Mach dich bereit für den Kalender der Straßenradklassiker 2026
Bevor die Grand Tours 2026 starten, eröffnen die legendären Frühjahrsklassiker die diesjährige Radsportsaison. Hier erfährst du, wann sie stattfinden und was sie so besonders macht.
Mit Primož Roglič, Remco Evenepoel und Florian Lipowitz verfügt das Red Bull - BORA - hansgrohe Team über einige der besten Radprofis der Welt. Doch bevor bei den drei Grand Tours um Ruhm und Gelb gekämpft wird, entfachen die legendären Frühjahrsklassiker das erste große Feuer der Straßensaison.
Bei 18 Rennen – darunter die fünf Radsport-Monumente Mailand–San Remo, Flandern-Rundfahrt, Paris–Roubaix, Liège-Bastogne-Liège und Il Lombardia – gehen die Fahrer in den Eintagesklassikern ans absolute Limit. Sie kämpfen gegen Weltklasse-Konkurrenz, unberechenbares Wetter und brutal wechselnde Straßenverhältnisse. Diese epischen Duelle auf Asphalt und Kopfsteinpflaster darfst du auf keinen Fall verpassen! Wirf unten einen Blick auf den Klassiker-Kalender 2026.
Bei den Frühjahrsklassikern warten härteste und wechselnde Bedingungen.
Die fünf fettgedruckten Termine im Kalender oben sind die weltberühmten Monumente des Straßenradsports. Sie gehören zu den ältesten (die ersten Ausgaben stammen aus den Jahren 1894 bis 1913), schwierigsten und prestigeträchtigsten Straßenradrennen überhaupt und haben eine ganz besondere Anziehung für Profis und Fans gleichermaßen.
Mailand-San Remo ist mit 289 km vor allem eines: weit.
Mailand-San Remo ist der erste Klassiker des Jahres und auch der längste. Mit 289 km ist es sogar das längste Eintagesrennen im Radsportkalender. Es findet Ende März statt und führt, wie der Name schon sagt, von Mailand nach San Remo an der ligurischen Küste. Die Strecke ist eher flach, was häufig zu Siegen von Sprintern oder sogenannten Puncheuren führt.
Die Flandern-Rundfahrt - 5. April
Bei der Flandern-Rundfahrt heißt es Abschied nehmen von den mediterranen Temperaturen und dem Panoramablick auf das Ligurische Meer. Stattdessen gibt es wechselhaftes belgisches Wetter, glitschiges Kopfsteinpflaster und kurze, steile Anstiege, bei denen Angriffe und Rennstrategie zählen. Kurz gesagt: Es ist jedes Jahr eines der spektakulärsten Rennen und so unberechenbar, dass es noch kein Fahrer geschafft hat, es mehr als drei Mal zu gewinnen.
Paris-Roubaix - 12. April
Wenn du dir nur ein einziges Radrennen im Jahr ansiehst, dann sollte es Paris-Roubaix sein. Das berühmteste und brutalste Eintagesrennen aller Zeiten, die "Hölle des Nordens", ist bei weitem das körperlich anstrengendste der Frühjahresklassiker, denn es gibt rund 30 knallharte Kopfsteinpflasterabschnitte, die Dutzende von Reifenpannen verursachen und bei feuchtem Wetter am Renntag spiegelglatt werden.
Die Fahrer müssen sowohl mentale als auch körperliche Härte mitbringen, wenn sie das Ziel im Velodrom von Roubaix erreichen wollen – meist völlig mit Schlamm und Staub bedeckt. Mathieu van der Poel, ein Weltklasse-Radcrosser, Straßenprofi und MTB-Fahrer, hat die letzten drei Ausgaben gewonnen – ein Beleg für seine unglaubliche Vielseitigkeit.
Wout Van Aert rast bei Paris-Roubaix 2025 über das Kopfsteinpflaster.
Zurück in Belgien steht mit Liège-Bastogne-Liège das älteste aller Radsport-Monumente auf dem Programm, erstmals ausgetragen 1894. Auf der beständig welligen Ardennen-Route triumphieren oft echte Kletterer und Grand-Tour-GC-Fahrer wie Primož Roglič und Remco Evenepoel von Red Bull – BORA – hansgrohe, die hier beide schon ganz oben standen.
Il Lombardia - 10. Oktober
Und zum Saisonausklang geht es nach Bella Italia -- zum Giro di Lombardia. Wie Liège-Bastogne-Liège ist das Rennen besonders bei starken Kletterern beliebt, mit hügeligen Passagen rund um den Comer See in den Alpenausläufern. 2025 siegte Tadej Pogačar vor Remco Evenepoel – vielleicht dreht sich 2026 der Spieß um.