Influencer Marketing kann sehr schnell sehr schiefgehen, das zeigen die Bilder, die Menschen mit Waschmittel in ungewöhnlichen Situationen porträtieren. Der Trend, Menschen mit einer großen Followerschaft als Testimonials für die eigene Marke einzusetzen, funktioniert eben nicht immer gut. Trotzdem wäre es unfair, die Influencer selbst ins Kreuzfeuer der Kritik zu stellen: Wir folgen ihnen schließlich immer aus irgendeinem Merkmal, das uns auf ihrem Account begeistert hat.
Egal ob Sport, Tattoos, Fashion oder Foodporn: Influencer können mit ihrer Leidenschaft begeistern und werden zu Vorbildern für eine großteils junge Zielgruppe. Auch ein paar österreichische Musiker begeistern nicht nur mit ihrem musikalischen Output – diese (unvollständige) Liste von sechs Protagonisten der heimischen Musikszene zeigt, dass Musiker mehr Einfluss auf unseren Alltag haben, als wir vielleicht denken:
Bilderbuch
Genre: Indie-Pop
Wanda
Genre: Rock
Amore. Keine Band hat in den letzten Jahren den Spagat zwischen Indie und Mainstream, zwischen Liebe und Hass so brachial vollzogen wie Wanda. Fakt ist: Der Erfolg gibt ihnen Recht. Fakt ist auch: Die sprachliche Vorstellungswelt von Marco Michael Wanda hat die Sphäre der Musik verlassen und ist mitten in den Alltag eingedrungen, dass sogar deine Tante weiß, warum Bologna mit Amore verbunden ist. Wenn jemand fragt, warum du so sprichst, dann sag Wanda.
Möwe
Genre: EDM
Klingt viel internationaler als Österreich, kommt aber aus Österreich. Der tropische Sound, den Melanie Ebietoma und Clemens Martinuzzi von Wien aus in die weite Welt hinausschicken, findet auch jenseits der österreichischen Grenzen Anklang bei den HörerInnen. Fazit: Die beiden sind Inspiration für jeden angehenden DJ, der mit seinen Sounds über unsere Grenzen hinaus bekannt werden möchte.
Seiler und Speer
Genre: Austropop
Vielseitigkeit siegt. Egal ob als Herr Horvath oder als Popstar bei der Formel 1 - was Christopher Seiler und sein Partner in Crime Bernhard Speer anfassen, wird zu Gold – oder zu Platin, wenn es um Musik geht. Was du noch von den beiden lernen kannst? Achte nicht zu sehr auf irgendwelche Etiketten – die beiden verfolgen genau diesen Ansatz (manchmal vielleicht zu extrem), aber genau das macht sie letztendlich auch so authentisch und einzigartig. Think about it!
RAF Camora
Genre: HipHop
Die HipHop-Legende aus dem 15. Bezirk. RAF Camora hat nicht nur mehrere Millionen HörerInnen im Internet, er hält auch den Rekord für das größte Hip-Hop-Konzert in Österreich? Seine Message: Kenne deine Wurzeln und scheu’ dich nicht davor, nach einer langen und intensiven Reise wieder nach Hause zu kommen.
Mavi Phoenix
Genre: Pop/HipHop
Von Linz direkt in die Vogue: Egal ob im White Polo oder ganz in Yellow – Mavi Phoenix hat vielleicht noch nicht das Geld, aber auf jeden Fall schon den Style. Die österreichische Künstlerin zeigt nicht nur, wie moderne Popmusik klingen kann, sondern agiert auf Instagram auch als Style-Ikone: Ursprünglich inspiriert von HipHop, kombiniert sie Teile, die eigentlich unmöglich sein sollten und zeigt dabei eine wichtige Sache auf: Unmöglich ist immer eine Sache der Perspektive.