Eine mystische Frau schnürt kleine Beutel mit Geschenken
© Wizards of the Coast
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Magic: The Gathering - Weihnachtskarten mal anders

Die witzigen Weihnachtsgrüße von Wizards of the Coast.
Autor: Matthias Regge (@PrinnyDood)
5 min readPublished on
Es ist nicht ungewöhnlich, dass Familien, Freunde und Unternehmen Weihnachtskarten versenden. Wizards of the Coast, die Macher hinter dem erfolgreichsten Sammelkartenspiel aller Zeiten, Magic: The Gathering, nehmen diese Tradition wörtlich.
Seit 2006 versenden sie an ausgewählte Geschäftspartner und Content-Creator besondere Sammelkarten, die speziell für diesen Anlass designt und gedruckt wurden. Die Karten dieser “Happy Holidays”-Collection sind unter Sammlern sehr beliebt und auch nur auf diesem Weg zu erhalten.

Besonders, aber nicht Turnierlegal

Die Weihnachtskarten sind offizielle, legitime Magic: The Gathering-Karten. In sanktionierten Spielformaten dürfen diese allerdings nicht verwendet werden. Das ist dadurch erkennbar, dass die Karten einen silbernen Rand, anstatt einem sonst üblichen schwarzen oder weißen, verwenden. Wizards of the Coast nutzt diese silbernen Kartenränder auch für ihre humorvollen Spaß-Erweiterungen, wie das 2017 erschienene “Unstable”.
Ein Panda mit Mantel und Fedora verkauft Eichhörnchen aus seinen Manteltaschen

Eichhörnchen sind ein beliebtes Thema in Spaß-Sets von Magic: The Gathering

© Wizards of the Coast

Für Fans sind Karten aus der “Happy Holidays”-Reihe auch immer für ein Schmunzeln gut. In den meisten Fällen parodieren sie bereits bestehende Karten in Funktion, Artwork und Titel. Wir haben uns eine Hand voll Karten, der vergangenen Jahre, ausgesucht, um euch ihre Herkunft genauer zu erklären:

Gifts Given (2007)

Eine Abbildung der Magic-Karte Gifts Given

Gifts Given, eine Anspielung auf die Karte Gifts Ungiven

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Gifts Given war die zweite Holiday-Karte, die jemals gedruckt wurde. Sie parodiert die Karte Gifts Ungiven, ein wichtiger Bestandteil vieler mächtiger Strategien. Gifts Ungiven ermöglicht es dem Spieler, bis zu vier Karten aus dem eigenen Kartenstapel zu suchen. Zwei dieser Karten darf der Gegner auswählen und in den Ablagestapel legen, der Rest geht auf die Hand des Spielers. Dies führt dazu, dass Gifts Ungiven meist als Setup genutzt wird, um Strategien zu ermöglichen, die Karten im Ablagestapel benötigen, um zu Funktionieren. Es soll Geschenke symbolisieren, die man eventuell nie erhalten hat.
Im Kartentext von Gifts Given ist nur eine kleine Änderung. Anstatt Karten aus dem eigenen Stapel zu suchen, darf man dem Gegner vier seiner Karten präsentieren, von denen er zwei behalten darf, der Rest wird auf den Ablagestapel gelegt. Wer seinem Gegenüber also eine Freude machen möchte: Gifts Given gibt euch die Möglichkeit.
Eine Abbildung der Magic-Karte Gifts Ungiven

Eine Karte, die Friedhof-Strategien ermöglicht: Gifts Ungiven

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Snow Mercy (2010)

Eine Abbildung der Magic-Karte Snow Mercy

Vorsichtig schütteln!

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Der offensichtliche Witz mit Snow Mercy, ist natürlich die Anspielung an die Phrase “No Mercy” (Keine Gnade), aber die Scherze gehen tiefer. Zum einen ist No Mercy eine existierende Karte aus dem alten Set Urzas Vermächtnis. Snow Mercy parodiert aber nicht diese Karte, sondern stellt eher eine alternative Version dar, die zur Magic-Farbe Weiß passt.
Snow Mercy stellt eine Schneekugel dar, in der Kreaturen gefangen werden. Um den Effekt der Karte zu aktivieren, und die darin gefangenen Monster außer Gefecht zu setzen, muss die Karte mehrmals getappt (seitwärts gedreht) und wieder enttappt (zurückgedreht) werden. Dies simuliert das Schütteln der Schneekugel, und den Tumult, der dessen Inhalt widerfahren würde.

Stocking Tiger (2013)

Eine Abbildung der Magic-Karte Stocking Tiger

Darüber freut sich jeder Magic-Spieler: Mehr Magic-Karten

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Eine klare Anspielung auf die Magic-Karte Stalking Tiger. Genau wie diese Kreatur, die in vielen Sets des Kartenspiels erschienen ist, bietet auch der Stocking Tiger die Statuswerte von 3 Stärke und 3 Widerstandskraft. Das Wortspiel dreht das Wort Stalking, in das ähnlich klingende Stocking. Eine Tradition in den USA ist es, Strümpfe (Stockings) über den Kamin zu hängen, damit der Weihnachtsmann diese mit Geschenken füllt. Oft werden hierfür Süßigkeiten, Spielzeuge oder kleine Aufmerksamkeiten (sogenannte “Stocking Stuffers”) benutzt.
In Haushalten, in denen Sammelkartenspieler leben, ist das Verwenden von Booster-Packungen, als solche Stocking Stuffer, keine Seltenheit. Und darum wird auch der Stocking Tiger mit einer solchen Kartenpackung gefüllt, wenn er ins Spiel kommt. Fügt die Kreatur dann Schaden zu, darf man sein Geschenk öffnen und die Karten auf die Hand nehmen.
Ein Abbildung der Magic-Karte Stalking Tiger

Ein Magic-Urgestein: Stalking Tiger

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Mishra’s Toy Workshop (2014)

Eine Abbildung der Magic-Karte Mishra's Toy Workshop

Wenn Spielzeuge anstatt Artefakten vom Band laufen: Mishra's Toy Workshop

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Mishra’s Workshop ist eine ikonische Karte, die aufgrund ihres Alters und Spielstärke in nur wenig Formaten spielbar ist. Es ist ein Land, dass 3 Mana produziert, dass man allerdings nur für Artefakt-Karten ausgeben darf. Diese Art von Karten, sind aber gerade in den spielstarken Strategien, dieser langjährigen Formate, die wichtigsten, strategischen Bausteine
In Mishra’s Toy Workshop werden allerdings keine Artefakte produziert, sondern lediglich Fähigkeiten unterstützt, die Spielsteine erstellen. Solche Spielsteine werden von Spielern oft durch alle möglichen Dinge dargestellt, meist durch Würfel. Es sind temporäre Karten, die durch Effekte generiert werden. Dieser Hang der Spieler, Spielsteine mit Objekten darzustellen (obwohl offizielle Spielsteinkarten gedruckt werden), parodiert Mishra’s Toy Workshop dadurch, dass dafür Spielzeuge verwendet werden müssen, sollte man den Effekt der Karte nutzen.
Eine Abbildung der Magic-Karte Mishra's Workshop

Zu mächtig für Legacy: Mishra's Workshop

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Topdeck the Halls (2020)

Eine Abbildung der Magic-Karte Topdeck the Halls

Ein Fest für Fans mit Karten mit alternativem Design: Topdeck the Halls

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Jeder Magic-Spieler kennt es: Man hat keinen Ausweg mehr. Lediglich die nächste Karte, die man von seinem Stapel zieht, kann mit etwas Glück das Spiel noch wenden. Ein Umstand den man als “Topdecking” bezeichnet (man ist auf die oberste Karte seines Decks angewiesen). Wizards of the Coast hat mit der Mirakulum-Mechanik das Prinzip eines Topdecks in Gameplay verwandelt. Mirakulum-Karten dürfen für günstigere Kosten ausgespielt werden, wenn sie die erste Karte waren, die man in diesem Zug gezogen hat.
Topdeck the Halls (eine Anspielung auf die Redensart “Deck the Halls”, bei der es darum geht, dass die Wohnungen zu Weihnachten geschmückt werden), gibt Karten die Fähigkeit ein solches Mirakulum zu sein. Einzige Voraussetzung: Die Karte muss “dekoriert” sein. Topdeck the Halls definiert eine “dekorierte” Karte als eine solche, die holographisch gedruckt ist, oder von ihrer Original-Version durch einen anderen Kartenrahmen oder alternatives Artwork abweicht.
Eine Anspielung darauf, dass Magic-Spieler gerne Varianten ihrer Lieblingskarten sammeln, die in einer Weise besonders sind.

Schaut euch alle "Happy Holidays"-Karten an!

Eine Übersicht über alle erschienen Magic-Karten innerhalb der "Happy Holidays"-Edition, findet ihr in der Galerie von Scryfall.com.