Im Jahr 2023 fährt Hiroto Ogiwara bei der Red Bull Snow Team Session in Mammoth Lakes vor einer unberührten Bergkulisse Snowboard.
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Freeskiing

Die zehn verrücktesten Snowboard- und Freeskiing-Rekorde der Welt

X-Games-Debütant Hiroto Ogiwara hat gerade erst einen 2340 Mute Grab im Wettbewerb gestanden. Ein guter Grund, um sich die Hitparade der 10 verrücktesten Freestyle-Rekorde zu gönnen.
Autor: Red Bull France
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Beim Freeskiing und Snowboarden geht es vor allem um eines: immer größer, schneller und höher zu gehen. Von wahnsinnigen Tricks bis hin zu rekordverdächtigen Höhen – wir tauchen ein in zehn der herausragendsten Leistungen, die diese Sportarten je gesehen haben.
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Ein rekordverdächtiges Debüt

Am 25. Januar 2025 gab Hiroto Ogiwara bei den X Games mit einem World First sein Debüt und sicherte sich so den Sieg im Big-Air-Wettbewerb. Der japanische Snowboarder landete einen 2340 Mute Grab: Das sind sechseinhalb Umdrehungen. Dieser Trick brachte ihm beeindruckende 97,33 Punkte ein, was ihm bei seinen ersten X Games eine deutliche Führung verschaffte.
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Voll auf Schiene

Unrailistic! Am 9. Mai 2022 war für Jesper Tjäder der Tag gekommen, an dem er seinen Namen fett in die Freestyle-Geschichtsbücher eintrug. Wie er das tat? Ganz einfach: Indem er ein 154,49 m langes Rail grindete. Der schwedische Freestyle-Großmeister und Rail-Gott brauchte exakt 127 Versuche, um Tom Wallisch -- den bisherigen Rekordhalter (126,2 m) -- zu entthronen. Wow!

9 Min

Das längste Rail der Welt

Schau dir an, wie der olympische Freeski-Medaillengewinner Jesper Tjäder einen neuen Weltrekord aufstellt, indem er das längste Rail der Welt fährt.

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15 Jahre und immer noch top

Freestyle-Rider Simon Dumont.

Simon Dumont kennt sich mit Höhe aus

© Christian Pondella /Red Bull Content Pool

Seit 15 Jahren hält der Amerikaner Simon Dumont einen Rekord, an dem sich seine Kollegen seitdem vergeblich die Zähne ausbeißen: den höchsten Air aus einer Quarterpipe. Am 11. April 2008 katapultierte sich der Freeskier unfassbare 10,08 m hoch über die Quarterpipe hinaus. Gelungen ist ihm das Kunststück in Sunday River, im US-Bundesstaat Maine. Im Jahr 2019 wollte David Wise diesen Rekord endlich vergessen machen, indem er selbst einen Sprung wagte und auf 11,7 m kam. Das Problem? Der Rekord wurde nicht offiziell anerkannt, weil ungleiche Bedingungen herrschten. Das Resultat: Simon Dumont thront immer noch auf dem Gipfel und niemand scheint bereit, ihn von dort oben zu verdrängen.
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Volle Kraft zurück

Extrem schnell fahren ist eine Sache, aber dir Vorstellung, im Höllentempo rückwärts zu fahren, ist noch einmal eine ganz andere Liga! Bei den Männern hält der Schweizer Elias Ambühl seit 2017 den Speedrekord mit einer gemessenen Spitzengeschwindigkeit von 131,23 km/h. Die schnellste Freestyle-Frau ist die Französin Emilie Cruz, die switch einen unfassbaren Topspeed von 107,14 km/h erreichte.
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Hoch, höher, Valentino

Snowboarder Valentino Guseli in der Luft während des Swatch NINES-Events am Schilthorn in der Schweiz am 12. April 2024.

Valentino Guseli wird bei Swatch NINES zum absoluten Giganten

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Es kommt nicht jeden Tag vor, dass eine absolute Snowboardlegende von einem Teenager vom Thron gestoßen wird. Valentino Guseli, der 2021 erst 16 Jahre alt war, hat genau das getan. Der begnadete Freestyler aus Canberra, Australien, pulverisierte den Rekord von Shaun White himself, indem er bei seinem Air in der Halfpipe eine schwindelerregende Höhe von 7,30 m erreichte. Was hast du mit 16 Jahren gemacht?
Und als ob das noch nicht genug wäre, hat Guseli im April 2024 bei den Swatch Nines noch einen draufgesetzt, als er auf eine Höhe von 11,5 Metern segelte und damit den 2016 aufgestellten Hip-Air-Rekord des Schweizer Snowboarders Christian Haller (11,3 m) übertraf. Guseli sagte: "Ich bin einfach so weit gesprungen, wie ich konnte. Das ist die größte Hip, die ich je gefahren bin. Und das Krasseste daran ist, dass man schon beim ersten Versuch extrem schnell und hoch springen muss."
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Kopf voraus

Man muss nicht immer auf den Füßen landen, um einen Rekord zu holen und Jamie Pierre aus den USA hat genau das bewiesen. Am 25. Januar 2006 landete der Freeskier nach einem waghalsigen Jump von einer Klippe in Wyoming kopfüber im Schnee. Sein Sturz aus 77 m Höhe, bei dem er damals mit einer blutenden Lippe davon kam, wurde als Weltrekord gewertet.
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50/50 = 100 Prozent

Der Deutsche Basti Rittig hält den Weltrekord für den längsten 50-50-Grind auf einem Snowboard. Der Snowboarder hält den Rekord seit 2017 mit einer unglaublichen Länge von 84 Metern.

2 Min

Weltrekord: Längster Rail Slide

Weltrekord: Längster Rail Slide

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Mad(s)ness

Mads Jonsson trägt nicht umsonst "mad" in seinem Vornamen. Im Jahr 2005 hat der Snowboarder etwas ziemlich Verrücktes gemacht: Er landete einen Frontside 360 -- über 57 m. Du hast richtig gelesen: 57 m! Das ist ganze 7 m mehr als die Größe eines olympischen Schwimmbeckens. Also absolute Mad(s)ness!
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Biggest Air Ever

Terje Haakonsen tritt beim Hippie Jump am Kitzsteinhorn in Kaprun, Österreich, am 30. April 2014 auf.

Terje Håkonsen lässt es beim Hippie Jump in Kaprun richtig krachen

© Lorenz Holder/Red Bull Content Pool

Weltrekordhalter zu sein muss schön sein, das Ganze aber noch mit der Extraportion Style zu schaffen, muss vom Gefühlszustand noch einmal ein Level darüber liegen. Wir schreiben das Jahr 2007. Im selben Jahr als der zeitlose Klassiker "Brianstorm" von den Arctic Monkeys das Licht der Welt erblickte, fegte in Oslo ein Sturm mit ähnlicher Intensität über den Himmel -- buchstäblich! Terje Haakonsen katapultierte sich bei der Arctic Challenge auf 9,8 m aus der Big-Air-Quarterpipe und landete Fakie. Rekordverdächtig!
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Mark, der King aus Kanada

Mark McMorris springt bei klarem Himmel während der Laax Open in der Schweiz am 15. Januar 2025.

Mark McMorris: immer noch hoch hinaus.

© Lorenz Richard/Red Bull Content Pool

Mark McMorris ist nicht nur ein begnadeter Freestyler, sondern auch ein wahrer Pionier! Im Jahr 2012 nahm er im Alter von nur 18 Jahren an den X-Games in Aspen teil und schaffte als erster Rider einen Backside 1440 Triple Cork in einem Contest. Das wirklich erste Mal landete McMorris diesen Trick bereits ein Jahr davor, allerdings nicht bei einem Wettkampf.