Surfen
Ratgeber: So wird euer Surftrip perfekt
Die Frage lautet nicht mehr: Welcher Kontinent? Es geht um den richtigen Ort zum richtigen Preis.
Früher war die Organisation eines Surftrips kinderleicht. Man suchte sich eine Reiseagentur, die auf solche Dinge spezialisiert war (z. B. The Surf Travel Co oder Waterways Surf Adventures), entschied sich je nach Laune und Fähigkeiten für einen Kontinent oder eine Inselkette, und buchte dann die Tickets. Die Vorfreude aller Beteiligten steigerte sich bis hin zur Euphorie.
Ob man nach der Ankunft in Indonesien, auf Hawaii, den Fidschi-Inseln oder in Mexiko wirklich Wellen geboten bekam, war eigentlich völlig egal. Es half natürlich, wenn man zuhause von 2-Meter-Brechern erzählen konnte, aber in Wahrheit ging es bei diesen Trips einfach um die Flucht vor Arbeit und Verantwortung.
Neuerdings hat sich das aufgrund der nahezu perfekten Surfvorhersagen allerdings geändert. Wir buchen unsere Reisen nicht mehr sechs Monate im Voraus. Stattdessen verfolgen wir Swell-Prognosen und stürzen uns erst in letzter Minute ins Abenteuer.
Vor Salina Cruz wächst der Swell? Mexiko! Die Apokalypse in West-Java dauert noch zwei Tage? Indonesien! Ein großer Südswell nähert sich Cloudbreak? Auf nach Tavarua!
Wie soll man sich also entscheiden? Beachtet diese fünf Faktoren.
1. Legt eure Wartezeit fest!
Wenn ihr einen Swell erwischen wollt, dann sorgt dafür, dass ihr innerhalb von 48 Stunden aufbrechen könnt. Entscheidet euch für eine Zeitphase, z. B. Juli bis August, und seid bereit, sofort ein Flugticket zu kaufen, wenn ihr das Startzeichen erhaltet.
2. Wie hoch ist das allgemeine Niveau eurer Begleiter?
Die Jagd nach Swells kann eine großartige Erfahrung sein, aber was nützt es, wenn ihr in Half Moon Bay eintrefft, die falschen Boards eingepackt habt und maximal zwei Meter hohe Wellen surft? Und denkt auch an eure Freunde! Es macht keinen Spaß, wenn das halbe Rudel zu viel Angst hat, rauszupaddeln.
3. Euer Budget
Vielleicht habt ihr 1000 Euro zur Verfügung, vielleicht auch 3000. So oder so: Ihr müsst wissen, was ihr euch leisten könnt. Wer in den USA lebt und um die 1000 Dollar ausgeben möchte, sollte Mexiko oder Hawaii in Erwägung ziehen. Sind eure Geldmittel unbegrenzt, steht euch die ganze Welt offen.
4. Denkt an einen gültigen Pass!
Ohne gültige Reisedokumente enden spontane Surftrips schon beim Check-in. Ebenfalls wichtig: Visa. Aufgrund diplomatischer Geplänkel sind sie selbst in dieser globalisierten Welt ab und zu noch nötig. Seid darauf vorbereitet!
5. Macht euch auf ein Wahnsinnserlebnis gefasst!
Perfekte Swells mit euren Kumpels? Die Erfahrung wird euch umhauen!