SkiFreeride

Nadine Wallner bloggt: „Postcards from Peru“

Autor: Thomas Wernhart
Nadine Wallner ist in Peru unterwegs und gibt wöchentliche Updates aus der Cordillera Blanca.
Das Abenteuer Peru
Das Abenteuer Peru
Die Cordillera Blanca ist ein imposanter Gebirgszug in den Anden, der während der Deutsch-Österreichischen Alpenvereinsexpeditionen in den 1930er Jahren zum ersten Mal kartografiert wurde und mit über 50 Bergen über 5700 Metern die Bergsteigerwelt lockt. Doch nicht nur die Bergfexe sind angetan vom höchsten Gebirge Südamerikas, auch die beiden österreichischen Freeriderinnen Nadine Wallner und Melissa Presslaber haben ihre Ski- und Bergsteigerausrüstung eingepackt und werden in den nächsten vier Wochen, zwei bis drei der höchsten Gipfel besteigen und neue, extreme Lines fahren. Doch nicht nur die Befahrung dieser Berge ist eine Herausforderung, auch die Bergtouren sind nichts für schwache Nerven. Um die Gipfel erfolgreich zu erreichen, sind Mehrtagestouren mit verschiedenen Basecamps erforderlich und die Athleten werden an so mancher Stelle an ihre psychischen und physischen Grenzen kommen. Doch nicht nur das Skifahren steht im Vordergrund, das große kulturelle Gut, die Menschen und die peruanische Kultur sollen ein großer Bestandteil der Reise sein. Andreas Vigl, Sportfotograf und Skibergsteiger, begleitet die beiden Freeriderinnen und lichtet die besten Momente ab.
Nadine versorgt uns von nun an wöchentlich mit einem Update und den neuesten Storys aus Peru – man darf gespannt sein, was die Expedition in Südamerika erleben wird.

Eintrag #1: Das Abenteuer beginnt

Hi Leute,
Endlich geht es los! Wir sind gut in Lima gelandet und nach einer aufregenden und abwechslungsreichen achtstündigen Busfahrt heil in Huaraz angekommen. Die Hauptstadt der Region Ancash liegt auf 3091 Metern Seehöhe und schon jetzt sehen wir in der Ferne die majestätischen fünf- und sechstausender Berge leuchten – bei dem Anblick geraten wir schon jetzt ins Träumen. Doch noch ist es zu früh, sich diesen Bergen zu widmen.
Wichtig ist vorerst eine gute Akklimatisation, um sich bestens an die Höhe zu adaptieren, denn hier oben darf man nichts überstürzen. Wir vertreiben uns die ersten paar Tage die Zeit in Huaraz, checken die Lage und versuchen so viele Informationen wie möglich für unseren bevorstehenden Trip zu sammeln. Huaraz gilt als wichtiger Ausgangspunkt für die Bergtouren in der Cordillera Blanca und so gibt es hier ein paar Leute, die sich in der Gegend bestens auskennen. Da wir ja sowieso ein paar Tage hierbleiben, tauchen wir jetzt in die lokale Kultur ein und wo ginge das besser, als auf einem echten peruanischen Markt. Wir kaufen ein, sehen viele Dinge zum ersten Mal und sind fasziniert von dem bunten Treiben und den traditionellen Gewändern der Bewohner. Die Einheimischen empfangen uns mit offenen Armen, sind sehr herzlich und haben immer ein breites Lächeln im Gesicht. Schon am ersten Tag haben wir ein sehr heimeliges Gefühl hier in Huaraz.
Als nächstes steht ein Ortswechsel auf das Hochplateau auf 4300 Meter Seehöhe an! Wir werden eine Nacht oben schlafen und schauen wie es uns geht! Danach hoffen wir Ende der Woche die erste Warm-up Tour auf unseren ersten 5000er zu machen! Mehr dazu später. Jetzt erst mal “Hatun Matchay!”.