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Halo 5: Guardians - Preview

Der erste Sprung auf die neue Konsolengeneration bevor: Wir haben uns Halo 5 Guardians angeschaut!
Autor: Franziska Bechtold
3 min readPublished on
Master Chief & das Blue Team in Halo 5: Guardians

Master Chief & das Blue Team in Halo 5: Guardians

© [unknown]

Der Master Chief hat es nicht so leicht: Nachdem Cortana von seiner Seite verschwunden ist, muss er sich in Guardians nun ohne ihren Beistand mit neuen Feinden herumschlagen. Dieses Mal kommen sie aus den eigenen Reihen, denn die Spartan-IVs vom Team Osiris, allen voran Jameson Locke, wollen den Kopf des Master Chiefs. Alte Allianzen werden auf die Probe gestellt und John-117 versammelt das Team Blue, um eine neue Bedrohung zu stoppen: Das Feuerteam Osiris hat den Master Chief und die Spartan-IIs ins Visier genommen.
In London hatten wir die Möglichkeit, in die Welt von Halo 5: Guardians einzutauchen, welches am 27. Oktober 2015 für die Xbox One erscheint. Das neue Halo hält zumindest auf den ersten Blick, was es verspricht: Optik und Gameplay fügen sich nahtlos in das Gewohnte ein – düstere Raumschiffe wechseln sich mit sonnendurchfluteten Tälern ab. Ein wenig ungewohnter ist es da schon, dass es eigentlich keinen klassischen Single-Player gibt, sondern immer ein Team aus drei Mitstreitern unterwegs ist – entweder im Koop oder mit KIs. Zudem schlüpft man nicht ausschließlich in die Rolle des Master Chiefs, sondern verkörpert auch Jameson Locke.
Die Texturen wirken noch ein wenig roh und freuen sich vor Release sicherlich noch über eine Politur, aber im Großen und Ganzen jedoch ist der Sprung auf die nächste Konsolengeneration mehr als gelungen. Guardians sieht gut aus und läuft flüssig auf 60fps, was gerade den Multiplayer sehr smooth macht.
Halo 5: Guardians

Halo 5: Guardians

© [unknown]

Der alteingesessene Arena Modus bekommt einige Neuerungen, wie den kurzen, extrem schnellen 4-on-4 Breakout, der ein hohes Maß an Können erfordert, wenn man länger als fünf Sekunden überleben will. Im Grunde erhält man im Arena Modus jedoch mehr vom Bekannten, anders als bei der Umsetzung von Warzone. Ganz klar – Halo macht hier, was Battlefield und Call of Duty schon in den Kinderschuhen gelernt haben. Aber man muss ja das Rad nicht immer neu erfinden. Zwei Teams, Blue und Red, mit jeweils zwölf Spielern, erkunden ein großes Areal, das zusätzlich zum gegnerischen Team mit einigen NPCs gespickt ist. Diese sind teils von Beginn an gesetzt oder tauchen nach und nach auf. Ziel ist es, den Core des gegnerischen Teams, sowie die drei Basen einzunehmen. Oder es gewinnt einfach das Team, welches zuerst 1000 Victory Points hat. Während der zirka zwanzig Minütigen Runden steigt man regelmäßig im Level auf und kann sich mit steigender Erfahrung auch deutlich bessere Waffen und Vehikel auswählen. Während man in der Arena als Anfänger eigentlich keine Chance hat, können in Warzone sowohl Noobs als auch Pros gleichzeitig auf ihre Kosten kommen, da man sich auf der größeren Map viel stärker austoben kann. Das macht wirklich Spaß und ist eines der besten neuen Features in Halo 5.
Halo bleibt Halo – es ist ein bisschen bunter, als man es von ernsten Shootern gewohnt ist, gleichzeitig verliert es nichts an seiner epischen Inszenierung. Die brennenden Story-Fragen wurden trotz Bitten und Betteln leider nicht beantwortet: Ob Cortana zurückkehren wird, werden wir wohl erst erfahren, wenn das Spiel veröffentlicht wurde. Die Hoffnung bleibt jedoch, dass die besondere KI und treue Begleiterin des Master Chiefs einen Auftritt haben wird, denn nicht nur 117 scheint ja unzerstörbar zu sein.