Vergangenes Wochenende war es wieder so weit: Samstag Nachmittag, knallige Hitze und eine lückenlos besetzte Wiese am Copa Beach Plaza auf der Donauinsel. Neben einigen bereits bekannten Gesichtern, haben sich auch neue Mitstreiter darauf vorbereitet, den Ledge-Mayhem der letzten Jahre zu toppen. Es ging in die dritte Runde Red Bull LEDGEnd, das in den vergangenen zwei Jahren schon ein Fixpunkt für alle Tech-affinen Skater geworden ist.
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Red Bull LEDGEnd 2022 - Event Recap
Ein Einblick in die kopfzermürbenden Szenen des Contests, die vom frühen Nachmittag bis in die späten Abendstunden geliefert wurden.
Mit diesem Jahr haben sich die teilnehmenden Nationen noch einmal mehr ausgeweitet und Skater aus Ungarn, Tschechien, der Schweiz und Deutschland zum Copa Beach Plaza Ledge bestellt. Im Verlauf des Events wurde die Crème de la Crème der europäischen Ledge-Skater gefiltert, um im Anschluss beim Finale den diesjährigen LEDGEnd-Gewinner zu küren.
Der Ablauf und die Wertung
Das Judges-Trio bestehend aus Daniel Spiegel, Martin Fehrer und Patricc Wolf legt ein besonderes Augenmerk auf lange Slides und saubere Grinds, wobei auch Komplexität, Style und Kreativität einen maßgeblichen Teil zur Bewertung beitragen. Unter allen gestanden Tricks werden die besten drei zur Beurteilung herangezogen - denn es gilt, sich in den Heats durch Qualität statt Quantität von den anderen Teilnehmern abzuheben. Ziel der Heats – also der Runden, die unter jeweils vier Teilnehmern stattfinden – ist es, einen von fünf Plätzen im Halbfinale zu ergattern.
Open Sessions: Der Qualifier fürs Halbfinale
Mit dem Anbruch der Open Sessions sind drei Heats angesetzt, wobei sich Reinhard Rietsch, Balimt Zahomyi, Simon Rieder, Andreas Wild und Emanuel Bacchiocchi für das Semi-Finale qualifiziert haben. Julia Placek ist als erste teilnehmende Frau der Contest-Reihe außerdem durch ihre unerschütterliche Beständigkeit herausgestochen.
Was hier passiert ist totaler Wahnsinn - das ist nicht mehr von dieser Welt!
Das Wetter war eine konditionelle Herausforderung, die den Ridern in dem nahtlos angrenzenden Halbfinale erstaunlicherweise kaum anzumerken war. Fabian Tojer hat mit einem First Try (!) Crooked Nollie Frontside Flip den Beginn des Getose eingeläutet. Gefolgt von zahlreichen technischen Meisterleistungen und Must-Be-Nice-Momenten, wurde das Niveau mit voranschreitender Zeit stetig höher.
Das Finale
Im Flutlicht-Finale haben sich Jost Arens, Levi Löffelberger, Fabian Trojer und Michael Heindl in einem Gefecht auf unermesslichem Niveau die Stirn geboten. Mit dem Startschuss für das letzte Battle um die Stockerlplätze wurde die Messlatte noch weiter hochgelegt - seitens der Menge waren neben Freudenschreien nur noch Aaah’s und Oooh’s zu vernehmen. Nach vollen 40 Minuten und sichtbarer Erschöpfung, haben die Rider in der letzten Minute noch einmal richtig Gas gegeben.
Ungleich der letzten zwei Jahre ist Michael Heindl dieses Mal der Sprung auf den ersten Platz geglückt, Levi Löffelberger folgt auf Platz zwei. Jost Arens hat neben dem dritten Platz außerdem den Oakley-Award für den Most Innovative Rider abgestaubt, Fabian Trojer hat es auf den vierten Platz geschafft.
Mein persönliches Contest-Highlight des Jahres! Nirgendwo sonst erlebt man ein derartiges Trickfeuerwerk in zugleich so entspannter und freundschaftlicher Atmosphäre wie beim Red Bull LEDGEnd.
Du findest, man könnte noch einen draufsetzen? Halte deine Augen für den vierten Durchlauf von Red Bull LEDGEnd offen - wer weiß, was im nächsten Jahr an Tech-Eskalationen auf uns zukommt. Vielleicht wirst DU unsere nächste LEDGEnd! 👀