Marcels Sammelstücke sind mit einmaligen Erinnerungen verknüpft.
© Craig Dillon
Ski

Fundstücke mit Geschichte – von Marcel Hirscher

Marcel Hirscher bewahrt so gut wie nichts auf. Sogar im Ausmisten ist er Weltmeister. Ein paar Erinnerungsstücke haben wir trotzdem gefunden. Aber lassen wir Marcel selbst erzählen.
Autor: Marcel Hirscher
3 min readveröffentlicht am
Teil dieser Story

Marcel Hirscher

AustriaAustria
Profil ansehen

1. Das Pferd, das eine Kuh war – STUHLALM, ca. 1996

Marcels best buddy auf der Stuhlalm? Ein Kalb!
Marcels best buddy auf der Stuhlalm? Ein Kalb!
„Zu meinem siebten Geburtstag hat mich mein Vater gefragt: ‚Du, Marcel, willst lieber ein Pferd oder eine Trial-Maschine als Geschenk?‘ Ich habe das Motorradl genommen. Ein eigenes Pferd habe ich nicht gebraucht, ich hatte ja auf der Stuhlalm genügend Kühe und Kälber zum Reiten. Das Kalb auf dem Bild, leider ist mir sein Name entfallen, war mein Best Buddy auf der Alm, hat jeden Blödsinn mitgemacht, war stets in meiner Nähe. Ein Kälberleben lang.“

2. Wie ein Einser – ANNABERG, ca. 1992

Die ersten Schwünge mit 2, das erste Rennen mit 3 - mit diesem Helm.
Die ersten Schwünge mit 2, das erste Rennen mit 3 - mit diesem Helm.
„Antwort auf die Frage ‚Wann hast du mit dem Skifahren begonnen?‘ – an meinem zweiten Geburtstag, am 2. März 1991. Damals habe ich meine ersten eigenen Brettln bekommen. Und obwohl mein Vater wegen eines Knöchelbruchs einen Gipshaxn hatte, hat er mir einbeinig die ersten Schwünge gezeigt. Mit drei bin ich das erste Rennen gefahren. Mit genau diesem Helm! Davon gibt es ein Video auf YouTube.“

3. Mit Nummer 2 zur Nummer 1 – MÄRZ 2012

Mit diesem Dress raste Marcel in Schladming zu seinem 1. Gesamtweltcupsieg.
Mit diesem Dress raste Marcel in Schladming zu seinem 1. Gesamtweltcupsieg.
„Das Duell mit dem Schweizer Beat Feuz um die große Kugel war 2012 so knapp, dass ich in der Not sogar im Super-G gestartet bin. Ein 34. Platz in Crans-Montana und lächerlich wenig Training: Das war alles, was ich vor dem großen Showdown in Schladming vorzuweisen hatte. Dann wurde ich gleich Dritter – und Gesamtweltcupsieger. Das da oben ist die Startnummer zum Rennen. Die Zwei hat mich zur Nummer eins gemacht.“
Die ersten Jahre am Berg gab es nur eiskaltes Wasser.
Marcel Hirscher

4. Vier Liter Wasser täglich

Wasser – für Marcel das beste Getränk der Welt.
Wasser – für Marcel das beste Getränk der Welt.
„Das brauche ich, um zu funktionieren. Schon in der Früh trinke ich gleich einmal einen Liter. Dass wir in Österreich nur den Hahn aufdrehen müssen und beste Trinkwasserqualität raussprudelt, ist ein Privileg. In meiner Kindheit auf der Stuhlalm gab’s sowieso nur eiskaltes Wasser. Für mich noch immer das beste Getränk der Welt.“
Meine Eltern haben diesen Rennanzug aufbewahrt... wobei ich mich gerade frage: wofür?
Marcel Hirscher

5. Pistenschreck – ENDE DER NEUNZIGER

So sieht ein Pistenschreck anno 1990 aus...
So sieht ein Pistenschreck anno 1990 aus...
„Auch Rennanzüge unterliegen der Mode. Egal wie sie aussehen und wie zerschlissen sie sind – sie sind der Stoff, aus dem Rennfahrer- Träume sind. Mein Anzug hatte zusätzlich den Vorteil, dass ich auf der Piste aufgefallen bin.“

6. Schlaf-Hilfe

Dieses Kissen ist Marcels steter Reisebegleiter.
Dieses Kissen ist Marcels steter Reisebegleiter.
„Ich bin viel unterwegs: zum Training, zu Interviews, zu Terminen mit Sponsoring- Partnern und zu den Rennen in aller Welt. Da ist jede Minute Schlaf, die man zusätzlich kriegt, Gold wert. Ich habe im Flieger und im Auto immer dieses Reisekissen dabei.“
Aufgepasst! Die erste Ausgabe des „The Red Bulletin Heroes Edition” ist komplett Marcel Hirscher gewidmet: Ein Magazin von, mit und über den besten Skifahrer unserer Zeit. Es geht um ihn, sein Leben, seine Stärken und Schwächen, seine außerordentlich erfolgreiche, aber auch verrückte Karriere.
HIER geht’s direkt zum Magazin.
Teil dieser Story

Marcel Hirscher

AustriaAustria
Profil ansehen