Dr. Helmut Marko
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F1
Call the Doctor: Fabio Wibmer in der F1-Praxis bei Helmut Marko
Der Bike-Trial-Profi und der Motorsport-Mastermind im Online-Meeting: In diesem Video erfährst du alles, was du schon immer über die Formel 1 wissen wolltest.
Autor: Eugen Waidhofer
veröffentlicht am
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Fabio Wibmer

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Call the Doctor

1 Staffel · 1 Folge
Die Formel 1 fasziniert fast jeden… aber wie funktioniert die Königsklasse wirklich? Bike-Trial-Profi Fabio Wibmer outet sich als PS-Fan und nutzt einen virtuellen Besuch bei Dr. Helmut Marko, um dem Red Bull Motorsport-Berater spannende Insights aus der F1-Welt zu entlocken. Also Augen & Ohren auf, wenn du Motorsport liebst. Hier die 5 wichtigsten Informationen vom Doktor persönlich:
F1 · 28 Min
Fabio Wibmer

Diagnose 1: Das Auto gewinnt, aber der Fahrer macht den Unterschied

Die Basis für Erfolg in der Formel 1 ist das Auto. Früher hat man mit einem eigentlich nicht-siegfähigen Auto trotzdem gewinnen können. Das ist heute unmöglich. Auch Lewis Hamilton oder Max Verstappen würden in einem Haas nicht in die Punkte fahren. Ein optimales Auto ist Grundvoraussetzung, aber zum Gewinnen braucht es noch die Klasse eines Fahrers, der über die ganze Distanz ohne Fehler absolut am Limit fahren kann. Beispiel Hamilton und Valtteri Bottas: Beide sitzen im gleichen Auto, aber einer ist im Rennen 15 Sekunden langsamer…

Diagnose 2: Max Verstappen ist seiner Zeit immer voraus

Das Aufbautraining beim Athlete Performance Center in Thalgau (Salzburg) hat gewirkt: Super-Max hat in diesem Winter 10kg Muskelmasse zugelegt ohne Gewicht zugenommen zu haben. Er ist mental und körperlich in einer optimalen Verfassung. Was Verstappen besonders auszeichnet: Er ist einer der ganz wenigen Fahrer, der während des Rennens fast in jeder Situation ansprechbar ist und zum Beispiel auch in einer Kurve antwortet. Das zeigt, dass er seiner Zeit immer voraus ist – was er in diesem Moment macht, ist für ihn schon Vergangenheit, er denkt bereits an sein nächstes Manöver.
Dr. Helmut Marko mit Honda-Rennchef Masahi Yamamoto
Dr. Helmut Marko mit Honda-Rennchef Masahi Yamamoto

Diagnose 3: Früher war das Fahrer-Leben leichter

Das klingt nach einem entspannten Arbeitstag: Zuerst ein Training fahren, dann 15 Minuten mit den Ingenieuren reden und zum Schluss im besten Fall auf eine Party gehen. Das war der Job der Formel 1-Fahrer anno dazumal. Das Leben war damals leichter. Heute sitzen die Fahrer bis 22 Uhr mit ihren Ingenieuren zusammen, um die Daten zu analysieren. Und dabei geht es nicht um Sekunden, sondern um Millisekunden. Aber die Summe der Erkenntnisse und Optimierungen machen den Unterschied zwischen Sieg oder Niederlage aus.
Dr. Helmut Marko und Fabio Wibmer im Online-Meeting
Dr. Helmut Marko und Fabio Wibmer im Online-Meeting

Diagnose 4: Ein Formel 1-Auto ist eigentlich unfahrbar…

… zumindest für einen durchschnittlich sportlichen Menschen. Einsteigen und losfahren geht überhaupt nicht – weder praktisch noch körperlich. Für das technische Verständnis sind zumindest 3 Tage Arbeit im Simulator notwendig. Dazu kommt ein eigenes Lenkradtraining, um alle Knöpfe in den Griff zu bekommen. Und schlussendlich zählt auch die körperliche Fitness. Ohne ausreichend Nacken- und Schultermuskulatur wäre auf einer Strecke wie in Barcelona schon nach 4 Runden Schluss mit lustig, weil man wegen der unglaublichen Belastung durch die G-Kräfte seinen Kopf nicht mehr gerade halten könnte.
Fabio Wibmer
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Diagnose 5: Große Talente entdeckt man in den Kurven

Zu Beginn einer Karriere ist der Speed das Allerwichtigste – diese Erkenntnis ist wenig überraschend. Aber den künftigen Weltmeister entdeckt man nicht auf den Geraden, sondern in den Kurven. Denn wenn ein Rookie in schnellen Kurven Probleme hat, ist das meistens ein schlechtes Zeichen... Für den Erfolg reicht Talent alleine aber nicht aus. Notwendig sind außerdem sehr harte Arbeit und viel Geld. Eine einzige Saison in der Formel 2 kostet bis zu 2 Millionen Euro. Dank Systemen wie dem Red Bull Junior Team können aber auch junge Fahrer ohne finanziellen Background den Sprung in die Formel-Klassen schaffen. Gut so! Denn ein reicher Vater war noch nie positiv für die Karriere eines Sohnes – je hungriger er nach Erfolg ist, desto größer ist sein Ehrgeiz.
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