League of Legends© Riot Games
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Die häufigsten Anfängerfehler bei League of Legends
Worauf achtet zu Beginn fast niemand?
Autor: Andreas Brandl
veröffentlicht am
Als Anfänger wird man von der Inhaltsflut in LoL regelrecht überschwemmt. Ein langsames Herantasten ist eingangs wichtig, um erst einmal ein Gefühl für Charaktere, Fähigkeiten, Schadenszahlen, Items und vieles mehr zu entwickeln. Sich hier aber ins kleinste Detail einzulesen, ist zumindest als Anfänger nicht zielführend. Viel mehr sollte man sich entwickeln, indem man das Game einfach probiert.
Dazu fassen wir euch hier einige typische Anfängerfehler zusammen, die Neulingen oft die ersten Siege verbauen.

Zu hoher Fokus auf Kills

League of Legends ist ein höchst strategisches Teamgame, bei dem eigentlich Strukturen und Teamplay Vorrang haben sollten. Schlussendlich ist es das Ziel des Spieles, die Gegner zu besiegen. Während das Ausschalten von gegnerischen Champions durchaus ein wichtiger Bestandteil ist um dies zu erreichen, sollte der Fokus dennoch nicht ganz so hoch angesetzt werden, wie es die meisten Anfänger tun.
Neulinge machen hier oft den Fehler, laufend den direkten Kampf zu suchen, bei dem sie obendrein mangels Erfahrung, oft den Kürzeren ziehen und sich dann einem enormen Rückstand gegenüber sehen. Dabei gerät man beim unüberlegten Hinterherlaufen des Gegners schnell in einen Hinterhalt, oder in die Reichweite der gegnerischen Türme, was dann oft zum eigenen Tod führt.
Stattdessen könnte man die Zeit sinnvoller nutzen und einfach einige Vasallen ausschalten, denn nur wenige dieser Minions bringen bereits gleich viel Gold und Erfahrungspunkte wie das Töten eines Champions. Dementsprechend muss eine gute Balance gefunden werden, zwischen Risiko und möglichem Nutzen. Verschätzt man sich, gehen enorm viele Ressourcen an Gold und Erfahrung verloren. Konzentriert euch zu Beginn lieber auf Vasallen, Strukturen wie Türme oder auch globale Verstärkungen wie Drachen, da die langfristig meist sogar mehr Ressourcen einbringen und das bei deutlich geringerem Risiko.
Ein Bild, sagt mehr als tausend All-Chat-Worte
Ein Bild, sagt mehr als tausend All-Chat-Worte

Mit der vorhandenen Sicht arbeiten

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Sicht. Man sollte sich angewöhnen, möglichst oft einen Blick auf die Karte zu werfen, um dann mit den vorhandenen Informationen zu arbeiten. Diese erhält man durch Wards und die Position der Teammitglieder, aber genauso der sichtbaren Feinde.
Minimap
Minimap
Sieht man etwa den gegnerischen Jungler auf der gegenüberliegenden Seite der Karte, kann man nun aggressiver agieren und so eventuell Türme attackieren, sich einen Drachen holen oder für einen Fight gehen. Sieht man hingegen kaum feindliche Charaktere auf der Karte, ist besondere Vorsicht geboten, das blinde Hinterherlaufen in Büsche oder attackieren von gegnerischen Helden ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Falle und führt somit fast immer zum sicheren Tod.
Bei Leauge of Legends handelt es sich um ein Teamgame, wodurch effektives Überzahlspiel eine der wichtigsten und einfachsten Grundtaktiken darstellt. Durch Berücksichtigen von vorhanden Informationen auf der Karte, lässt sich leicht ein Überzahlspiel herstellen oder eben verhindern.

Zu viele Champions und Rollen werden gespielt

Viele Anfänger sehen in der Masse an verfügbaren Champions das Potential für unzählige Möglichkeiten und Counterpicks. Jedoch ist es gerade zu Beginn deutlich besser, sich wirklich auf eine Rolle festzulegen, die einem liegt und Spaß macht. Um das eigene Spiel zu perfektionieren, sollte man hier dann möglichst wenige Champions spielen, um diese im Detail kennenzulernen.
Wähle deine Position
Wähle deine Position
Hat man nach dem ersten Durchprobieren eine bevorzugte Rolle und einen Lieblingscharakter gefunden, beginnt man ihn regelmäßig zu spielen. Dies führt schlussendlich zu einer schnellen Steigerung und dem Verstehen der allgemeinen Grundmechaniken des Spieles. Dabei ist weder die Rolle noch die Metatauglichkeit im Pro-Bereich relevant. Charaktere die man selbst beherrscht sind eigentlich ohne Ausnahme besser als Counterpicks, auf denen man kaum Erfahrung gesammelt hat.
Für jeden Spielstil findet sich ein Champion!
Für jeden Spielstil findet sich ein Champion!
Bei dieser Lernphase des gewählten Charakters geht es also darum, diverse Match-Ups und Grenzen des Helden kennenzulernen, verschiedene Items durchzuprobieren und sich so an die komplexen Spielelemente heranzutasten. Dabei können spezifische Guides und Videos zu jenen Champions hilfreich sein, doch schlussendlich muss man wieder Spielen und Ausprobieren. Diese erlernten Grundelemente lassen sich im Anschluss viel leichter auf weitere Charaktere übertragen.