Die Stadt St. Paul scheint Levi besonders zu mögen
© Garth Milan/Red Bull Content Pool
Snowmobile

Levi LaVallee & der größte Snowmobil-Park der Welt

Du glaubst, nur Urban Snowboarding kann die Stadt rocken? Dieses Video wird deine Meinung ändern.
Autor: Eli Moore / Oliver Schran
4 min readPublished on

5 Min

Levi Lavallee Urban Snowmobile in Saint Paul

Du glaubst, nur Urban Snowboarding kann die Stadt rocken? Dieses Video wird deine Meinung ändern.

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Schon als Kind hat Levi LeVallee die Hauptstadt des US-Bundesstaates Minnesota – Saint Paul – als faszinierenden, großen Spielplatz gesehen, der nur darauf wartet, befahren zu werden. Seine Heimatstadt war und ist für ihn ein Areal voller Möglichkeiten, um mit dem Sled richtig Gas zu geben und wirklich alles, was die Straßen und Plätze an Obstacles zu bieten haben, auch zu nutzen. Der 7fache Gewinner bei den Winter X Games wusste schon immer, dass er diese Mission in seinem Leben irgendwann einmal angehen musste. Jetzt hat er es getan.
Levi bringt euch zur Kirche

Levi bringt euch zur Kirche

© Ryan Taylor/Red Bull Content Pool

Nachdem Levi LaVallee die Stadt unter seine Kufen genommen hatte, beschrieb er seine Gefühle in einer unglaublichen Weise, wie es nur jemand kann, der gerade seinen Kindheitstraum erfüllt hat und Jahre auf diesen Moment gewartet hat seinen Film aus dem Kopfkino in die wirkliche Welt zu bringen.
Levi LaVallee: "Als Kind habe ich mir bei jeder Fahrt durch die City schon alles mit einer bestimmten Brille angeschaut. Hier könnte man das springen, dort diese Sache probieren und aus den und den Möglichkeiten eine Line bilden. Es fühlt sich immer noch wie ein Märchen an, dies nun wirklich gemacht zu haben.
Auf harten Asphalt laden ist eher ungewöhnlich

Auf harten Asphalt laden ist eher ungewöhnlich

© Garth Milan/Red Bull Content Pool

Ich weiss noch genau wie ich als Kind durch die Stadt gefahren bin, mir die Spots angeschaut habe und dort bereits eine Vision hatte, welche Jumps und Tricks möglich wären. Heute habe ich es dann tatsächlich getan. Das ist einfach der Hammer.
Der Snowmobil Profi, welcher bereits sieben mal X-Games Gold gewonnen hat und unzählige Rekorde auf dem Sled hält, hat Jahre mit seiner Crew daran gearbeitet diesen Traum endlich in die Tat umzusetzen. Die Stadt Saint Paul kümmerte sich schließlich mit der Crew um die notwendigen Dinge, um diesen schier unmöglichen Traum zu erfüllen.
Drehwurm bei der Parkhausauffahrt

Drehwurm bei der Parkhausauffahrt

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LaVallee: "Saint Paul hat sich einfach unglaublich positiv verhalten.
Die Polizei hat die Straßen gesperrt und auch alle anderen die geholfen haben waren super. Es lief zwischen den Teams alles glatt."
Die Stadt St. Paul scheint Levi besonders zu mögen

Die Stadt St. Paul scheint Levi besonders zu mögen

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Ich hätte mich mehr konzentrieren sollen das Sled kühl zu halten, aber ich hatte einfach zuviel Spaß Donuts auf dem Asphalt zu ziehen.
Das einzige Problem beim Dreh war das Levi einfach zu viel Spaß beim Gas geben hatte.
Levi LaVallee: "Auf der Smith Ave. Brücke hatten wir dann ein technisches Problem mit dem Snowmobil, weil ich circa 10 Mal die Brücke rauf und runtergeballert bin. Leider lag dort nicht besonders viel Schnee, was für die Kühlung problematisch wurde. Schließlich hat es den Motor des Sleds zerschossen, weil ich einfach zu viel Spaß hatte."
Ist sledden in der Stadt eigentlich strafbar?

Ist sledden in der Stadt eigentlich strafbar?

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Ein Sled auf der Straße und nicht im freien Gelände zu bewegen war für alle komplettes Neuland. Das Team musste zu einigen Tricks greifen, um das Snowmobil "straßentauglich" zu machen.
LaVallee: "Wir haben dem Sled vorn an den Kufen Rollen verpasst, damit ich auf dem harten Untergrund besser wenden konnte und das Manövieren auf der Straße allgemein einfacher war.
Backflip über die Harriet Island Brücke

Backflip über die Harriet Island Brücke

© Garth Milan/Red Bull Content Pool

Die Treppen im Park mit dem Sled hochzufahren und dann wieder von der Aussichtsplattform runter zu springen war nicht schwer, hat sich aber einzigartig angefühlt, da hier ja normal eine Menge Leute unterwegs sind und das Areal anders nutzen.
Der beste Teil, war natürlich der, wo Levi in Kombo die meisten Jumps ziehen konnte.
LaVallee: "Die Harriet Island Section haben wir komplett in einem Durchgang gedreht und das war schon extrem cool. Ich bin Rennen gefahren, habe Freestyle auf dem Sled gemacht und den halte den Rekord im Weitsprung, aber so durch die Stadt zu fahren und das alles in einer Line abzushredden war schon immer mein Kindheitstraum."
Härter als es zuerst aussieht...

Härter als es zuerst aussieht...

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Es gab bei einigen Jumps schon echte Risiken.
Die ganze Sache war nicht immer einfach, sicher kein Spaziergang und Levi musste zugeben, das einige Sprünge ihn ganz schön nervös gemacht haben.
LaVallee: "Es gab bei den Jumps schon einige die mich sehr gefordert haben und das Risiko war auch dementsprechend hoch. Der Drop von der Brücke hat mich richtig nervös gemacht, bis ich es mal probiert hatte. Es stellte sich dann heraus, das es garnicht so schlimm ist, wie zuerst angenommen."
Besser nicht nach unten schauen...

Besser nicht nach unten schauen...

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Bei dem Parkhaus Sprung gab es wirklich keinen Raum für Fehler. Bei Gap-Jumps geht es immer um Alles. Entweder drüber oder du krachst ins Loch und dann ist meistens Game-Over.
Es ist normal, wenn man sich mit seinem Sportgerät aus seiner gewohnten Umgebung entfernt, das es sich wenig komisch anfühlt und hier und da Zweifel aufkommen. Obwohl Levi sicher schon viel größere Jumps locker gepackt hat, ist das Potenzial bei Gap-Jumps sich richtig zu zerlegen Maximal und genau diese Konsequenz schwirrt jedem Rider im Kopf herum, ob er will oder nicht.
LaVallee: "Das Loch bei dem Parkhaus Gap war circa 80 Fuss (25m), was kein wirklich großer Sprung für mich ist, aber das Loch nach unten war schon sehr tief. Ein Fehler und das war es. Auch wenn solche Jumps normal leicht gehen, gibt das Gap und die Konsequenzen bei Fehlern einem schon richtig zu denken, bevor man es macht."