beherrschen solltest: deine Jumps, deine Kickturns und deine Ollies. Rolle in Richtung einer Rail, um Momentum aufzubauen. Mit einem Ollie springst du auf die Rail. Der Berührungspunkt liegt in der Mitte deines Boards, auf der du dann hinunterrutscht. Etwas Skate-Wachs erleichtert das Ganze und schützt dein Skateboard noch dazu.

9. Der Rock to Fakie

Rock to Fakie bei Simple Session 2020 in Estland.
Rock to Fakie bei Simple Session 2020 in Estland.
Ein Rock to Fakie zählt bereits zu den fortgeschritteneren Tricks, die du dann angehen kannst, wenn du bereit für eine Bowl oder eine Ramp bist. Rolle mit genug Geschwindigkeit in Richtung Bowl oder Ramp. Sobald du oben angekommen bist, lässt du die Vorderräder über die Kante ragen, während du darauf balancierst. Danach rollst du einfach wieder hinunter, während du Switch fährst.
Sobald du diese neun Tricks beherrschst, kannst du dich an die härteren Tricks wie einen Heelflip oder einen Fakie Beta Flip machen. Eine Faustregel gilt dabei immer: Je mehr du übst, desto besser wirst du!